Ersatzteilmanagement: Handwerksdienste Das Ersatzteilmanagement im Gewerk Handwerksdienste verfolgt das Ziel, eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche und verfügbarkeitsoptimierte Bereitstellung von Ersatz- und Verschleißteilen sicherzustellen. Dies gewährleistet die kontinuierliche Funktionstüchtigkeit von Gebäudeelementen, Infrastrukturkomponenten und technischen Einbauten.
Ein strukturiertes, digital unterstütztes Ersatzteilmanagement im Gewerk Handwerksdienste trägt entscheidend zur Verfügbarkeit, Qualität und Betriebssicherheit bei. Es reduziert Ausfallzeiten, erhöht die Prozessgeschwindigkeit und ermöglicht eine wirtschaftliche, regelkonforme Betriebsführung – abgestimmt auf die jeweiligen Nutzungstypen.
Gegenstände des Ersatzteilmanagements Gegenstände des Ersatzteilmanagements im Facility Management Steckdosen, Schalter, Leuchtmittel, Leuchtenabdeckungen
Armaturen, Dichtungen, Siphons, WC-Sitze
Beschläge, Türschlösser, Scharniere
Lacke, Farben, Wandabschlussprofile
Schwellen, Sockelleisten, Einzelbeläge
Gitter, Abdeckungen, Schraubverbindungen
Betreiberverantwortung (nicht delegierbar) Sicherstellung der Verfügbarkeit sicherheitsrelevanter Ersatzteile
Definition der Ersatzteilstrategie (z. B. Vorratshaltung, Liefervereinbarungen)
Wirtschaftlichkeitsanalyse zur Lagerhaltung
Festlegung von Mindestbeständen (kritische Komponenten)
Organisation der Dokumentation im CAFM
Delegierbare Pflichten Lagerführung und Nachbestellung
Lieferantenkommunikation und -auswahl
Technische Wareneingangsprüfung
Verwaltung von Entnahmen und Rücklieferungen
Inventur und Bestandsabgleich
Relevante rechtliche Vorgaben Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) – nur zugelassene Ersatzteile verwenden
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) – Ersatz von sicherheitsrelevanten Komponenten
VOB/B – Gewährleistungsersatz nur durch zugelassene Ersatzteile
Vergaberecht (UVgO/VOB/A) – bei öffentlicher Ersatzteilbeschaffung
DIN ISO 9001 – Dokumentations- und Rückverfolgbarkeitspflichten
Technische Normen und Standards DIN EN 45545-5 / DIN 31051 / DIN EN 13306 – Ersatzteilklassifikation und Wartung
VDI 2893 – Ersatzteilmanagement und Lagerlogistik
DIN EN ISO 55000 ff. – Asset- und Lebenszyklusmanagement
Herstellerspezifische Ersatzteilkataloge – Kompatibilität und Gewährleistung
Nutzungsspezifische Anforderungen kurze Reaktionszeiten, Just-in-Time-Verfügbarkeit
standardisierte Ersatzteile, optische Gleichheit
hygienekonforme Lagerung, HACCP-konform
sicherheitsrelevante Bauteile, Höhenzugang
Vandalismusresistenz, wetterfeste Teile, 24/7-Service
Digitalisierung im Ersatzteilmanagement Ersatzteildatenbanken im CAFM-System
Barcode-/QR-Code-gestützte Lagerführung
Echtzeit-Bestandstracking und Warnmeldungen bei Mindestmengen
Verknüpfung mit Reparatur-, Inspektions- und Wartungsaufträgen
Dashboards für Verbrauchsanalyse und Budgetsteuerung
Key Performance Indicators (KPI) ≥ 98 %
monatlich
≥ 95 %
quartalsweise
< 3 AT
laufend
> 4x/Jahr
jährlich
Service Level Agreements (SLA) ≥ 99 %
jederzeit
≤ 1 AT
automatisch
≤ 4 h
werktags
Experience Level Agreements (XLA) ≥ 90 %
≥ 95 %
≥ 85 % Zustimmung