Leistungsverzeichnis Klima- und Lüftungsarbeiten
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Leistungsverzeichnis Klima- und Lüftungsarbeiten
Dies Los bezieht sich auf Klima- und Lüftungsarbeiten, also alle Maßnahmen rund um raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen), Klimageräte und Lüftungssysteme in Ihren Gebäuden. Dies umfasst z.B. die Instandhaltung von zentralen Lüftungsanlagen (einschl. Filterwechsel, Keilriemenwechsel an Ventilatoren, Reinigung von Lüftungskanälen), Reparaturen oder Austausch von Komponenten (Ventilatoren, Wärmetauscher, Klimakompressoren, Steuer- und Regeleinrichtungen für Lüftungsanlagen), sowie ggf. Einbau von Split-Klimageräten oder mobilen Klimaanlagen, falls in einzelnen Räumen erforderlich. Ebenso zählen dazu Maßnahmen an Entrauchungsanlagen oder Parkhaus-Lüftungen, falls bei Ihnen vorhanden.
Insgesamt sorgt das Leistungsverzeichnis dafür, dass Sie einen Partner finden, der das Raumklima in Ihren Einrichtungen stets im Griff behält. Ob regelmäßige Filterwechsel oder akuter Kompressortausch – alles ist beschrieben und kann über vereinbarte Einheitspreise schnell beauftragt werden. Die Beschreibungen erfolgen auch hier neutral (z.B. Nennung von Lüftungsquerschnitten und Leistungsdaten statt Herstellernamen von Geräten) und im Einklang mit den einschlägigen Normen (etwa VDI 6022 für Hygienebelange bei Lüftungsanlagen oder die Kälteanlagenverordnung für Kältemittelhandhabung).
Leistungsverzeichnis für Klima- und Lüftungsarbeiten
- Allgemeine
- Lüftungsanlagen
- Luftkanal
- Luftaufbereitung
- Kälteerzeugung
- Regelungstechnik
- Gebäudeleittechnik
- Prüfeinrichtungen
- Brandschutzdurchführungen
- Rückbau
Allgemeine Anforderungen und Vorbemerkungen
Geltende Normen und Richtlinien: Alle Arbeiten und Komponenten sind herstellerneutral zu beschreiben und auszuführen nach den aktuellen anerkannten Regeln der Technik. Insbesondere sind die Vorgaben aus DIN 1946 (Raumlufttechnik), VDI 6022 (Hygieneanforderungen an RLT-Anlagen), VDI 3803 (technische Anforderungen an zentrale/dezentrale RLT-Geräte), VDI 2078 (Kühllastberechnung), DIN EN 378 (Sicherheit von Kälteanlagen), VDI 2047 (hygienischer Betrieb von Rückkühlwerken), DIN 4102 (Brandschutz im Hochbau) und DIN 4109 (Schallschutz) sowie die Energieeinsparverordnung/GEG einzuhalten. Lüftungs- und Klimaanlagen sind energieeffizient, hygienisch einwandfrei und wartungsfreundlich zu planen und zu betreiben. Dies umfasst u. a. ausreichende Revisionsöffnungen, glatte und korrosionsbeständige Oberflächen, sowie filter- und gerätegerechte Zugänglichkeiten gemäß VDI 6022.
Gebäudetypen und Nutzungsprofile: Das Leistungsverzeichnis gilt für sämtliche Gebäudetypen der Stadtwerke Rostock AG – von Büros und Verwaltungsgebäuden über technische Betriebsräume, Werkstätten bis hin zu Hallen und Lagerbereichen. Die Leistung ist jeweils an die spezifischen Anforderungen anzupassen (z. B. höherer Luftwechsel in Werkstätten, robustere Ausführungen in Industriehallen, besondere Hygiene in Büroräumen gemäß VDI 6022). Für jede Nutzung ist eine angemessene Raumluftqualität sicherzustellen. Insbesondere sind automatische Luftqualitätsregelungen vorzusehen, z. B. bedarfsgesteuerte Lüftung über CO₂-, VOC- oder Feuchtesensoren, um stets ausreichend Frischluft bei minimalem Energieeinsatz zu liefern.
Wartungsfreundlichkeit und Hygiene: Alle Anlagenteile sind so auszulegen, dass eine einfache Instandhaltung und Reinigung möglich ist. Es sind Wartungsgänge und Revisionsöffnungen nach DIN EN 12097 (Revisionsöffnungen in Luftleitungen) vorzusehen. Filter, Wärmetauscher und Befeuchter müssen leicht zugänglich und tauschbar sein. Werkstoffe und Konstruktion der RLT-Geräte müssen Ablagerungen minimieren und eine regelmäßige Hygieneinspektion nach VDI 6022 ermöglichen. Zudem sind die Anlagen gemäß EnEV/GEG energetisch zu optimieren (wärmegedämmte Leitungen, hocheffiziente Ventilatoren mit EC-Motoren, Wärmerückgewinnung ab erforderlichen Leistungsgrößen etc.).
Positionsnummern und Arten: Die folgenden Leistungspositionen sind GAEB-konform gegliedert. Angegeben werden Positionsnummer, Einheit, geschätzte Menge, Kurztext, Langtext und Positionsart:
Grundposition (GP): Regelleistungen, die im Rahmenvertrag typischerweise auszuführen sind.
Bedarfsposition (BP): Leistungen, die nur bei Bedarf abgerufen werden (Optionalpositionen, die im Angebot mit Preisen zu versehen sind, aber erst bei Abruf beauftragt werden).
Zulage (Z): Zusätzliche Leistungen/Mehrkosten, die nur in Verbindung mit bestimmten Grund- oder Bedarfspositionen anfallen (z. B. besondere Ausführungsbedingungen, Mehraufwand).
Pos. 1.1.1: Zentrale RLT-Kompaktanlage (Zuluft/Abluft) mit Wärmerückgewinnung (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Zentrale Lüftungsgerät komb. Zu-/Abluft, ca. 5.000 m³/h, mit WRG, Filter, Ventilator, Kühler, Erhitzer.
Langtext: Kompakte raumlufttechnische Zentralanlage für die Be- und Entlüftung mehrerer Räume oder Gebäudebereiche. Ausführung als isoliertes Kompaktgerät in Doppelwandeinhausung (innen glatt, korrosionsbeständig) mit folgenden Hauptkomponenten: Zuluft- und Abluftventilator (regelbar, hocheffizient nach ErP-Vorgaben), Wärmeübertrager zur Wärmerückgewinnung (mit einem thermischen Wirkungsgrad ≥ 73 % entsprechend Effizienzklasse H3 nach DIN EN 13053, sofern Luftmenge > 4.000 m³/h, gemäß GEG §68), Filterstufen (mind. ePM1 55% nach ISO 16890 für Zuluft, ePM10 für Abluft), optional Kühl- und Heizregister sowie Befeuchtersektion (je nach Anforderung). Das Gerät ist hygienegerecht nach VDI 6022 konstruiert (leicht reinigbar, Kondensatablauf mit Geruchsverschluss, keine mikrobiologisch kritischen Materialien). Schalldämmende Innenauskleidung oder eingebaute Schalldämpfer zur Einhaltung der Schallpegel gemäß DIN 4109. Integrierte Brandschutzklappen an Wanddurchführungen gemäß DIN 4102 (Feuerwiderstandsklasse mind. T90) oder europäisch EN 1366. Steuerung: Vorrüstung für externe DDC-Regelung (siehe Kapitel 5) mit Möglichkeit der Volumenstromregelung nach Bedarf (CO₂-/Temperatursteuerung).
Montage: Aufstellen am vorgesehenen Ort inkl. Anschluss an Luftkanalsystem, Dachaufstellung mit Witterungsschutz falls erforderlich. Kran- und Hebezeugkosten sind inbegriffen. Abnahme der Anlage mit Prüfprotokoll, Dichtheitsprüfung nach DIN EN 12599. Dokumentation: Lüftungsschema, Revisionsunterlagen, Einregulierungsprotokolle.
Pos. 1.1.2: Teilklimaanlage / Lüftungsgerät mit Kühlfunktion (Rack- oder Schrankgerät) (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Teilklima-Zentralgerät (Innenraumaufstellung) inkl. direkter Kühlfunktion.
Langtext: Teilklimaanlage für spezielle Bereiche (z. B. Serverraum, Labore) mit integrierter Kälteerzeugung. Kompaktes RLT-Gerät zur Innenaufstellung, bestehend aus Zuluft- und Abluftventilator, Filter, direkter DX-Kühlsektion (integrierter Kompressionskältekreislauf mit Kältemittel z. B. R410A) zur Wärmeabfuhr, optional Elektro- oder Warmwasser-Nacherhitzer. Kälteleistung ca. 10 kW, für Raumtemperaturhaltung in Technikanwendungen. Gerät im Umluft- oder Mischluftbetrieb, mit externen Verflüssigungseinheit (Kondensator) falls erforderlich, oder als Monoblock. Steuerungs- und Überwachungsfunktionen integriert, Fernmeldungen an Gebäudeleittechnik möglich. Aufstellung inkl. aller Anschlüsse (Kältemittelleitungen, Kondensatableitung, Elektroanschluss). Besondere Anforderungen: Einhaltung DIN 1946-4 für RLT-Anlagen in sensiblen Bereichen (z. B. technische Betriebsräume), redundante Ausführung falls gefordert. Kältekreis mit Sicherheitseinrichtungen gemäß DIN EN 378 (Hochdruckschalter, Sicherheitsventile, Kältemittelleckage-Detektion bei Innenaufstellung). Wartungsfreundlicher Aufbau, Filter wechselbar von Gerätvorderseite. Inbetriebnahme inkl. Funktionsprüfung Kühlbetrieb.
Pos. 1.2.1: Dezentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung (bis 100 m³/h) (Einheit: Stück, Menge: 2, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Wand-Einzelraumlüfter dezentral mit WRG, ca. 50–100 m³/h.
Langtext: Einzelraumlüftungsgerät zur kontrollierten Be- und Entlüftung einzelner Räume (z. B. Büroräume, Besprechungsräume) ohne zentrales Kanalsystem. Wand- oder Deckengerät in kompakter Ausführung mit integrierter Wärmerückgewinnung (z. B. Kreuzgegenstrom-Plattenwärmetauscher oder regenerativer Keramikspeicher), Wirkungsgrad typ. > 80 %. Betrieb als Pendellüfter (Wechsellüftung) oder mit zwei Ventilatoren (gleichzeitige Zu-/Abluft). Leistung: Fördervolumen einstellbar, mind. 50 m³/h je Richtung. Ausstattung: Filter für Zu- und Abluft (wechselbar von Raumseite, Filterklasse z. B. ISO Coarse 60%/ISO ePM1 50%), leiser EC-Ventilator mit max. 35 dB(A) in 1 m Abstand bei Nennvolumenstrom (Wohn-/Büroraumtauglich gemäß DIN 4109). Steuergerät mit Stufenschalter oder bedarfsgerechter Automatiksteuerung (z. B. integrierter Feuchte- oder CO₂-Sensor). Gerät mit Innenblende und Außenhaube (witterungsbeständig, inkl. Insektenschutz).
Montage: Kernbohrung durch Außenwand, Einbau des Lüfters inkl. aller Dichtungen und Befestigungen, Außenabschluss sauber an Fassade angeschlossen. Kondensatfrei im Betrieb (Betriebsweise geeignet oder Kondensatablauf nach außen). Hygiene: Reinigung und Filterwechsel nach VDI 6022, Teile leicht entnehmbar.
Pos. 1.2.2: Abluftventilator (dezentral, Kleinraum) inkl. Nachlaufsteuerung (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Kleinraum-Abluftventilator (z. B. WC) mit Feuchtesteuerung.
Langtext: Dezentrales Abluftgerät für einzelne Räume wie Sanitärzellen, WCs oder kleine Technikräume. Wand- oder Deckenventilator in radialer oder axialer Ausführung, Förderleistung ca. 100 m³/h, geeignet für direkten Wandausblas oder Kanalanschluss DN 100/125. Mit integrierter Steuerung (Nachlaufrelais, Feuchte- oder Präsenzsensor zur bedarfsgerechten Aktivierung). Gehäuse aus Kunststoff oder korrosionsgeschütztem Metall, Rückschlagklappe oder automatischer Verschluss im Ruhezustand zur Vermeidung von Kaltluftströmung. Schalldruck max. 35–40 dB(A) in 1 m, vibrationsarmer Lauf. Anschluss an Lichtschalter oder separaten Schalter, 230 V. Montage: Einbau in Wand-/Deckenöffnung, elektrische Zuleitung anschließen, Funktionstest. Abluftführung gemäß DIN 18017-3 falls notwendig (für innenliegende Bäder). Gerät entspricht DIN 1946-6 Vorgaben für Lüftung von Bädern ohne Fenster (Sicherstellung des Luftabzugs). Wartung: leicht zugängliches Laufrad zur Reinigung.
Pos. 1.3.1: Zentrales Abluftsystem für Sanitärbereich/Teeküchen (Ventilator + Steuerung) (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Abluftventilator (Dach- oder Zwischendeckengerät) ca. 300 m³/h für Sanitärbereiche.
Langtext: Zentrale Abluftanlage zur Entlüftung mehrerer kleiner Räume (Sanitärgruppe, Umkleiden, Teeküche). Bestehend aus einem kanalangebundenen Abluftventilator (typ. Radialventilator in schallgedämmtem Gehäuse) mit Fördervolumen ca. 300 m³/h bei 150 Pa. Aufstellung wahlweise als Dachventilator (Wetterschutzhaube, direkte Montage auf Dachfläche/Dachaufsatz) oder als Zwischendeckengerät im Installationsraum, inkl. Schalldämmung zur Gebäudedurchdringung. Steuerung: zentrale oder dezentrale Ansteuerung über Lichtschalter der Räume (Nachlaufrelais) oder über Bedarfssensorik (Feuchte-/Präsenzmelder in Räumen, zentrale Steuerbox). Volumenstrom einregelbar je Anschlussstrang (Drosselklappen oder Volumenstromregler in Leitungen). Das System erfüllt DIN 18017 (Lüftung innenliegender Räume) und DIN 1946 hinsichtlich Mindestluftwechsel. Geräuschdämmung: Ventilatorgehäuse schallisoliert, ggf. Einbau von Schalldämpfern in Abluftleitung (siehe Kapitel 2) zur Einhaltung Schallpegel.
Montage: Lieferung und Montage des Ventilators inkl. aller benötigten Befestigungen (Dachkonsole bei Dachgerät, Abhänger bei Deckengerät), Anschluss ans Luftleitungsnetz (Leitungen siehe Kapitel 2) und ans Stromnetz. Inbetriebnahme mit Funktionsprüfung aller Steuerfunktionen.
Pos. 1.3.2: Abluftanlage Technikraum/Labor mit Sicherheitsanforderungen (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Abluftsystem für Technik/Labor (ex-geschützter Ventilator, Notsteuerung).
Langtext: Spezial-Abluftanlage für technische Räume oder Laborbereiche, in denen Abluft mit besonderen Anforderungen (z. B. explosionsgefährdet, korrosiv oder heiß) abgesaugt wird. Ausführung des Ventilators in ATEX-schutzart (Ex II G oder ähnlich, motor out of airstream) bei Ex-Bereichen, bzw. aus hochbeständigem Material (z. B. PPs-Kunststoff) bei chemisch aggressiver Abluft. Volumenstrom auf Anforderung dimensioniert (z. B. 500 m³/h). Steuerung: Separater Notausschalter und ggf. Brandfallsteuerung (Abschaltung oder Notlauf über Brandmeldeanlage). Komponenten: Abluftventilator mit Motor auf Schwingungsdämpfern, Funkenfreies Laufrad, Erdungsanschlüsse. Rückluftsperrklappen oder Sicherheitsklappen in Leitungen.
Montage: Lüftermontage auf Konsolen, gasdichte Abdichtung von Durchführungen, elektrische Installation mit ex-geschützten Komponenten. Einhaltung aller relevanten Sicherheitsvorschriften (z. B. BetrSichV, Ex-RL). Dokumentation der Ex-Schutz-Maßnahmen, Abnahme durch Sachverständigen falls erforderlich.
Pos. 2.1: Luftkanalsystem (rechteckig) aus verzinktem Stahlblech, Montage inkl. Formteile (Einheit: m² Oberfläche, Menge: 100, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Rechteck-Luftkanäle verzinkt, Luftleitungsnetz inkl. Formteile, Dichtheitsklasse B.
Langtext: Lieferung und Montage von Luftkanälen rechteckig aus verzinktem Stahlblech nach DIN EN 1505/DIN EN 1507. Blechdicke entsprechend Kanalmaß (z. B. 0,7 mm bis 1000 mm Seitenmaß). Inkl. aller erforderlichen Formstücke (Bögen, Abzweige, Reduzierungen, etc.) in gleicher Ausführung. Kanäle dicht verfalzt oder verschweißt, Luftdichtheitsklasse mind. B nach DIN EN 12237. Befestigung mittels geeigneter Aufhängungen/Traversen, Abstand gemäß Statik und DIN EN 12236. Isolierung: (separat in Pos. 2.7 beschrieben; gegebenenfalls innenliegende Schallschutzisolierung wenn erforderlich). Besonderheiten: Innenflächen frei von Graten und Verunreinigungen, vor Montage gereinigt; bei Bedarf Auskleidung mit Antidröhn-Matten zur Körperschalldämpfung. Revisionsöffnungen: Abmessung mind. 150×150 mm, alle ~3 m sowie vor wichtigen Komponenten, gemäß VDI 6022 für Reinigungszwecke. Brandschutz: Durchführung durch feuerbeständige Wände/Decken in Kombination mit Brandschutzklappen gemäß Pos. 2.4 und Brandschotts Pos. 8.1. Nach
Montage: Dichtigkeitsprüfung nach DIN EN 12599 (Prüfverfahren), Leckagen beheben. Maße und Trassen gemäß Plan, Anpassungen vor Ort in Absprache. Oberflächen galvanisch verzinkt mind. Z275, korrosionsgeschützte Schrauben und Gewindestangen.
Pos. 2.2: Lüftungsrohre (rund) aus verzinktem Stahlblech, Spiralrohr inkl. Formteile (Einheit: m, Menge: 50, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Rundes Luftrohr (Spiralfalzrohr) DN 125–500, verzinkt, mit Formteilen, Dichtklasse C.
Langtext: Montage von runden Luftleitungen (Spiralfalzrohre) aus verzinktem Stahlblech nach DIN EN 12237 in verschiedenen Nennweiten (DN 125, DN 160, DN 200, DN 250, DN 315, DN 400, DN 500, je nach Erfordernis). Inkl. aller passenden Formteile: Segmentbögen (max. 15°-Segmente), T-Stücke/Abzweige (Abgang mit Einsteckstutzen und Gummidichtung), Reduzierstücke konzentrisch/exzentrisch, Enddeckel etc. Muffen oder Steckverbindungen mit werksseitig aufgebrachter Dichtung (Lippe) für luftdichte Verbindung, Dichtheitsklasse C (bei Bedarf auch höher, z. B. bei VL-Anlagen mit hohem Druck). Befestigung mit Rohrschellen, Stockschrauben oder Bandaufhängungen gemäß Montagevorschrift; Ausrichtung fluchtend und spannungsfrei.
Schalldämmung: Falls erforderlich, kritische Leitungsabschnitte mit schalldämmender Einlage oder Entkoppelung (ggf. siehe Schalldämpfer Pos. 2.3).
Hygiene/Wartung: Alle 10 m und an Umlenkungen sind Reinigungsöffnungen (z. B. Deckel mit Dichtung und Schnellverschlüssen) vorzusehen, min. DN 100 Öffnung, entsprechend VDI 6022.
Korrosionsschutz: Verzinkung mind. 275 g/m²; bei Außenführung oder Feuchträumen ggf. zusätzlicher Anstrich bzw. Verwendung von Edelstahlrohr (als separate Zulage-Position, falls gefordert). Einbindung in Brandschutzmaßnahmen an Durchführungen (Brandschutzmanschetten oder -klappen, Pos. 2.4/8.1). Nach Fertigstellung: visuelle Kontrolle auf Dichtheit und festen Sitz aller Verbindungen.
Pos. 2.3: Einschub-Schalldämpfer für Lüftungskanal/Rohr, Breitbandabsorption (Einheit: Stück, Menge: 4, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Kanal-Schalldämpfer (Kulissen- oder Rohrschalldämpfer) für Lüftungsanlage.
Langtext: Schalldämpfer zur Geräuschreduzierung im Lüftungsnetz, passend zum Kanal- bzw. Rohrquerschnitt. Ausführung je nach Leitungsart: bei rechteckigen Kanälen als Kulissenschalldämpfer mit Mineralwolle- oder Melaminharzfüllung (nicht brennbar, imprägniert, Abreißfestigkeit gemäß DIN 4102) zwischen Lochblechabdeckung, Länge ca. 1,0–1,5 m; bei runden Leitungen als Rohrschalldämpfer (perforiertes Innenrohr, außen verzinkt, dazwischen Absorbermaterial).
Dimensionierung: Dämpfungsmaß mind. 10 dB(A) im Gesamtpegel, spezifisch über Frequenzen gemäß Erfordernis, um Grenzwerte nach DIN 4109 in den Aufenthaltsräumen einzuhalten. Strömungsgünstige Abschlüsse (Ein- und Ausströmdüsen oder aerodynamische Kulissenformen) zur Minimierung des Druckverlustes.
Hygiene: Absorbermaterial faserfest fixiert oder mit Schutzvlies, keine Faserabtragung in Luftstrom (VDI 6022-konform); optional glatte Auskleidung (Melaminharz) in sensiblen Bereichen.
Montage: Einbau in Lüftungsleitung an den vorgesehenen Stellen (z. B. vor empfindlichen Räumen oder hinter Ventilatorauslässen). Befestigung dicht und spannungsfrei (ggf. Flansche mit Dichtung oder Steckverbindungen mit Dichtband). Kennzeichnung der Einbaulage (Markierung für Wartung). Nach Einbau: Messung Restschallpegel und ggf. nachträgliche Optimierung (Einregelung von Volumenstrom, etc.). Wartungshinweis: regelmäßige Sichtprüfung auf Verschmutzung und Beschädigung, ggf. Reinigung oder Filtervlieswechsel.
Pos. 2.4: Brandschutzklappe (BSK) mechanisch, zweiflügelig bis 630×630 mm (EI90) (Einheit: Stück, Menge: 6, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Brandschutzklappe (rechteckig oder rund) F90, mechanisch auslösend, inkl. Einbau.
Langtext: Brandschutzklappe zur automatischen Verschließung von Lüftungsleitungen bei Brand gemäß DIN 4102 und DIN EN 1366-2. Nennweite bzw. lichter Querschnitt bis ca. 0,4 m² (z. B. 630×630 mm oder Ø 315 mm). Ausführung: Gehäuse verzinkt, Feuerwiderstandsklasse EI 90 (ggf. S), Zulassung vom DIBt für Lüftungsleitungen in Massivwänden/-decken. Klappenblatt in Leichtbauweise, lösbare Auslösung durch Schmelzlotsicherung (Standard ~72 °C) und Federschluss.
Montage: Einbau in Wand- oder Deckendurchführung bündig, mit Brandschutzmörtel oder -masse dicht in der Bauteilöffnung verkeilt. Inklusive aller Befestigungsmaterialien, Winkelrahmen und Anschlussrahmen für luftdichten Kanalanschluss. Sicherung gegen Verrutschen, Einbaulage und Strömungsrichtung gemäß Herstellerkennzeichnung.
Ansteuerung: Standard mechanische Auslösung; bei Bedarf Vorbereitung für Rauchmelder-Auslösung oder motorische Antriebe (Rauchmelder und Stellantriebe als separate Position falls benötigt). Außen angebrachter Positionsanzeiger (mechanisch oder Mikroschalter) zur Funktionskontrolle.
Kennzeichnung: BSK mit dauerhafter Beschriftung (Typenschild, Schutzbereich). Nach Einbau: Funktionsprüfung jeder Klappe (manuelle Auslösung, Rückstellung), Prüfbuch-Eintrag. Die Brandschutzklappe erfüllt die Feuerwiderstandsdauer T90 nach DIN 4102-6 bzw. EN 13501-3 (E 90, I 90, S (optional)). Wartungsfrei gelagert, Wartung gemäß Hersteller und MLAR (jährliche Inspektion).
Pos. 2.5: Kältemittelleitung aus Kupfer (Isolation separat), Leitungsnetz für Split/VRF (Einheit: m, Menge: 30, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Kältemittelleitung Cu für Klima (DN 10 – 20, isoliert), inkl. Formstücke.
Langtext: Kältemittelleitungssystem aus Kupferrohr für Direktverdampfungskälte (Split-Klimageräte, VRF-Systeme). Rohrdimensionen abgestimmt auf Kälteleistung (z. B. 1/2″ und 1/4″ für Zu- und Rücklauf bei kleineren Splits, bis 1 1/8″ für größere VRF-Hauptleitungen). Lieferumfang: nahtlos gezogene Kupferrohre nach EN 12735-1, wandstärkegerecht für Kältemittel (z. B. 0,8–1 mm bei kleinen Durchmessern, höher bei größeren).
Verbindungen: Hartgelötet mit Silberlot (min. 40% Ag) unter Schutzgas (Stickstoff-Innenspülung während Lötung, Verhinderung von Oxidbildung innen) oder Pressfittings (Kältepresssystem mit O-Ring, sofern zugelassen). Alle Lötstellen mit Formstücken (Bögen, T-Stücke, Reduzierungen) ausgeführt, Kühlmittelflüsse strömungsgünstig.
Montage: Befestigung der Leitungen an Wand/Decke mit zweiteiligen Rohrschellen (mit Einlage gegen Schallübertragung), maximaler Halterabstand gemäß Rohrdurchmesser (z. B. 1,5 m bei 12 mm Rohr).
Isolierung: Siehe Pos. 2.7 (wird nach Druckprobe lückenlos angebracht, inkl. Armaturenisolierung).
Druck- und Dichtigkeitsprüfung: Vor Inbetriebnahme mit trockenem Stickstoff oder Prüfgas auf 1,1-fachen Betriebsdruck, Haltezeit nach DIN EN 378, Prüfung mit Lecksuchspray oder Blasenbildungsverfahren. Evakuierung mit Vakuumpumpe (< 2 mbar Restdruck) und Feuchtigkeitsentzug.
Kältemittel: für R410A/R32 oder aktuelle Kältemittel geeignet (hochdruckfeste Ausführung). Nach Verlegung: Beschriftung der Leitungen (Vor-/Rücklauf, Kältemittelart). Montage nur durch zertifizierte Kältefachkraft (Kategorie I gem. ChemKlimaschutzV). Übergabe mit Prüfprotokoll der Dichtheitsprüfung.
Pos. 2.6: Kaltwasserleitung (Verteilleitung für Kältemaschine/Fancoils) Stahl verzinkt (Einheit: m, Menge: 20, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Kaltwasser-Stahlrohrleitung DN 25–50, inkl. Schweißfittings, ohne Dämmung.
Langtext: Kaltwasser-Rohrleitungssystem zur Verbindung von Kaltwassersätzen, Rückkühlwerken, Umlaufkühlern und Verbraucher-Wärmetauschern (z. B. in RLT-Geräten oder Fan-Coils). Rohrmaterial: Stahlrohr nach EN 10255, mittelschwer, verzinkt (bei Bedarf schwarzes Rohr und separate Korrosionsschutzbeschichtung). Nennweiten je nach Volumenstrom (typ. DN 25 für ~5 kW, DN 40 für ~15 kW, DN 50 für ~30 kW; genaue Auslegung nach VDI 3803 und Druckverlustrechnung).
Verbindung: bis DN 50 Gewindemuffen und Gewindefittings (Temperguss) oder Schweißverbindungen (Stoßschweißen/WIG); ab DN 50 bevorzugt Schweißverbindungen oder Flansche.
Formstücke: Bögen, T-Stücke, Reduzierungen in passender Nennweite (gleiches Material, verzinkt). Absperrarmaturen sind nicht inbegriffen (siehe evtl. separates Leistungsverzeichnis MSR oder Armaturen).
Montage: Leitungstrassen gemäß Plan verlegen, mit Rohrschellen an Wand/Decke befestigt (Abstand ca. 2–3 m je nach DN, Ausdehnungspuffer berücksichtigen). Dehnungsbögen oder Kompensatoren vorsehen ab 20 m gerader Strecke oder bei Richtungsänderungen, Befestigungen teils gleitend, teils fixpunktartig.
Prüfung: Druckprobe mit Wasser oder inertem Gas auf 1,5-fachen Betriebsdruck, Dichtheit nachweisen.
Isolierung: Siehe Pos. 2.8 (Wärmedämmung separat auszuführen, insbesondere in unbeheizten Räumen gemäß GEG). Rohrleitungen erfüllen DIN 4140 (Dämmpflicht) und sind nach EnEV/GEG zu dämmen, um Kälteverluste und Tauwasserbildung zu vermeiden.
Pos. 2.7: Wärmedämmung für Luftleitungen (Kanäle/Rohre) gegen Wärmeverlust und Kondensat (Einheit: m², Menge: 50, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Dämmung von Lüftungskanälen/-rohren, Mineralwolle 30 mm (innen o. außen, je nach Bedarf).
Langtext: Wärme- und Kondensationsdämmung für Lüftungsleitungen gemäß EnEV/GEG. Außen liegende oder durch unbeheizte Bereiche geführte Zuluftleitungen erhalten eine Dämmung zur Vermeidung von Wärmeverlust bzw. Tauwasserbildung. Material: Mineralwolle-Dämmmatten oder -schalen, z. B. 30 mm stark (WLS 040) für Temperaturanhebung ≤ 15 K, diffusionsdicht kaschiert (Aluminiumfolie oder PVC-Mantel bei sichtbarer Verlegung). Alternativ bei Platzmangel: geschlossenzelliger Kautschuk (Armaflex o. ä.) ausreichender Stärke. Befestigung der Mineralwolledämmung mit verzinktem Draht oder selbstklebenden Matten, Stöße überlappend verklebt/abgedichtet.
Innenliegende Schalldämm-Matten: In Lufteinlass-/Auslassbereichen können optional innenliegende Dämmplatten (schallabsorbierend, z. B. Melaminharz) eingesetzt werden – diese müssen VDI 6022 entsprechen (kein Faseraustrag).
Ausführung: Lückenlose Dämmung aller Kanaloberflächen, auch Formteile. Bei Flanschen und Aufhängungen ebenfalls für thermische Trennung sorgen (z. B. Isoliersättel).
Brandschutz: Dämmmaterial nicht brennbar (A1/A2 nach DIN 4102).
Nacharbeit: Abschlüsse dicht an Durchdringungen (Wände/Decken) – ggf. Verwendung von Brandschutz-Dämmmaterial in diesen Bereichen. Kontrolle: keine Wärmebrücken, Außenfläche der Dämmung raumseitig trocken (Kondensatprüfung). Dämmstärke entspricht GEG-Vorgaben für Lüftungsleitungen (z. B. innenliegende Abluft nicht beheizter Bereich 20 mm, Zuluft 40 mm etc., soweit erforderlich).
Pos. 2.8: Kältedämmung für Rohrleitungen (Kältemittel/Kaltwasser), geschlossenzelliger Schaum (Einheit: m, Menge: 30, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Dämmung von Kälte-Rohrleitungen, Armaflex o. glw. 19–32 mm, inkl. Stöße verklebt.
Langtext: Kälte-Isolierung für Rohrleitungen der Kälteanlagen (Kältemittelleitungen, Kaltwasser- und Soleleitungen) zur Vermeidung von Tauwasserbildung und Energieverlust. Material: elastomerer geschlossenzelliger Dämmstoff (z. B. AF/Armaflex, Kaiflex) mit hoher Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl (µ ≥ 10.000). Dämmstärke entsprechend Rohr-Außendurchmesser und Norm (z. B. 19 mm bei Cu-Leitung 3/8″–1/2″, 25 mm ab 3/4″, 32 mm ab 1 ¼″, gemäß GEG/EnEV-Anforderungen). Montage: Dämmschläuche über saubere, trockene Rohre ziehen oder Dämmplatten passgenau um Rohr wickeln.
Klebeverbindungen: Alle Stöße, Längsnähte und Anschlüsse sind vollflächig mit vom Hersteller empfohlenem Kleber zu verkleben (keine Unterbrechungen in Dampfsperre). Besondere Sorgfalt bei Formteilen: vorgeformte Bögen/T-Stücke verwenden oder Gehrungsschnitte anfertigen, anschließend ebenfalls verkleben.
Durchdringungen: An Wänden/Decken Dämmschicht nicht unterbrechen; ggfs. vorgeformte Manschetten oder Dämmdichtmasse nutzen.
Feuerwiderstand: Material mindestens schwer entflammbar (B1 nach DIN 4102 oder Class B s3 d0 nach EN 13501-1), ggf. Brandschutzbandagen in kritischen Bereichen (separate Position falls benötigt).
Nach Fertigstellung: Sichtprüfung auf lückenlose Isolierung, Dichtheit der Hülle (keine offenen Fugen). Kennzeichnung der Leitungen über der Dämmung (Medienart, Flussrichtung, z. B. mittels farbiger Bänder oder Schild). Im Betrieb sicherstellen, dass keine Kondenswasserbildung auftritt; falls doch, Isolierung nachbessern.
Pos. 3.1: Austausch-/Ersatz-Filtereinsatz für RLT-Anlagen (Zuluft) ePM1 55% (Einheit: Stück, Menge: 10, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Zuluft-Filterelement (Kassetten- oder Taschenfilter) ISO ePM1 55% (F7) für RLT.
Langtext: Filterelement zur Aufbereitung der Zuluft in RLT-Anlagen, als Austauschteil oder Ergänzung. Typ: Taschenfilter oder Filterkassette (je nach Gerät) der Filterklasse ISO ePM1 55% (entspricht früher F7), für Feinstaubabscheidung entsprechend DIN EN 779/ISO 16890. Abmessungen passend zu gängigen Normrahmen (z. B. 592×592 mm für Taschenfiltermodul). Rahmen aus verzinktem Stahl oder schlagfestem Kunststoff, Filtermedium synthetisch oder Glasfaser, nicht hygroskopisch, mikrobiologisch inert (VDI 6022 konform).
Luftleistung: z. B. Nennvolumenstrom 3.000 m³/h je Filtermodul bei Enddruckverlust 300 Pa.
Einbaulage: steck- oder klemmbar in vorhandene Filterrahmen mit Dichtung (nachzurüsten falls nötig).
Lieferung und Einbau: Austausch eines verbrauchten Filters im Gerät oder Neuinstallation eines zusätzlichen Filtergrades. Beim Einbau hygienisch einwandfrei arbeiten (Handschuhe, keine Beschädigung des Mediums, alte Filter als Sondermüll entsorgen).
Kennzeichnung: Filter mit Einbaudatum und Filterklasse markieren.
Optional: Abluftfilter (ISO ePM10 50%, ehemals M5) als Vorfilter für Wärmerückgewinnung oder Umluft – bei Bedarf gleiche Abmessungen und Handhabung (Preise vergleichbar). Die Filter entsprechen den Hygiene-Anforderungen der VDI 6022 (keine Nährbodenbildung, frei von mikrobiellen Rückständen).
Pos. 3.2: Ventilator-Einheit (Austausch) für Lüftungsanlage, Radialventilator mit EC-Motor (Einheit: Stück, Menge: 2, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Radialventilator (Plug-In Fan) EC, ca. 2 kW, Ersatz-/Neulüfter für RLT-Zentrale.
Langtext: Ventilator-Komponente zur Förderung von Zu- oder Abluft in RLT-Anlagen, beispielsweise als Ersatz für defekte oder ineffiziente Lüfter in bestehenden Anlagen oder als separate Förderstufe in neuen Anlagen. Ausführung: direktangetriebener Radialventilator (Plug-Fan ohne Gehäuse oder mit Spiralgehäuse je nach Einbausituation) mit EC-Motor (drehzahlsteuerbar, hoher Wirkungsgrad, integrierter Elektronik) oder IE3/IE4-Drehstrommotor mit Frequenzumrichter. Luftleistung z. B. 5.000 m³/h bei 800 Pa extern (Arbeitspunkt variabel), Laufrad: rückwärtsgekrümmt (hoher Wirkungsgrad) oder vorwärtsgekrümmt (geringer Geräusch), statisch/dynamisch ausgewuchtet nach ISO 21940.
Einbauabmessungen: passend zur vorhandenen Anlage (Modulgröße angeben) oder Flansche nach Norm.
Montage: Lieferung inkl. Grundrahmen oder Einbaublech, Austausch in vorhandener Lüftungszentrale oder Einsetzen in neuen Kanalabschnitt. Ventilator elastisch gelagert (Schwingungsdämpfer) und mittels flexibler Stutzen an Luftleitungen angebunden, um Körperschallübertragung zu minimieren (ggf. entsprechende Zulage Pos. 8.2).
Anschluss: Elektroanschluss 400 V 3~ oder 230 V 1~ (bei kleineren), Zuleitung und Steuerkabel zum Regelgerät.
Steuerung: Übergeordnete Regelung via 0-10 V Signal oder MODBUS/BACnet (inkl. Adressierung, sofern EC-Motor busfähig).
Inbetriebnahme: Drehfeld prüfen (bei AC-Motor), einregeln auf Soll-Volumenstrom nach Planung (Volumenstrommessung, z. B. Strömungsmesspropeller im Ventilator oder Messblende im Kanal verwenden). Ventilatortausch inkl. Entsorgung Altgerät. Der Ventilator entspricht den ErP-Ökodesign-Anforderungen (Verordnung (EU) 327/2011 für Ventilatoren) und erfüllt den Hygienestandard VDI 6022, sofern in RLT-Geräten für Aufenthaltsräume eingesetzt (leicht reinigbar, Motorkühlrippen zugänglich).
Pos. 3.3: Wärmerückgewinnungs-Einheit (WRG) als Plattenwärmetauscher oder Rotor, Nachrüstung/Austausch (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: WRG-Modul (Plattenwärmetauscher H3 oder Rotationswärmetauscher), nachrüstbar.
Langtext: Wärmerückgewinnungseinheit zur Rückgewinnung von Wärme aus der Abluft zur Vorwärmung der Zuluft, einsetzbar in zentralen Lüftungsanlagen zur Energieeinsparung. Ausführung entweder als Plattenwärmeübertrager (Kreuz- oder Gegenstrom, Luft/Luft, ohne Feuchterückgewinnung, Bypass-Klappe integriert für Sommer) oder als Rotationswärmetauscher (sorptionsbeschichteter Wärmerad mit Feuchterückgewinnung). Wirkungsgrad je nach Typ: 70–85% (Platte) bzw. 75–90% (Rotor) unter Nennbedingungen, mindestens Klasse H3 nach DIN EN 13053. Gehäuse/Rahmen in Normabmessungen passend zu vorhandener Anlage (z. B. 610×610 mm Module stapelbar für Plattenwärmetauscher).
Einbau: Als Austausch für defekte/nicht vorhandene WRG in einem bestehenden RLT-Gerät oder als Zusatzmodul im Kanal (benötigt dann Bypass- und Drosselklappen). Beim Rotationswärmetauscher: inkl. Antriebsaggregat (Getriebemotor, Regelung mit stufenloser Drehzahlsteuerung) und Dichtsatz zur Minimierung von Leckluft (< 5%).
Steuerung: Integration in MSR, z. B. Ansteuerung der Bypassklappe (sommerliche Lüftung) und Frostschutz (bei Plattenwärmetauscher Umluft-/Vorlauftemperaturregelung oder elektrische Vorheizung falls nötig). Hygiene: Bei Rotations-WRG Tropfenabscheider oder Sicherheitsabstand, um Übertragung von Feuchte/Staub zu minimieren; bei Platten-WRG Kondensatablauf vorsehen, sofern Kondensation auftritt, mit Geruchsverschluss.
Dokumentation: Herstellernachweis der Wärmerückgewinnungsrate und Druckverluste. Nachrüsten inkl. Anpassung von Blechverkleidungen und Dichtungen, Dichtigkeitsprüfung nach Einbau. Anlage nach Umbau weiterhin VDI 6022-gerecht (leicht zu reinigen, Zugang zu WRG-Flächen z. B. durch herausziehbare Register).
Pos. 3.4: Luftbefeuchter-Modul (indirekte Dampfluftbefeuchtung oder Adiabatsystem) für RLT (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Befeuchtereinheit (Dampf-Luftbefeuchter 10 kg/h oder adiabatisch mit Tropfenabscheider).
Langtext: Luftbefeuchtungseinrichtung zur Regelung der relativen Feuchte in der Zuluft, einzubauen in zentrale RLT-Anlagen bei Bedarf (z. B. Büros, Technikräume mit Anforderungen an konstante Feuchte). Ausführung je nach Anforderung:
Option A: Elektro-Dampfluftbefeuchter mit Dampfzylinder (elektrodengesteuert oder Heizstab), Leistung ca. 10 kg/h Dampferzeugung, Dampflanze im Zuluftkanal/RLT-Gerät integriert. Wasseranschluss, Enthärtungsanlage oder VE-Wasser nach Herstellerempfehlung, Kondensatablauf erforderlich.
Option B: Adiabatischer Befeuchter (Zerstäuber oder Befeuchtungspaket) mit Tropfenabscheider: z. B. Hochdruckdüsen-System mit Wasseraufbereitung oder Verdunstungsmatte aus Kunststoff/Aluminium, Befeuchterwirkungsgrad > 85%, zweistufige Tropfenabscheidung. Steuerung: Hygrostat/Hygrocontroller in der Zuluftstrecke und ggf. Raum- oder Abluftfeuchte-Sensor. Regelung der Feuchte genau im Komfortbereich (~45% r.F.), Begrenzung, um Kondensation im Kanal zu vermeiden (bei Dampf: ausreichende Verdampfungstrecke, bei adiabatisch: Luft muss genügend aufnahmefähig sein, ggf. Nachheizung). Hygieneanforderungen: System gemäß VDI 6022 Blatt 6 (dezentrale Befeuchtung) konzipiert – regelmäßige automatische Spülung, Desinfektionsmodi oder Materialauswahl verhindern Keimwachstum. Montage: Integration in RLT-Zentrale (Einbaurahmen, Serviceschacht für Befeuchterkammer mit Revisionsöffnung), Anschlüsse an Medien (Wasser, Abwasser, Strom) inklusive. Tropfwannen aus Edelstahl mit Gefälle zum Ablauf, Überlauf- und Leckagesensor falls vorgeschrieben. Inbetriebnahme: Parametrierung der Feuchteregler, Test der Abschaltung bei Erreichen Sollwert und bei Störung. Wartungshinweis: regelmäßige Reinigung/Inspektion alle 6 Monate gemäß VDI 6022. (Diese Position wird nur beauftragt, wenn eine Befeuchtung notwendig ist – Bedarfsposition).
Pos. 4.1: Split-Klimagerät (Single-Split) wand- oder deckenmontiert, 3,5 kW Kälteleistung (Einheit: Satz, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Split-Klimaanlage 3,5 kW (1× Innengerät, 1× Außengerät), inkl. Montage betriebsfertig.
Langtext: Single-Split-Klimagerät zur Raumkühlung (und optional Heizen per Wärmepumpenfunktion) in Büroräumen oder Technikräumen bis ~35 m². Leistung: Nenn-Kälteleistung ca. 3,5 kW, Heizleistung ~4 kW (bei +7 °C Außentemperatur), Energieeffizienzklasse mindestens A++. Kältemittel z. B. R32 (GWP-reduziert) oder gleichwertig, Füllmenge werksseitig für Standardleitungslänge (~5 m) vorgefüllt.
Innengerät: Wandgerät (oder Deckenkassette abgehängt, je nach Raumanforderung) mit leise arbeitendem Ventilator (Schallpegel Innengerät ca. 25–40 dB(A) je nach Stufe). Ausgestattet mit Feinstaub- und Geruchsfilter (austauschbar), schwenkbaren Luftauslasslamellen, Kondensatanschluss (Schwerkraftablauf oder Kondensatpumpe inkl.).
Außengerät: wetterfestes Außenteil für Boden- oder Wandmontage, mit Inverter-Verdichter (stufenlos modulierend) und geräuscharmem Propellerlüfter (Nachtmodus optional, max. ~50 dB(A) in 1 m).
Montage und Zubehör: Kernbohrung für Leitungseinführung, Verbindung von Innen- und Außeneinheit durch Kältemittelleitungs-Set (Cu-Rohr, gedämmt, typ. 1/4" und 3/8") gemäß Pos. 2.5, Länge bis 10 m inkl. elektrische Steuerleitung. Wandkonsole oder Bodengestell für Außengerät inkl. Schwingungsdämpfern.
Inbetriebnahme: Evakuierung, Kältemittelfüllung anpassen bei abweichender Leitungslänge, Dichtheitsprüfung, Probebetrieb in Kühl- und Heizmodus, Einstellung der Fernbedienung/Regelung (Temperatursollwert, Timer, etc.).
Regelung: Infrarot-Fernbedienung oder Wandthermostat; Betriebsarten: Kühl, Heiz, Automatik, Entfeuchtung, Ventilation.
Besondere Anforderungen: Aufstellort Außengerät so wählen, dass Schallimmission nach außen und innen die zulässigen Werte einhält (DIN 4109, TA Lärm), ggf. bauseitige Schallschutzhaube oder Abstand vergrößern (nicht enthalten). Kältemittelsicherheitsanforderungen gem. DIN EN 378 erfüllen (z. B. max. Füllmenge in Aufstellraum unterschreiten; bei R32 ≤ 0,061 kg/m³ Raumvolumen). Übergabe mit ausführlicher Bedienungsanleitung und Wartungshinweisen.
Pos. 4.2: VRF-Klimasystem (Variable Refrigerant Flow) mit einem Außengerät ~20 kW und 5 Inneneinheiten (Einheit: Anlage, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: VRF-Multisplit-Anlage (~20 kW, 5 Zonen), modulierend, inkl. Regelung und Verrohrung.
Langtext: VRF-Klima-System für ein Gebäude mit mehreren zu klimatisierenden Zonen (z. B. Bürotrakt mit 5 Räumen). Außengerät (Invertergeregelte Wärmepumpe) mit Kälteleistung ca. 20 kW (bei +35 °C außen) und Heizleistung ~22 kW (bei +7 °C), betrieben mit umweltfreundlichem Kältemittel (z. B. R410A oder R32, je nach Verfügbarkeit).
Inneneinheiten: 5 Stück in unterschiedlicher Ausführung je Raumtyp: z. B. 3 × Wandgerät 3,6 kW, 2 × Deckenkassette 5,0 kW. Alle Innengeräte mit elektronischem Expansionsventil, leisen Radialgebläsen (Schallpegel 25–45 dB(A)) und jeweils eigenem Kabelfernbedienungs-Controller (thermostatische Regelung pro Raum).
Leitungsnetz: Verzweigtes Kältemittelrohrnetz aus Kupfer (vgl. Pos. 2.5) mit speziellen VRF-Verteilern (Y-Stücke) und Ölausgleich. Max. Leitungslänge gesamt z. B. 80 m, längster Einzelast 30 m, Höhendifferenz zwischen Außen- und oberster Inneneinheit max. 15 m (Herstellergrenzen beachten).
Regelung und Betrieb: Zentrales Steuerungsmodul zur Koordination der Innengeräte, optional Anbindung an Gebäudeleittechnik (Modbus/BACnet Gateway). Simultaner Kühl-/Heizmodus bei Wärmerückgewinnungs-VRF (falls vorgesehen, 3-Leiter-System mit Heat Recovery) – hier nicht explizit enthalten außer angegeben.
Montage: Platzierung des Außengeräts auf Dach oder Fundament (Masse ~200 kg, Kranstellung inkl.), Installation der Innengeräte an vorgesehenen Positionen, Verrohrung löten und dämmen, Kondensatabläufe der Innengeräte verlegen (Gefälle oder Pumpe). Elektrischer Anschluss: Hauptstromversorgung zum Außengerät (z. B. 400 V Drehstrom) mit Absicherung; Steuerleitungen zu Innengeräten (Kommunikationsbus).
Inbetriebnahme: Evakuieren, VRF-spezifische Kältemittelcharge ermitteln (Füllmenge nach Leitungslänge und Verzweigungen), Kältemittel füllen, Dichtigkeitsprüfung per Formiergas und Lecksuchgerät. Systemstart, Parametrierung der zentralen Steuerung (Raum-Solltemperaturen, Betriebszeiten, ggf. Zugangscodes).
Prüfungen: Funktionskontrolle jeder Inneneinheit (Kühlen/Heizen, Lüfterstufen, Schwenklamellen), Gesamtanlage auf Volllast thermodynamisch prüfen. Die Anlage erfüllt EU-Ecodesign und FGK-Anforderungen an Teillasteffizienz (SEER > 6, SCOP > 4). Kältemittelsicherheit nach DIN EN 378 gewährleistet (Alarmierung bei Leckage optional). Abnahme mit Prüfprotokoll, Einweisung des Betreibers.
Pos. 4.3: Kaltwassersatz (Chiller) luftgekühlt, ca. 50 kW Kälteleistung, mit Freikühlfunktion (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Luftgekühlter Flüssigkeitskühlsatz 50 kW, Scroll-Verdichter, inkl. Hydraulikmodul.
Langtext: Kaltwassersatz zur zentralen Kälteversorgung größerer Gebäude oder Prozesse. Ausführung: luftgekühlter Kompressionskältesatz für Außenaufstellung, Nenn-Kälteleistung ca. 50 kW bei 7/12 °C Kaltwassertemperatur (Außentemperatur 35 °C). Kältemittel z. B. R454B oder R513A (GWP < 700, zukunftssicher).
Hauptkomponenten: 2 × Scroll- oder Schraubenverdichter (stufig oder invertergeregelt für Teillastoptimierung), Verflüssigerregister (Cu/Al-Lamellenwärmetauscher) mit Axialventilatoren (drehzahlgeregelt, EC-Motoren), Verdampfer als Plattenwärmetauscher (edelstahl), internes Hydraulikmodul mit Umwälzpumpe und Ausdehnungsgefäß (falls Option gewählt).
Leistungsregelung: mehrstufige oder stufenlose Leistungsanpassung, Kaltwasser-Sollwertregelung nach Außentemperatur (Gleitpunkt) möglich.
Freikühlfunktion: integrierte Freikühlklappen oder -register, die bei niedrigen Außentemperaturen (z. B. < 10 °C) direkt Umgebungskälte ins Kaltwassernetz einspeisen, zur Energieeinsparung (optional, sofern im Modell enthalten).
Montage/Installation: Anlieferung des vormontierten Chillers per Spedition, Aufstellung auf bauseitigem Fundament oder Dachrahmen (Schwingungsdämpfer unterlegen). Anschlüsse: Kaltwasser Vor-/Rücklauf DN 80 (Flansch oder Victaulic), elektrische Versorgung 400 V, 50 Hz, Anschlussleistung ~20 kW, Schaltschrank integriert im Gerät. Kaltwasserleitungen mit Absperrarmaturen, Schmutzfänger und Schwingungsentkopplung (nicht Teil dieser Position, siehe Rohrleitungen Pos. 2.6).
Inbetriebnahme: Befüllen des Kaltwasserkreises mit Wasser-Glykol-Gemisch (Frostschutz bis -10 °C, Anteil ~20 %), Entlüften, Druckprobe und Dichtheitsprüfung nach DIN EN 378. Elektrische Inbetriebnahme durch Hersteller oder Kälte-Fachfirma: Funktionscheck der Verdichter, Ventilatoren, Regelventile; Einstellen aller Schaltpunkte (Hochdruck, Niederdrucküberwachung, Frostschutzthermostat). Schalldruckpegel max. ~65 dB(A) in 10 m, falls überschritten sind Schallschutzmaßnahmen (z. B. Einhausung) durch Zulage zu berücksichtigen.
Dokumentation: Kälteschein, Prüfbuch gemäß EU-VO 517/2014 (F-Gase) für Dichtigkeitsprüfungen, Betriebs- und Wartungsanleitung. Diese Position wird nur bei Bedarf beauftragt (Bedarfsposition, z. B. für große Verwaltungsgebäude oder spezielle Anwendungen).
Pos. 4.4: Kaltwasser-Pufferspeicher Stahl, 500 Liter, isoliert (zur hydraulischen Entkopplung) (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Pufferspeicher 500 l für Kaltwasser, Stahlbehälter mit 50 mm PU-Dämmung, inkl. Anschlüsse.
Langtext: Pufferspeicher für Kaltwasser/Kälteanlage zur Stabilisierung der Kaltwassertemperatur und als hydraulischer Abgleich bei schwankenden Lasten. Nennvolumen ca. 500 l (zylindrischer Stahlbehälter, Durchmesser ~800 mm, Höhe ~1.8 m). Werkstoff: Stahl S235JR innen roh (auf Wunsch innen beschichtet gegen Korrosion), außen grundiert.
Wärmedämmung: 50 mm Polyurethan-Hartschaum (oder Mineralwolle) mit PVC-Mantel, farbig (z. B. RAL 7015).
Anschlüsse: 4 Hauptanschlüsse DN 80 (2× oben, 2× unten) für Vor- und Rücklauf Ein-/Austritt (Durchmesser nach Hydraulikplan), innen mit Beruhigungsblech oder Tauchrohr zur Schichtung. Zusätzlich Entlüftungsstutzen oben (1″), Entleerung unten (1″ Kugelhahn), Muffen für Temperaturfühler (oben, Mitte, unten, ½″).
Montage: Aufstellung im Technikraum senkrecht, mit angeschweißten Standfüßen oder Ringfundament. Verbindung an Kaltwassernetz über Schwingungsarme Kupplungen oder Flansche.
Funktion: Als hydraulische Weiche zwischen Kaltwassersatz (Primärkreis) und Verbraucher (Sekundärkreis) dimensioniert, verhindert zu häufiges Takten des Kältemaschinenverdichters (Mindestlaufzeit wird durch Wasservolumen erhöht gemäß VDI 2078 Ergebnis und Herstellerempfehlung).
Betrieb: Druckfest bis 6 bar, Prüfdruck 9 bar, mit CE-Kennzeichnung nach Druckgeräterichtlinie (falls > 50 l bei Kühlmitteln entsprechende Kategorie).
Inbetriebnahme: Spülen vor Einbindung, Dichtigkeitstest, Isolierung an Anschlüssen dicht anschließen (Dämmschalen). Temperaturfühler einsetzen und in Regelung einbinden (Temperaturschichtung sichtbar machen in GLT falls gewünscht). Bedarfsposition – nur falls bei Kaltwassersatz (Pos. 4.3) notwendig oder vorteilhaft.
Pos. 4.5: Rückkühler (Trockenkühler oder Kühlturm) wassergekühlt für 50 kW, Außenaufstellung (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Rückkühler 50 kW (trocken oder Nass-/Hybridkühlturm), inkl. Wasserverteilsystem.
Langtext: Wärmeabgabesystem (Rückkühlwerk) zur Abführung von Kondensationswärme aus Kälteprozessen, als separate Einheit. Varianten:
Trockenkühler: Lamellenwärmetauscher mit Axialventilatoren, trocken arbeitend (keine Verdunstung). Auslegung: 50 kW Wärmeabfuhr bei 35 °C Luft, 40/30 °C Wasser (Vorlauf/Rücklauf). Ventilatorenregelung stufig oder stufenlos (0-10 V), Geräuschpegel max. 60 dB(A) in 10 m. Frostschutz: Glykolbeimischung im Umlauf, temperaturabhängige Steuerung.
Nasskühlturm/Hybridkühler: Offenes Kühlturm-Prinzip mit Wasserversprühung über Füllkörpern, Verdunstungsanteil zur Kühlung (Ablufttemperatur nahe Feuchtkugeltemp.). Material: korrosionsbeständiges Gehäuse (GFK/Edelstahl), Tropfenabscheider mit < 0,01% Verluste. Wasserauffangwanne mit Ablauf, Nachspeisung über Schwimmerventil. Integrierte Wasseraufbereitung (Bioziddosierung, Abschlämmautomatik) optional bei Nassbetrieb. Kühlleistung ~50 kW bei 30 °C außen, 27 °C Wasser rück.
Montage: Aufstellung im Freien auf ebener Fundamentfläche oder Stahlrahmen. Zuleitung und Rücklauf DN 80 an bestehendes Hydrauliksystem, Absperr- und Regelarmaturen (3-Wege-Ventil zur Bypassregelung bei Teillast) bauseits. Elektrischer Anschluss der Ventilator(en) 400 V, Steuerung über Kältemaschine oder separate Steuerbox. Bei Nasskühlturm: Überlauf und Abblaseleitung ans Abwasser, Frischwasseranschluss DN 15 mit Magnetventil.
Steuerung: Temperaturgeregelte Ventilatordrehzahl, beim Nasskühlturm zusätzlich Leitwertüberwachung des Kühlwassers und Abschlämmsteuerung.
Hygiene und Vorschriften: Rückkühlwerke erfüllen VDI 2047 Anforderungen für hygienischen Betrieb. Insbesondere regelmäßige Wasseruntersuchungen (Keimzahl, Legionellen) und Dokumentation nach 42. BImSchV sind durchzuführen – dies ist im Wartungsvertrag zu berücksichtigen (nicht Teil dieser LV-Leistung).
Inbetriebnahme: System spülen, befüllen (bei Nass: mit Aufbereitungsmittel), Testlauf, Einstellung der Regelkurven (z. B. Lüftersteuerung, Abschlämmintervalle). Abnahme durch Sachverständigen falls erforderlich (bei Verdunstungskühlanlagen). Bedarfsposition – nur falls ein separater Rückkühler für Kälteerzeugung oder Prozesskühlung notwendig wird.
Pos. 5.1: MSR-Komplettsystem Lüftungsanlage (DDC-Regler, Schaltschrank, Feldgeräte) (Einheit: Anlage, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Mess-, Steuer-, Regeltechnik für RLT-Anlage, DDC mit Schaltfeld, inkl. Programmierung.
Langtext: Regelungssystem zur vollautomatischen Steuerung einer zentralen Lüftungs- und Klimaanlage. Beinhaltet: einen DDC-Regler (digitaler Direktcontroller) mit ausreichend Ein-/Ausgängen für alle Funktionen, montiert in einem Stahlschrank (Schaltschrank IP54) nahe der Anlage oder im Technikraum. Enthaltene Komponenten: Netzteil, Sicherungen, Klemmen, Bedientableau oder HMI (Touchpanel) zur lokalen Bedienung, SPS-Programmierung spezifisch für die Anlage. Feldgeräte: alle erforderlichen Sensoren und Aktoren, z. B.:
Temperaturfühler (Zuluft, Abluft, Außenluft, Raumluft) Pt1000 oder NTC, Genauigkeit ±0,5 K.
Differenzdrucksensoren (Filterüberwachung, Volumenstrommessung) 0–300 Pa mit Analogausgang.
Frostschutzthermostat am Vorheizregister (mechanisch oder digital einstellbar).
Volumenstromregelklappen/Stellklappen mit Belimo-Antrieben (0-10 V) für Bypass, Umluft etc.
Heiz-/Kühlregisterventile (2- oder 3-Wege) mit elektrischem Stellantrieb 0-10 V.
Ventilator-Drehzahlregelung via Frequenzumrichter oder EC-Signal (Integration des Antriebs).
Ein/Aus-Schaltungen für Geräte (Ventilatoren, Pumpen) über Schütze, Motorschutz.
Störmeldekontakte (z. B. Brandmeldung von BMZ, Frostschutz aktiviert, Filter voll).
Software-Funktionen: Volumenstrom- oder Druckregelung der Ventilatoren (Konstantdruckregelung in Hauptkanal, Variable Volumenströme je nach CO₂-Bedarf), Temperaturregelung für Zuluft (Cascade mit Raumtemp.-Führung), Luftqualitätsregelung (CO₂-Ampel oder VOC-Sensor – siehe Pos. 5.2/5.3 – beeinflusst Frischluftanteil/Volumenstrom), Zeitprogramme für Nutzungszeiten, Sommer-Nachtlüftung, Enthalpiesteuerung falls WRG vorhanden (Bypass bei kühler Nachtluft).
Visualisierung lokal: Alphanumerisches Display oder Touchscreen an Schaltschrank zur Anzeige von Temperaturen, Drücken, Zuständen; Sollwerte veränderbar mit Passwortschutz.
Montage/Verkabelung: Aufbau und Verdrahtung im Schaltschrank nach Stromlaufplan, Installation der Feldsensoren/Aktoren an Anlage (Kabel in Kabelkanälen sauber verlegen, IP-Schutz beachten). Prüfen aller Klemmstellen und Funktionstests per Simulation.
Inbetriebnahme: Schrittweise Inbetriebnahme der Anlage im Beisein des MSR-Technikers, Parametrierung aller Regler (P-/I-Anteile, Zeiten etc.), Probebetrieb in verschiedenen Lastfällen. Übergabe: Schaltschrankbeschriftung, Stromlauf- und Regelungsdiagramm, Handbuch mit Regelfunktionsbeschreibung. (Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik siehe Kapitel 6.)
Pos. 5.2: CO₂-Raumluftsensor (NDIR) für Luftqualitätssteuerung, 0–2000 ppm (Einheit: Stück, Menge: 4, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: CO₂-Sensor Wandmontage, 24 V, 0-10 V Ausg., zur bedarfsgerechten Lüftung.
Langtext: CO₂-Sensor zur Überwachung der Kohlendioxid-Konzentration in Innenräumen (z. B. Großraumbüros, Konferenzräume, Unterrichtsräume). Messbereich typ. 0–2.000 ppm (NDIR-Infrarotmessprinzip, autokalibrierend über 7 Tage). Ausgangssignal 0–10 V linear zu 0–2.000 ppm (oder 4–20 mA, werksseitig einstellbar), entspricht z. B. 0 V = 0 ppm, 10 V = 2.000 ppm. Versorgung 24 V AC/DC.
Montage: Aufputzdose oder direkt auf Wand (in Atemhöhe ~1,5 m, nicht in Nähe von Frischluftauslässen oder Fenstern, um repräsentative Messung zu erzielen). Kabeleinführung rückseitig oder seitlich, Verdrahtung 2- oder 3-Draht abhängig vom Modell.
Integration: Anbindung an MSR-System (Regler Pos. 5.1) – der Sensorwert dient zur bedarfsgerechten Regelung der Lüftungsstufe: Bei Überschreiten eines CO₂-Sollwertes (z. B. 1000 ppm gemäß Richtwert aus DIN 1946-6) wird die Lüftungsanlage automatisch auf höhere Volumenströme geschaltet.
Genauigkeit: ±50 ppm + 3% vom Messwert, driftfrei durch Autokalibrierung (setzt regelmäßige Lüftungsphasen bis Außenluftniveau voraus). Gerät mit LED-Anzeige (Ampelfunktion grün/gelb/rot) zur einfachen Nutzerinformation optional.
Kalibrierung/Wartung: Sensor wartungsarm, dennoch Empfehlung alle 5 Jahre Prüfung Austausch. Einhaltung der Luftqualität nach Arbeitsplatzrichtlinien und für thermische Behaglichkeit (CO₂ als Leitgröße) wird durch diesen Sensor ermöglicht; Bestandteil des Luftqualitätsmanagements der Anlage.
Pos. 5.3: VOC-/Mixgas-Sensor (Flüchtige organische Gase) 0–100% Luftqualität (Einheit: Stück, Menge: 2, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: VOC-Sensor (Raumluftqualitätsfühler) für Geruchsstoffe, 0-10 V, zur Lüftungssteuerung.
Langtext: VOC-Sensor zur Erfassung der allgemeinen Luftgüte in Räumen über flüchtige organische Verbindungen (Mixed Gas Sensor, Halbleiter oder PID-Prinzip). Ausgabe als Luftqualitätsindex 0–100 % (0 % = sehr schlechte Luft, 100 % = Frischluftniveau) bzw. direkt 0–10 V Signal proportional. Alternative Darstellung oftmals in „CO₂-Äquivalent“ ppm, jedoch primär empfindlich für Geruchsstoffe (z. B. Ausdünstungen, Tabakrauch, Lösungsmittel). Versorgung 24 V, Wandmontage ähnlich CO₂-Sensor (Pos. 5.2).
Verwendung: Insbesondere in Bereichen, wo Geruch und Ausgasungen detektiert werden sollen (Großraumbüro, Kantine, Konferenz, Sanitär, Werkstatt mit Lösemitteln). Der Sensor ergänzt oder ersetzt CO₂-Fühler, um Luftqualität umfassender zu bewerten.
Anschluss & Regelung: Einbindung ins RLT-Regelsystem – bei Abfall der Luftqualität unter z. B. 80 % wird Lüftung hochgeregelt. Ggf. Hysterese oder Zeitverzögerung einstellbar, um zu empfindliches Schalten zu vermeiden.
Technische Merkmale: Ansprechzeit < 1 Minute, driftet über Lebensdauer (Auto-Null-Abgleich bei langer Frischluftphase), Lebensdauer ~5–8 Jahre. Mit LED-Anzeige am Gerät (optional).
Kalibrierung: werkseitig eingestellt, keine Kalibrierung vom Wartungspersonal vorgesehen. Montagehinweise: nicht direkt über Geruchsquellen oder in Zugluft platzieren.
Hinweis: VOC-Sensoren reagieren auf eine Vielzahl von Stoffen, daher Sollwert-Kurven experimentell zu ermitteln; sie dienen als qualitatives Maß für Luftreinheit. Im Regelungskonzept kombinierbar mit CO₂-Messung (höchstes Signal gewinnt).
Pos. 5.4: Raum-Feuchtefühler (relative Feuchte) zur Klimasteuerung, 0–100% r.F. (Einheit: Stück, Menge: 2, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Raumfeuchte-Sensor 0–100% r.F., kombinierter T-/r.F.-Fühler 0-10 V, Wandmontage.
Langtext: Raumluft-Feuchtesensor, misst die relative Luftfeuchtigkeit (% r.F.) im Raum, zur Steuerung von Lüftungs- und Befeuchtungseinrichtungen. Messbereich 0–100% r.F., Genauigkeit ±3% r.F. (im Bereich 20–80%). Oft als Kombifühler mit integriertem Temperatursensor geliefert (zweiter Ausgang 0–10 V oder passiv NTC/PT). Wandaufbaugehäuse in dezenter Optik (Farbe weiß oder creme), Schutzart IP30.
Funktion: Erfasst z. B. in Büros oder Archiven die Feuchte, damit die RLT-Anlage entsprechend reagieren kann: Bei zu hoher Luftfeuchte kann die Lüftung erhöht oder Entfeuchtung aktiviert werden (falls Kühlung vorhanden), bei zu niedriger Feuchte kann ein Befeuchter (Pos. 3.4) angesteuert werden.
Montage: an repräsentativer Stelle im Raum (nicht direkt neben Türen oder Fenstern), in ~1,5 m Höhe. Anschluss 24 V und Signaladern an MSR-Regler.
Regelung: Der Feuchtewert fließt in die Luftqualitäts- und Klimaregelung ein – z. B. Begrenzer, sodass relative Feuchte zwischen 40–60% gehalten wird (Komfort und Materialschutz, VDI 6022 empfiehlt ca. 30–65%). Sensor ist langfristig stabil, aber kann Drift aufweisen; daher optional regelmäßige Prüfung/Austausch alle paar Jahre.
Zusatz: Im Technikraum kann derselbe Sensortyp zur Überwachung der absoluten Feuchte verwendet werden (Kombination mit Temperatur erlaubt Taupunktberechnung zur Kühlregistersteuerung). Wartung: Staub abwischen bei Inspektionen, nicht direktem Spritzwasser aussetzen. (Betrifft z. B. Museumsräume, Serverräume, Büros mit hohem Feuchteaufkommen etc., allgemeiner Teil der Klimaregelung.)
Pos. 5.5: Differenzdruckwächter (Filterüberwachung) einstellbar 100–1000 Pa, Auswertung digital (Einheit: Stück, Menge: 4, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Differenzdruckwächter (Filter/Strömungsüberwachung) mit Schaltkontakt, 2 Stutzen.
Langtext: Differenzdruckwächter zur Überwachung definierter Druckdifferenzen in Lüftungsanlagen, z. B. über Luftfilter, Ventilatoren oder Volumenstrom-Messstrecken. Messbereich grob einstellbar durch Federn oder elektronisch, z. B. 20–300 Pa oder 200–1000 Pa (je nach Einsatz). Bietet einen Schaltkontakt (Wechsler) bei Überschreitung des Sollwertes. Einsatzfälle: Filterüberwachung – Alarm bei Filterbeladung (Druckanstieg); Überwachung von Luftströmung – Alarm bei Ventilatoraustfall (Druck fällt ab). Gehäuse IP54, zwei Druckanschluss-Stutzen (für Schlauch 6 mm innen) inkl. 1–2 m PVC-Schlauch und Messsonden zur Montage im Kanal.
Einstellung: Stufenlos per Einstellknopf oder Dip-Schalter, ablesbare Skala.
Montage: am Lüftungsgerät oder Wand in Nähe, Schläuche zu vor und nach Filter bzw. Messblende verlegen, gegen Abknicken sichern. Elektrischer Anschluss an MSR-Schaltschrank: Versorgung 24 V optional nötig bei elektronischer Variante, ansonsten potentialfreier Kontakt direkt in Störmeldeeingang. Funktionstest: Durch Variation des Sollwertes oder Anlegen eines bekannten Drucks (z. B. definierter Höhendifferenz der Messschläuche mit Wasser) prüfen. Einstellwert z. B. initial auf 150 Pa (bei neuem Filter 50 Pa, Enddruck 200 Pa -> Mitte ansetzen, oder gemäß Herstellerempfehlung).
Hinweis: Differenzdruck Anzeige Geräte mit Analogausgang werden separat unter Messtechnik betrachtet; dieser Wächter ist ein einfaches Schaltgerät als Sicherheitseinrichtung. Wartung: Schläuche auf Dichtheit prüfen, keine Verstopfung der Sonden (ggf. reinigen beim Filterwechsel). Integration: Störmeldung wird auf GLT angezeigt (siehe Kapitel 6), damit Betreiber rechtzeitig Filter tauschen kann.
Pos. 6.1: GLT-Anbindung Lüftungsanlage über BACnet-IP (DDC zu GLT) inkl. Programmierung DP (Einheit: Anlage, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Ankopplung RLT-Anlage an bestehende GLT (BACnet/IP), ca. 20 Datenpunkte, parametriert.
Langtext: Gebäudeleittechnik-Anbindung für eine neue oder bestehende RLT-Anlage, um zentrale Überwachung und Bedienung zu ermöglichen. Umsetzung über BACnet/IP Kommunikation (alternativ BACnet MS/TP oder Modbus TCP je nach bestehendem System der Stadtwerke Rostock AG). Enthalten: Lieferung eines
BACnet-IP Kommunikationsmoduls oder Nutzung integrierter BACnet-Server im DDC-Regler (siehe Pos. 5.1), Einrichten der Netzwerkverbindung (TCP/IP Adresse vergeben, VLAN falls erforderlich) zum GLT-Netzwerk.
Datenpunktliste: Ca. 20 physikalische Datenpunkte und 10 virtuelle Statusmeldungen, z. B.: Betriebsstatus Ventilator, Störmeldungen (Filter, Frost, Brand), Temperaturen (Außen, Zu, Ab, Raum), Feuchte, CO₂-Werte, Stellgrade der Regler, Volumenstrom Ist/Soll, usw.
Leistungen: Programmierung der Datenpunktobjekte im DDC (Objektinstanzen mit aussagekräftigen Bezeichnungen gemäß GLT-Konvention), Konfiguration der Übertragungsproperty (COV oder zyklisch, je nach GLT-Anforderung). Zusammenarbeit mit dem GLT-Betreuer: Einbindung in übergeordnetes GLT-System (z. B. DESIGO, WinCC o. ä.), Adressen abstimmen.
Visualisierung: Basisanzeigen (zum Teil in Pos. 6.3 detailliert), aber in dieser Position enthalten ist die Testkommunikation und Werteabgleich.
Prüfung: Funktionstest aller signifikanten Punkte – z. B. RLT An/Aus von GLT steuerbar, Störmeldung erscheint binnen 1 Minute auf GLT bei Filtervoll, Sollwerte können aus Leittechnik vorgegeben werden. Cybersecurity beachten (Passwort im DDC, GLT-Firewall).
Dokumentation: finale Datenpunktliste mit Beschreibung jeder Variable und Einheit. Schulung des GLT-Personals in Kurzform zur neuen Anlage.
• Pos. 6.2: GLT-Anbindung Kälteanlage (Chiller/VRF) über Modbus/BACnet-Gateway (Einheit: Stück, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Kältemaschine/VRF in GLT integrieren via Gateway, ca. 15 Datenpunkte.
Langtext: Integrationsmodul für eine Kälteerzeugungsanlage (z. B. Kaltwassersatz Pos. 4.3 oder VRF Pos. 4.2) in die vorhandene Gebäudeleittechnik. Da viele Kälteaggregate proprietäre Protokolle oder Modbus-Schnittstellen besitzen, beinhaltet diese Position ein Protokoll-Gateway oder Interface-Karte: z. B. ein Modbus RTU/TCP Gateway zu BACnet/IP mit definiertem Objektmapping.
Umfang: Auslesen wesentlicher Betriebsdaten des Kältesystems: Vor-/Rücklauftemperaturen, Sollwert, Verdichterstatus (An/Aus, Frequenz), Lüfterstufen, Drücke (Sauggas, Verflüssigung), Störmeldungen (Hochdruck, Frostschutz, etc.). Ebenfalls Befehlsübermittlung an Kältemaschine falls vorgesehen (Ein/Aus, Sollwertanpassung).
Leistung: Konfiguration des Gateways passend zum Kälteanlagenhersteller (ggf. Bereitstellung eines werksseitigen Kommunikationsmoduls durch Kältehersteller). Integration ins GLT-Netz analog Pos. 6.1. Erstellung einer Datenpunktliste (ca. 15 Punkte).
Implementierung: Techniker richtet die Parameter im Gateway ein (z. B. Modbus Registeradressen laut Hersteller-Dokumentation) und testet die Werte gegen Anzeigegerät oder lokale Steuerung. Danach Anbindung an GLT: BACnet-Objekte anlegen/testen oder Modbus-TCP in GLT-Server einbinden.
Inbetriebnahme: Test, ob GLT die Kältemaschine aus der Ferne starten/stoppen kann (falls gewünscht), ob Alarm bei Störung in GLT erscheint, ob Temperaturen plausibel übermittelt werden.
Hinweis: Die Kälteanlage läuft autark über ihre eigene Steuerung – das GLT-Modul greift nur lesend/überwachend ein, um zentralen Bedienkomfort zu schaffen. Bei Ausfall der Kommunikation bleibt die Kältemaschine lokal geregelt (Fail-safe). Diese Position als Bedarfsposition vorgesehen, nur falls Kälteanlage vorhanden und Integration vom AG gewünscht.
Pos. 6.3: Visualisierung in GLT – Grafische Darstellung und Bedienbilder (Einheit: Anlage, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: GLT-Visualisierung für Klima/Lüftungsanlage, Erstellen von Grafiken und Alarmen.
Langtext: Visualisierungspaket für die neu eingebundenen Anlagen auf der Gebäudeleittechnik-Benutzeroberfläche. Ein erfahrener GLT-Programmierer erstellt für z. B. die Lüftungsanlage und zugehörige Kälteanlage benutzerfreundliche Grafiken: schematische Darstellung der RLT-Anlage (Ventilatoren, Klappen, Wärmerückgewinnung, Filter, Heiz-/Kühlregister) mit Live-Anzeigen der Ist-Werte (Temperaturen, Volumenströme, Drücke) und Stellgrößen (Ventilatorleistung, Ventilstellungen). Ebenso Anzeigen für Sensorik (CO₂ ppm, Feuchte %), Ampelfarben für Luftqualität etc., sowie Bedienelemente (Ein/Aus-Schalter, Sollwertvorgaben veränderbar, z. B. Temperatur, Zeitprogramme). Für die Kälteanlage: Darstellung der Hauptkomponenten (Verdichter, Pumpen, Ventile) mit Zustand und relevanten Temperaturen/Drücken.
Alarmmanagement: Einrichten von Alarmmeldungen in der GLT: z. B. „Filter verschmutzt – Anlage 1“, „Frostschutz aktiv – Heizung einschalten“, „Kältemaschine Störung Hochdruck“ etc., inklusive Alarmhistorie und ggf. Email-Benachrichtigung (falls System das unterstützt).
Trendaufzeichnung: Konfiguration von Trendlogs für wichtige Parameter (Temperaturen, CO₂-Konzentration, Energieverbrauch sofern Messung vorhanden) – in GLT abrufbar als Chart zur Analyse.
Umsetzung: In enger Absprache mit dem Auftraggeber werden das Design und die Gruppierung der Bilder abgestimmt (Firmenspezifisches Schema der Stadtwerke Rostock verwenden). Erstellung erfolgt auf dem GLT-Server/Testsystem, anschließend Vorstellung dem Betreiber zur Abnahme.
Dokumentation: Übergabe eines Visualisierungs-Funktionsbeschriebs (welche Elemente steuerbar, welche nur Anzeige) und Schulung des Bedienpersonals vor Ort (ca. 2 Stunden). Ziel ist eine intuitive Überwachung und Steuerung der Lüftungs- und Klimaanlagen zentral, um Abweichungen sofort zu erkennen und einzugreifen.
Pos. 7.1: Volumenstromregler (mechanisch oder VAV-Compact) DN 160, Konstant-/Variabel (Einheit: Stück, Menge: 8, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Volumenstromregelgerät DN 160 (bis 500 m³/h), konstant oder variabel mit Aktor.
Langtext: Volumenstromregler zur Begrenzung und Steuerung des Luftvolumenstroms in einzelnen Kanalästen oder Räumen. Größe z. B. DN 160 (andere Größen DN 100–315 analog), Gehäuse verzinkt, mit integriertem Regulierorgan (Klappe) und Messeinrichtung (Membran, Staudrucksensor). Zwei Ausführungen möglich:
Mechanischer Konstantvolumenregler: Feder-Membransystem, hält einen festen Soll-Volumenstrom (z. B. 150 m³/h) unabhängig von Kanaldruck konstant (innerhalb Arbeitsbereich 50–250 Pa). Einstellbar über Stellschraube oder Austauschfeder.
Elektronischer VAV-Regler: Mit kompaktem Regelantrieb (24 V) und Differenzdrucksensor, variabler Sollwert über 0–10 V Signal vom Raumregler oder DDC. Präzision ±5% vom Endwert, Regelbereich z. B. 0–300 m³/h. Inkl. Endlagenschalter für min./max. optional.
Montage: Einbau ins Rundkanal mittels Schraubverbindungen oder Klemmverbinder, Luftdichtheitsklasse C. Gerade Beruhigungsstrecke vor und nach Gerät einhalten (mind. 3×D vor, 1×D nach bei mechanischen). Zugänglichkeit beachten: außenliegende Skala und Stellschraube (bei mechanischen) müssen erreichbar sein; oder bei VAV Verlegung des Aktors an zugängliche Stelle.
Anschluss & Inbetriebnahme: Mechanische Regler ab Werk auf Sollwert kalibriert, Prüfung mittels Volumenstrommessung (Trichtermessung); elektronische VAV vor Ort parametrieren via Hersteller-Tool oder DIP-Schalter (Min-/Max-Werte). Ansteuerung an MSR anschließen (0–10 V vom Regler Pos. 5.1).
Funktion: Stellt sicher, dass bei unterschiedlichen Belegungen/Nutzungen immer bedarfsgerecht gelüftet wird – z. B. Grundlüftung 50 m³/h, bei Präsenz erhöht auf 150 m³/h (VAV-Charakteristik). Erfüllt Anforderungen der Raumluftqualitätsregelung gem. GEG (bedarfsgerechter Volumenstrom).
Wartung: jährliche Funktionskontrolle, Reinigung bei Bedarf (Klappe und Sensor nicht verstaubt). Kennzeichnung am Bauteil mit eingestellten Werten.
Pos. 7.2: Raumdruckhalte-System (Differenzdrucksensor + Controller) für Reinraum/Schaltschränke (Einheit: Set, Menge: 1, Positionsart: Bedarfsposition)
Kurztext: Druckhaltegerät (Differenzdrucksensor ±50 Pa, Regler, Luftklappe) für Über-/Unterdruck.
Langtext: Differenzdruck-Regelsystem zur Aufrechterhaltung eines definierten Über- oder Unterdrucks in einem Raum oder Gehäuse (z. B. Batterieraum, Labor, Reinraumzone, Schaltanlagenraum zur Staubfreiheit).
Bestandteile: Hochgenauer Differenzdrucksensor ±50 Pa (Messumformer 0–10 V Ausgang), elektronischer Regler (kann im DDC Pos. 5.1 integriert sein oder als eigenständiger PID-Regler geliefert werden) und eine motorische Luftklappe oder Ventilator mit Drehzahlregelung, der den Druck steuert.
Funktion: Soll-Druckdifferenz z. B. +10 Pa gegenüber Nachbarraum; bei Abweichung öffnet oder schließt die Abluft/Zuluft-Klappe entsprechend, um Leckströme auszugleichen, oder regelt einen kleinen Zuluftventilator. Reaktionszeit Sekundenbereich, stabile Regelung ohne Schwingen.
Montage: Sensor in der Wand zwischen Referenzraum und Regelraum (oder Schlauch zuführen in benachbarten Raum), Regler in Schaltschrank, Luftklappe in eine Bypassleitung zur Umgebung oder in Abluftleitung.
Inbetriebnahme: Sensor nullen (kalibrieren mit geöffneter Tür = 0 Pa), Sollwert einstellen, Test durch künstliches Öffnen von Tür/Leck – System muss Gegensteuern (für Überdruck: Erhöhung Zuluft / Drosseln Abluft; für Unterdruck umgekehrt).
Dokumentation: Protokoll der Druckprüfung: Nach Installation messen mit kalibriertem Manometer, Erfüllung ±2 Pa Genauigkeit. Diese Spezial-Position ist Bedarfsposition, nur falls eine Druckhaltung explizit gefordert wird.
Pos. 7.3: Prüf- und Messtüren im Luftkanal, dicht verschließbar, 300×300 mm (Einheit: Stück, Menge: 5, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Revisions-/Messtür im Lüftungskanal, mit Klauenverschlüssen, Dichtung, Größe 30×30 cm.
Langtext: Revisions- und Messöffnung im Luftleitungssystem, ermöglicht Zugang für Inspektion, Reinigung und Messtechnik (z. B. Flügelradanemometer, Pitotrohr). Rahmen und Tür aus verzinktem Stahlblech, mit innenliegender Dichtung (silikonfrei, luftdicht bis Dichtheitsklasse C). Türgröße ca. 300×300 mm, geeignet für Kanäle ab ca. 500 mm Breite/Höhe; für Rundrohre analog: runde Revisionsöffnung DN 200 mit Schnellspannverschluss.
Verschluss: Zwei bis vier Spannhebel oder Sterngriffe außen, mit Sicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen, werkzeuglos bedienbar.
Montage: Ausschnitt herstellen an vorgesehener Stelle im Kanal (typisch vor/ hinter großen Komponenten wie WRG, Ventilator, an langen geraden Stücken alle ~10 m – gemäß VDI 6022 Anforderungen an Reinigungsmöglichkeiten). Rahmen dicht vernieten oder schrauben, bei Bedarf zusätzlich Dichtmasse verwenden um Luftleckage zu vermeiden. Tür einsetzen und verriegeln, Dichtigkeit prüfen (kein Pfeifen bei Betriebsdruck).
Hygiene: Kanten entgratet, keine Schmutznischen, Material beständig gegen Reinigungsmittel.
Messtule: optional integriert: Kleine Gummimembran oder Schraubstopfen in der Tür zur Einführung von Sonden ohne Öffnen (z. B. für Druckmessung).
Kennzeichnung: „Revisionsöffnung – nach dem Öffnen dicht verschließen“ dauerhaft am Blech anbringen. Positionierung laut Plan bzw. in Abstimmung mit Hygienekontrolleur. Diese Öffnungen tragen zur Einhaltung der VDI 6022 bei (Zugänglichkeit der Innenflächen) und erleichtern wiederkehrende Prüfungen nach DIN 1946-6.
Pos. 8.1: Brandschutz-Durchführung für Lüftungsleitungen/ Rohre, Wand/Decke bis F90 (Einheit: Stück, Menge: 6, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Brandschutzabschottung Kombi (Lüftungskanal/Rohr) in Massivwand/-decke, F90.
Langtext: Brandschutztechnische Durchführung durch feuerbeständige Wände oder Decken für installierte Lüftungsleitungen oder Kälterohrleitungen. Hierunter fallen alle Arbeiten zur Herstellung einer zugelassenen Abschottung: Kombischott oder Einzelabschottung je nach Durchführungsart. Beispiele:
Für nichtbrennbare Lüftungskanäle mit Brandschutzklappe (Pos. 2.4) wird der Spalt zwischen Kanal/BSK-Rahmen und Bauteil mit Brandschutzmörtel oder -masse (zulassungskonform, z. B. auf Mineralfaserbasis, Beschichtung nach Herstellerangaben) ausgefüllt. Oberfläche glatt abschließen, rauchdicht.
Für brennbare und nichtbrennbare Rohre (z. B. PVC-Kondensatleitungen, Kupfer-Kälteleitungen mit brennbarer Dämmung) Einsatz eines Kombi-Brandschott-Systems: Mineralfaserplatten beschichtet + Kabelboxen/Brandschutzbandagen um die Rohre, die im Brandfall aufschäumen und verschließen. Zulassung z. B. abZ Z-19.53-xxxxx für „Kombiabschottung Lüftung und Rohr“.
Ausführungsklasse: Feuerwiderstand analog der durchdrungenen Wand/Decke, i.d.R. F90-A (90 Minuten).
Montage: Kernbohrung oder Maueröffnung erstellen (maßlich möglichst eng), um den Spalt gering zu halten. Reinigung der Öffnung, Brandschutzmaterial lagenweise oder gemäß Hersteller einbringen. Sicherstellen, dass auch Hohlräume in Decken/Böden ausgefüllt sind (ggf. Schalung verwenden). Kennzeichnung neben der Durchführung: Schild mit Schottart, Hersteller, Zulassungsnummer, Datum.
Dokumentation: Fotodokumentation jeder Abschottung vor Verschluss, Abnahmeprüfprotokoll falls gefordert, Aufbewahrung im Brandschutzordner.
Prüfung: Sichtkontrolle durch Brandschutzbeauftragten oder Bauleitung, keine offenen Fugen, korrekte Materialverwendung. Diese Position umfasst sämtliche
Brandabschottungen im Gewerk Klima/Lüftung, außer separater Brandschutzklappen-Position (Pos. 2.4).
Pos. 8.2: Schwingungsdämpfer-Set für Geräte/Maschinen, Tragkraft je 100 kg, elastomer (Einheit: Satz, Menge: 4, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Schwingungsisolatoren (4er-Set) unter Lüftungsgerät/Ventilator, Körperschallentkopplung.
Langtext: Schwingungsdämpfer zur elastischen Lagerung von Klima- und Lüftungsaggregaten (Ventilatoren, Kompressoren, Gehäuseeinheiten), um Körperschall- und Vibrationseinleitung in die Baukonstruktion zu verhindern. Set bestehend aus 4 Stk. Gummimetall-Puffern oder Federisolatoren je nach erforderlicher Eigenfrequenz:
Für leichte bis mittelschwere Geräte (bis 400 kg): Gummi-Metall-Schwingelemente, Bauform Tellerfeder oder Puffer, Shore-Härte angepasst (z. B. 55 Shore). Dauerelastisch, Auslenkung ca. 3–5 mm unter Nennlast.
Für schwere Geräte (z. B. Chiller auf Dach): Stahlfederisolatoren im Gehäuse, Auslegung auf 20–30 mm statische Einfederung, wettergeschützt beschichtet.
Traglast: pro Element ca. 100 kg (Set = 400 kg Tragfähigkeit bei ~10 mm Einsenkung) – genaue Dimensionierung nach Gerätegewicht, Schwerpunkt. Montage: unter Gerätedecke oder Rahmen montieren – entweder Schraubbefestigung (Bolzen M10/M12) in vorhandenem Gewinde am Gerät oder untergelegtem Stahlrahmen; alternativ lose Aufstellung mit Ankerplatte (rutschhemmend).
Positionierung: Ecken des Geräts oder nach Herstelleranleitung, gleichmäßige Lastverteilung prüfen.
Körperschallentkopplung: zudem flexible Anschlüsse an Kanäle/Leitungen vorsehen (z. B. Gewebestutzen), um Schwingungsübertragung in Rohrnetz zu minimieren.
Abstimmung: Feder-/Gummielement so wählen, dass Erregerfrequenz (Motor, ~20–50 Hz) deutlich oberhalb Eigenfrequenz Lagerung (z. B. 8 Hz) – mind. 90% Körperschalldämpfung.
Kontrolle: Nach Montage Gerät in Betrieb nehmen und Resonanzeffekte prüfen (ggf. andere Härte wählen falls zu weich/hart). Schwingwege im zulässigen Rahmen (kein Anschlagen).
Wartung: Sichtprüfung bei Inspektionen, Gummielemente auf Risse checken, Feder auf Korrosion. Im Preis inbegriffen sind kleinere Hilfskonstruktionen (z. B. Stahlprofil zur Flächenverteilung falls Gerät keine definierten Füße hat).
Pos. 8.3: Kernbohrung/Kerb-Durchbruch in Stahlbeton bis Ø 300 mm inkl. Schließen (Einheit: Stück, Menge: 3, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Kernbohrung Ø 300 mm (oder rechteckig äquivalent) durch Wand/Decke, schließen nach Einbau.
Langtext: Durchbrucharbeiten für die Verlegung von Lüftungskanälen oder Kälteleitungen durch massive Bauteile. Enthalten ist das Herstellen einer Öffnung bis zu Ø 300 mm (rund) oder 300×300 mm (eckig) in Stahlbeton, Mauerwerk oder anderem Wand-/Deckentyp mittels Kernbohrung (bei Beton) oder Stemmarbeiten (bei Mauerwerk, geringem Bewehrungsgehalt).
Ausführung: Schutz umliegender Bereiche (Abdecken gegen Wasser und Schlamm bei Kernbohrung), Position exakt anzeichnen nach Plan, Kernbohrgerät befestigen (bei Deckendurchbruch ggf. von unten bohren mit Fangvorrichtung für Kernstück). Sauberes Durchbohren, Entsorgung des Bohrkerns und Schlamm. Bei eckigem Durchbruch: umlaufend mehrere Bohrungen + manuelles Herausbrechen, Kanten begradigen.
Größere Öffnungen: falls Öffnungsmaß größer, entsprechend mehrere Positionen ansetzen oder bauseitig klären.
Nach dem Einbau der Leitungen: Schließen des Restspalts um Leitung/Kanal falls nötig mit Mörtel (z. B. Zementmörtel mit Brandschutzzusatz falls Feuerwiderstand gefordert, sonst normaler Montage-Mörtel) auf Wanddicke bündig. Oberfläche an Bestand angleichen (kein Malen inbegriffen).
Hinweis: Falls statisch relevante Bauteile betroffen sind, vorher Freigabe durch Statiker (Annahme: Öffnung ≤ 300 mm hat keine relevante statische Beeinflussung in üblichen Deckenbalkenfeldern).
Im Brandfallbereich: Kombination mit Brandschutzmaterial gemäß Pos. 8.1 falls F90 nötig.
Anzahl: Je Stück eine Bohrung – mehrere nahe beieinander gelten als separate wenn Abstand > Durchmesser, sonst als eine größere Öffnung. Reinigung der Baustelle, Abtransport von Bruchstücken inklusive.
Pos. 9.1: Demontage zentrale Lüftungsanlage bis 5.000 m³/h, inkl. Gerät, Zubehör, Entsorgung (Einheit: Anlage, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Rückbau RLT-Zentrale (Gerät + Anbauteile) bis Größe 5 m³/s, umweltgerechte Entsorgung.
Langtext: Rückbau einer vorhandenen Lüftungszentrale, z. B. alt/defekt oder im Zuge einer Sanierung. Größe des Altgeräts ca. 5.000 m³/h (Referenz – tatsächliche Größe kann variieren). Leistung beinhaltet: Außerbetriebnahme (elektrisch spannungsfrei schalten, Sicherungen ziehen, Absperren von Medien wie Heizwasser falls angeschlossen), Demontage des RLT-Geräts in transportable Sektionen (bei großen Geräten ggf. vor Ort Zerlegen mittels Trennschleifer/Schweißbrenner). Ausbau von Ventilatoren, Motoren, Wärmetauschern, Befeuchtern, Kanalanbindungen, Elektrozuleitungen (Kabel bis zu den Abzweigdosen zurückziehen).
Transport/Entsorgung: Alle ausgebauten Komponenten sind geordnet abzufahren: Metalle (Stahlblechgehäuse, Kupferregister) dem Schrott/Recycling zuführen, gemischte Materialien (Glaswolleisolierung, Gummiteile) entsorgen gemäß Gewerbeabfallverordnung. Kältemittel, falls im Gerät (z. B. in einem integrierten DX-Kühler), zuvor absaugen – siehe Pos. 9.4.
Sonderfall: Bei festverbauten Teilen (Fundamentrahmen, Wanddurchführungen) entsprechende Öffnungen schließen (keine Maurerarbeiten inbegriffen, jedoch grobe Verschlüsse provisorisch herstellen falls nötig zur Sicherheit).
Sauberkeit: Technikraum nach Ausbau besenrein reinigen.
Nachweis: Wiegescheine der Entsorgung über den gesamten Anlagenschrott vorlegen.
Koordination: Arbeiten in Abstimmung mit Betreiber, ggf. außerhalb der Dienstzeiten (wenn laute Arbeiten). Demontage umfasst auch angeschlossene Kanalstücke bis 1 m ab Gerät, soweit zur Gerätedemontage nötig.
Pos. 9.2: Demontage Luftleitungen aus Blech, bis ca. 50 m², inkl. Abbau von Dämmung (Einheit: m², Menge: 50, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Rückbau Lüftungskanäle (verzinktes Blech) inkl. Isolierung, Abtransport.
Langtext: Rückbau von Luftkanal-Netzen oder Teilstrecken daraus. Leistungsumfang pro m² Kanaloberfläche: Lösen der Aufhängungen (Schellen, Gewindestangen – bei Deckenabhängungen ggf. Abtrennen mit Winkelschleifer), Auseinanderbauen von Flanschverbindungen oder Aufschneiden der Kanalteile bei zusammenhängenden Segmenten. Ausbau auch von Formteilen, Lüftungsgittern, Volumenstromreglern etc. sofern am Kanal befestigt (diese können mit dem Kanal in Summe erfasst werden).
Dämmung: Falls Kanäle wärme- oder schalldämmend ummantelt sind, vorher Dämmmaterial entfernen (Mineralwolle staubarm ausbauen, in Säcken sammeln; bei PU-Schalen diese abnehmen; Entsorgung nach Abfallart).
Entsorgung: Blechkanäle als Schrott recyclen; Dämmung als mineralischer Bauabfall entsorgen; evtl. anhaftende Klebereste als Restmüll.
Arbeitsschutz: Bei alter Mineralwolldämmung Schutzanzug, Staubmaske tragen (KMF-Einstufung beachten).
Mengenermittlung: Oberflächenentwicklung = 2(B+H)L für rechteckige, bzw. AußenumfangL für runde, inkl. Formteile pauschal. Nach Demontage: Decken-/Wandöffnungen provisorisch verschließen (Staubschutz). Befestigungsmaterial, wenn unbrauchbar, mit entfernen (Halterungen an Decken abschrauben). Verbleibende Leitungen: Sorgfältig von demontierten trennen, nichts beschädigen was bleibt. Bauzustand hinterlassen:* Aufräumen des Arbeitsbereichs, keine scharfkantigen Teile zurücklassen. Diese Position dient typischerweise dem Austausch oder Rückbau alter Kanalführungen bei Sanierungen.
Pos. 9.3: Demontage Kälte-Splitanlage (1 Außengerät bis 5 kW, 2 Innengeräte) inkl. Kältemittel absaugen (Einheit: Anlage, Menge: 1, Positionsart: Grundposition)
Kurztext: Ausbau Split-Klimaanlage (Außengerät + Innengeräte), Kältemittel absaugen und verwerten.
Langtext: Rückbau einer Split-Klimaanlage mit einem kleinen Kältekreislauf, z. B. Multi-Split mit 1 Außeneinheit und 2 Inneneinheiten.
Vorbereitung: Kältemittelkreislauf stilllegen – sofern Anlage funktionstüchtig: Kältemittel in Außengerät absammeln (Pump-Down) oder über Servicestutzen mittels Kältemittelabsauggerät absaugen in einen Druckbehälter. Überwachung mit Manometer, kein Entweichen in die Atmosphäre (Fachbetrieb Pflicht nach ChemKlimaschutzV).
Demontage Hardware: Außengerät von Konsole demontieren (Schrauben lösen, Gerät abheben – Gewicht ~40 kg, ggf. zu zweit). Innengeräte von Wand bzw. Decke lösen (Kondensatleitung und Kabel trennen). Kältemittelleitungen: an Verschraubungen lösen oder durchtrennen; Leitungsteile soweit möglich entfernen, inkl. Dämmschläuche. Elektrische Zuleitungen zurückziehen bis Abzweig.
Entsorgung: Kältemittelbehälter gekennzeichnet zum zertifizierten Entsorger verbringen (Position 9.4 regelt Kosten pro kg), Kupferrohre ins Recycling, Außengerät (enthält Kühler, Kompressor = gefährlicher Abfall mit Öl) als Ganzes fachgerecht entsorgen (Elektroschrott/Kälteanlagenentsorgung nach § EDA). Innengeräte (Kunststoff/Elektronik) ebenfalls als Elektronikschrott entsorgen.
Nacharbeit: Wandöffnungen der Leitungen verschließen (wenn nicht in Folgegewerken enthalten) provisorisch. Kondensatabläufe stilllegen, ggf. verschließen.
Dokumentation: Entsorgungsnachweis für Kältemittel und Geräte (Seriennummern). Achtung auf verbliebenes Kältemaschinenöl im Kompressor – Gerät stehend transportieren, Entsorger entfernt Öl fachgerecht.
Umwelt: Keine Kältemittel-Emission – Einhaltung der F-Gase-Verordnung bestätigt. Diese Position gilt analog für Einzel-Splits (1 zu 1), dann Innengerät = 1 Stk.
Pos. 9.4: Zulage: Entsorgung Kältemittel je angefangenes kg (R410A, R134a, etc.), inkl. Nachweis (Einheit: kg, Menge: 5, Positionsart: Zulage)
Kurztext: Zulage: Fachgerechtes Absaugen und Entsorgen von Kältemittel pro kg.
Langtext: Zusatzaufwand für Kältemittelentsorgung, z. B. bei Demontage von Split-Klimageräten, Kaltwassersätzen oder Kühlzellen. Der angegebene Einheitspreis pro Kilogramm deckt das Rückgewinnen des Kältemittels mittels Absauggerät, die Bereitstellung geeigneter Druckbehälter, Transport und die umweltgerechte Entsorgung bzw. Aufarbeitung. V
Vorschriften: Durchführung nur durch zertifizierten Kältemittelentsorger oder Fachbetrieb Kat. I gemäß ChemKlimaschutzV; Entsorgung entsprechend DIN EN 378 und EU-Verordnung 517/2014 (F-Gase) – lückenlose Nachweisführung.
Abrechnung: Gewicht des abgesaugten Kältemittels per Waage ermittelt (ggf. gerundet auf volle kg nach Abzug Tara). Typische Kältemittel: R410A, R407C, R134a, R32 etc.
Leistungen enthalten: Bereitstellung Sammelbehälter (Pfandflaschen), ggf. Recycling oder Rückführung ins Hersteller-System, Entsorgungsnachweis (z. B. Begleitschein). Nicht enthalten: Demontage der Kälteanlage an sich (siehe Pos. 9.3), diese Zulage bezieht sich nur auf das Handling des Kältemittels.
Umweltaspekt: Verhinderung, dass ozonschädigende oder klimarelevante Stoffe in die Atmosphäre gelangen – Pflicht des AN, dabei Standards einzuhalten.
Besonderheit: Für exotische Kältemittel (z. B. Ammoniak NH₃, Propan) separate Vereinbarung – in den meisten Fällen halogenierte Kältemittel wie oben. Die Menge variiert je Anlagentyp (z. B. Split 5 kW ~1 kg, Chiller 50 kW ~15 kg). Abrechnung nach tatsächlicher Menge laut Wiegeschein.
