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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Instandsetzungsarbeiten mit handwerklicher Präzision

Facility Management: Handwerksdienste » Betrieb » Instandsetzungen

Fachkonzept: Instandsetzungen im Gewerk Handwerksdienste

Fachkonzept: Instandsetzungen im Gewerk Handwerksdienste

Ziel der Instandsetzungen im Gewerk Handwerksdienste ist die schnelle, fachgerechte und rechtskonforme Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit baulicher, technischer oder infrastruktureller Elemente, die durch Verschleiß, Fehlbedienung, Fremdeinwirkung oder Alterung beeinträchtigt wurden. Der Fokus liegt auf der Minimierung von Betriebsstörungen, der Gewährleistung von Sicherheit sowie der Sicherstellung der Nutzerzufriedenheit.

Die Instandsetzungen im Gewerk Handwerksdienste bilden eine zentrale Säule des technischen Gebäudebetriebs. Durch strukturierte Prozesse, digitale Unterstützung und klare Zuständigkeiten kann eine sichere, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Ausführung gewährleistet werden – unabhängig vom Nutzungskontext.

Typische Instandsetzungsmaßnahmen

Typische Instandsetzungsmaßnahmen

Bereich

Maßnahmenbeispiele

Elektrotechnik

Austausch defekter Steckdosen, Reparatur von Beleuchtungen

Sanitärtechnik

Beseitigung von Undichtigkeiten, Austausch von Armaturen

Tischlerei

Reparatur von Türen, Möbelausbesserungen

Malerarbeiten

Behebung von Abplatzungen, Auffrischungen

Metallarbeiten

Schweißarbeiten, Austausch von Schutzgittern

Bodenarbeiten

Austausch beschädigter Beläge oder Übergänge

Nicht delegierbare Betreiberverantwortung

  • Sicherstellung der Störungsannahme und Gefährdungsbewertung

  • Auswahl qualifizierter Fachkräfte oder Dienstleister

  • Bewertung und Freigabe kostenrelevanter Instandsetzungen

  • Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen

  • Nachverfolgung bei sicherheitsrelevanten Mängeln

Delegierbare Pflichten

  • Schadensaufnahme und Sofortmaßnahmen durch Hausmeister / Techniker

  • Durchführung fachgerechter Reparaturarbeiten

  • Einhaltung von Herstellervorgaben und Normen

  • Rückmeldung und Dokumentation im CAFM-System

  • Termin- und Qualitätsabstimmung mit dem Nutzer

Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) – Wiederherstellung des sicheren Betriebs

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) – Vermeidung von Gefährdungen

  • Landesbauordnungen (LBO) – Einhaltung baurechtlicher Anforderungen

  • Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) – Ersatz nur durch zugelassene Teile

  • TRBS 1201 / 1111 – Prüf- und Dokumentationspflichten nach Instandsetzung

  • VOB/B – Regelungen zur Mängelbeseitigung und Gewährleistung

Technische Normen und Standards

  • DIN 31051 / DIN EN 13306 – Grundsätze der Instandhaltung

  • DIN EN ISO 9001 – Qualitätssicherung

  • DIN 18300 ff. (VOB/C) – Ausführungsqualität

  • DIN VDE 0100, DIN 1988, DIN 18040 – elektrotechnische, sanitärtechnische und barrierefreie Ausführung

  • Herstellerspezifische Instandsetzungsrichtlinien

Nutzungsspezifische Besonderheiten

Nutzungstyp

Besondere Anforderungen

Industrie

Kurze Reaktionszeiten, technische Dokumentationspflicht

Verwaltung

geräuscharme Ausführung, optische Homogenität

Betriebsgastronomie

HACCP-Konformität, Hygiene und Desinfektionsfähigkeit

Hochregallager

Verkehrssicherheit, Arbeitsbühnenzugang

Mobility Hub

Vandalismusreparaturen, 24/7-Verfügbarkeit

Digitalisierung & Integration

  • Meldung und Nachverfolgung über CAFM-Systeme

  • Mobile Auftragsabwicklung mit Rückmeldefunktion (App, QR-Code)

  • Fotodokumentation vor/nach Ausführung

  • Verknüpfung mit Inspektionen und Prüfanforderungen

  • Auswertungen zur Häufigkeit, Kosten, Wiederholraten

Key Performance Indicators (KPI)

KPI

Zielwert

Intervall

Reaktionszeit bei A-Mängeln

≤ 4 h

laufend

Abschlussquote innerhalb SLA-Zeit

≥ 95 %

monatlich

Wiederholquote gleicher Mängel

< 3 %

quartalsweise

Nutzerbeschwerden zur Ausführung

< 2 %

halbjährlich

Service Level Agreements (SLA)

Maßnahme

Ziel

Frist

Behebung A-Klasse-Mängel

Sofortmaßnahme

≤ 4 h

Standardinstandsetzung

abgeschlossen

≤ 3 AT

Dokumentation im CAFM

vollständig

≤ 24 h nach Maßnahme

Experience Level Agreements (XLA)

Nutzerfaktor

Zielwert

Zufriedenheit mit Ausführung

≥ 90 %

Kommunikation und Transparenz

≥ 85 %

Termintreue aus Nutzersicht

≥ 90 %