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LV Heizung Sanitärsanierung

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Leistungsverzeichnis Heizung und Sanitär

Leistungsverzeichnis Heizung und Sanitär

Dies Los bündelt Heizungs- und Sanitärarbeiten. Hierunter fallen sämtliche Arbeiten an Heizungsanlagen (Wärmeerzeuger wie Kessel/Thermen, Verteilernetze, Heizflächen wie Radiatoren oder Fußbodenheizungen, Pumpen, Regelventile etc.) sowie an Sanitärinstallationen (Trinkwasser- und Abwasserleitungen, Sanitärobjekte wie WC, Waschbecken, Duschen, Armaturen). Besonders hervorgehoben ist die ganzheitliche Sanitärsanierung, d.h. Badsanierungen oder WC-Anlagen-Sanierungen, die in diesem Los von der Demontage des Altbestands bis zur Neuinstallation aller Komponenten abgedeckt sein sollen. Dies schließt also auch Nebenleistungen wie Estricharbeiten, Fliesenlegearbeiten und ggf. Malerarbeiten im kleinen Umfang ein, sofern sie Teil einer kompletten Bad-/Sanitärraumsanierung sind.

Das fertige Leistungsverzeichnis wird es Ihnen ermöglichen, einen oder mehrere Rahmenvertragspartner zu finden, die sämtliche Kleininstandsetzungen bis hin zu größeren Modernisierungen im HLS-Bereich (Heizung-Lüftung-Sanitär) abdecken können. Durch die ausführliche Beschreibung aller Teilschritte und Leistungen einer Komplettbadsanierung vermeiden wir Schnittstellenprobleme – der Auftragnehmer weiß genau, was von ihm erwartet wird (und was nicht). So haben Sie Planungssicherheit und können im Bedarfsfall zügig komplette Sanierungen durchführen lassen, ohne jedes Mal neu ausschreiben zu müssen.

Leistungsverzeichnis für Heizungs- und Sanitärarbeiten

Heizungsanlagen (zentrale Anlagen, Übergabestationen, Heizkörper, Fußbodenheizung, Regelungstechnik)

  • Pos. 1.1: Heizkessel (ca. 150 kW) installieren – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Lieferung und Montage eines gasbefeuerten Brennwert-Heizkessels mit ca. 150 kW Nennwärmeleistung, inkl. aller Sicherheitsarmaturen gemäß DIN EN 12828 (Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil, Manometer, Entlüfter). Aufstellung am vorgesehenen Aufstellort (Kesselhaus/Technikraum), hydraulischer Anschluss an das bestehende Heizungssystem, Abgasanlage bis über Dach, sowie Anschlüsse für Brennstoff- und Stromversorgung. Inbetriebnahme des Kessels gemäß Herstellerangaben und geltenden Vorschriften. Die Anlage ist herstellerneutral auszuschreiben und muss den aktuellen DIN-Normen und allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Ausführung nach VOB/C, inkl. aller Nebenleistungen.

  • Pos. 1.2: Fernwärme-Übergabestation einbauen – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Einbau einer Fernwärme-Übergabestation (Wärmeübergabestation) zur Anbindung an das Nah-/Fernwärmenetz des Versorgers. Station mit Plattenwärmetauscher, Regelventilen, Pumpengruppe und Steuerung, ausgelegt für die Gebäude-Heizlast (z.B. 150 kW) bei Primärvorlauftemperatur gemäß Versorger. Inklusive Sekundärkreispumpe, Schmutzfänger, Regelventile und Sicherheitsgruppe entsprechend DIN EN 12828. Sämtliche Messgeräte (Thermometer, Manometer) und Absperrarmaturen sind integriert. Steuer- und Regelungstechnik mit witterungsgeführter Vorlauftemperaturregelung und BUS-Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik. Rohranschlüsse an Primär- und Sekundärnetz bauseits passend herstellen. Station herstellerneutral und nach aktuellen Fernwärme-Richtlinien ausschreiben. Montage, Spülung und Druckprobe des Sekundärsystems vor Inbetriebnahme sind enthalten.

  • Pos. 1.3: Heizkörper montieren (inkl. Thermostatventil) – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Lieferung und Montage eines Plattenheizkörpers (Typ 22 oder vergleichbar) mit erforderlicher Heizleistung (ausgelegt nach Raumheizlast). Abmessungen passend zum Raum (z.B. Bauhöhe 600 mm), weiß pulverbeschichtet. Inklusive Thermostatventil mit thermostatischem Reglerkopf (Voreinstellung zur Hydraulischen Abgleichmöglichkeit), Rücklaufverschraubung sowie Wandhalterungen. Anschlussleitungen aus Heizungsrohr an bestehende Steigleitung oder Verteiler herstellen. Schallentkoppelte Befestigung (Rohrschellen und Konsolen mit Gummieinlage) gemäß DIN 4109, um Körperschallübertragung zu minimieren. Entlüftungsventil und Ablassventil am Heizkörper montieren. Funktionstest und Entlüftung nach Einbau, Anstrichausbesserungen bei Bedarf inklusive.

  • Pos. 1.4: Fußbodenheizung einbauen (Nasssystem) – 100 m² (Grundposition): Langtext: Installation einer Fußbodenheizung im Nassestrich-System. Verlegen von Heizrohren (Mehrschicht-Verbundrohr, z.B. ∅16×2 mm) auf Dämmung mit Befestigungssystem (Tackerplatten oder Noppensystem) in Schlangen- oder Mäanderform, Rohrabstand nach Heizlast (typ. 10–20 cm). Einschließlich Randdämmstreifen, System-Wärmedämmung und Lastverteilestrich (Estrich als separater Posten falls erforderlich). Einbau eines Verteilers mit Regelventilen für die Heizkreise, inkl. Durchflussmengenanzeiger je Kreis und Entlüftung. Anschluss des Verteilers an die Heizungsleitungen, inkl. Absperr- und Regelarmaturen. Regelung über Raumthermostate und Stellmotoren an den Ventilen, integriert in die zentrale Steuerung. Ausführung gemäß DIN EN 1264 (Fußbodenheizung Norm) und Beachtung der VDI 2035 hinsichtlich Heizwasserqualität (Vermeidung von Ablagerungen bei niedrigen Temperaturen).

  • Pos. 1.5: Heizungs-Regelungstechnik einrichten (digital) – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Lieferung und Einrichtung einer digitalen Heizungsregelung zur zentralen Steuerung der Wärmeerzeuger und Heizkreise. Witterungsgeführter Regler mit Außenfühler zur gleitenden Vorlauftemperaturregelung, sowie Raumtemperatur-Sensoren bzw. Führungsraum-Regelung nach Bedarf. Möglichkeit zur Zeitprogrammierung (Nachtabsenkung, Wochenprogramm) und Fernauslese/Anbindung an ein Gebäudeleitsystem (BACnet oder Modbus-Schnittstelle, falls gefordert). Inklusive Mischersteuerungen für ggf. unterschiedliche Heizkreistemperaturen (z.B. Radiatoren und Fußbodenheizung) und Warmwasserbereitung. Bediengerät mit Klartextanzeige montieren. Die Regelung muss den aktuellen VDI/VDE-Richtlinien entsprechen, übersichtlich parametrierbar und herstellerneutral ausgeschrieben sein. Montage der Fühler und Inbetriebnahme mit Parametrierung der Anlage sind enthalten.

  • Pos. 1.6: Heizungsanlage befüllen und Wasser aufbereiten – 1 Psch (Bedarfsposition): Langtext: Befüllung der Heizungsanlage mit aufbereitetem Füllwasser gemäß VDI 2035 (Richtlinie für Heizungswasser-Qualität). Verwendung von enthärtetem oder vollentsalztem Wasser, um eine Gesamthärte < 0,11 °dH bzw. Leitfähigkeit < 100 µS/cm zu erreichen. Kontrolle und ggf. Einstellung des pH-Werts im geforderten Bereich (etwa 8,2–10,0; bei Alu-Komponenten max. 9,0). Mobile Wasseraufbereitungsanlage (Ionentauscher oder Mischbettfilter) einsetzen. Spülung der Anlage vor Befüllung, entlüften aller Heizkreise. Dokumentation der Wasserqualität und Befüllmenge. (Hinweis: Diese Position wird nur ausgeführt, falls bei Inbetriebnahme neues Füllwasser benötigt wird – Bedarfsposition).

Rohrleitungsbau Heizung (Stahl, Kupfer, Kunststoffverbund inkl. Dämmung & Brandschutz)

  • Pos. 2.1: Heizungsrohrleitung Stahl (verzinkt/welded) verlegen – 100 m (Grundposition): Langtext: Herstellung einer Heizungs-Verrohrung aus Stahlrohr (schwarz oder verzinkt, Gewinde bis DN50, darüber Schweißverbindung) in Nennweiten DN15 bis DN100 nach Erfordernis. Lieferung der Rohre nach DIN EN 10255/DIN EN 10220, inklusive aller Formstücke (Bögen, T-Stücke, Reduzierungen) in passender Dimension. Befestigung der Leitungen an Decken/Wänden mit stabilen Rohrschellen, inkl. Gummieinlagen zur schalldämmenden Lagerung (Vermeidung von Körperschall gemäß DIN 4109) . Durchführung von Wänden/Decken mit Brandschutzmaßnahmen: Einbau von Brandschutzmanschetten oder nichtbrennbaren Rohrabschottungen bei Bedarf, Feuerwiderstandsklasse entsprechend der Durchdringung (z.B. R90 nach DIN 4102-11). Alle Stahlleitungen erhalten eine Korrosionsschutzbeschichtung an Schnitt- und Schweißstellen. Dämmung der Heizungsrohre mit Mineralwolle-Schalen gemäß GEG/EnEV-Anforderungen (Dämmdicke entsprechend Rohr-Ø, z.B. 30 mm bei DN25) zur Reduzierung von Wärmeverlusten. Nach Montage: Dichtheitsprüfung (Wasserdruckprobe) und Spülung der Leitung.

  • Pos. 2.2: Heizungsrohrleitung Kupfer verlegen (Presssystem) – 100 m (Grundposition): Langtext: Verlegen von Heizungsrohren aus Kupfer (nach DIN EN 1057) in Nennweiten bis ca. DN50. Verbindung mittels Pressfittings (konturbunt) mit entsprechenden Systempresswerkzeugen, elektrisch oder manuell verpresst; alternativ in kleinen Nennweiten Lötverbindung nach DVGW Vorgaben. Lieferung der Rohre in Stangen oder Ringen (weiches Cu bis 18 mm, hart ab 22 mm). Wand- und Deckendurchführungen mit Schutzrohren bzw. Manschetten ausstatten, offene Durchbrüche mit Brandschutzmaterial verschließen (bei brennbaren Durchführungen intumeszierende Manschetten gemäß DIN 4102). Halterung mit speziellen Kupfer-Rohrschellen (Einlage gegen Kontaktkorrosion und zur Schalldämmung gemäß DIN 4109). Wärmedämmung der Vor- und Rücklaufleitungen analog Pos. 2.1 (Dämmschalen, z.B. 13 mm bei DN15 bis 50 mm bei DN50 nach GEG). Leitungsmaterial und Fittings in herstellerneutraler Beschreibung ausschreiben (z.B. System Press x/y für Kupferrohre, DVGW-zugelassen). Einschließlich Druckprobe und Nachweis der Dichtheit.

  • Pos. 2.3: Heizungsrohrleitung Kunststoffverbund verlegen – 100 m (Grundposition): Langtext: Montage einer Heizungsleitung aus Mehrschicht-Verbundrohr (Kunststoff-Aluminium-Verbund, z.B. PE-X/Al/PE-X) nach DIN EN ISO 21003. Rohrdimensionen z.B. 16×2 mm bis 40×4 mm, je nach Erfordernis. Verbindungstechnik mittels Pressfittings (messing/kunststoff) mit DVGW-Zulassung. Verlegung auf Kabeltrassen, in Schächten oder Unterputz, mit zugelassenem Rohrbefestigungssystem. Diffusionsdichtheit des Rohres ist gewährleistet (Sauerstoffsperrschicht). Isolierung der Rohrleitungen gemäß energetischen Anforderungen (z.B. 100% der nach GEG geforderten Dämmdicke für Heizleitungen) mit geschlossenzelligem Schaum oder Mineralwolle. Befestigungen schallentkoppelt ausführen (vergleichbar Pos. 2.1). Rohrdurchführungen durch Brandabschnitte mit Brandschutzringe/Manschetten versehen (bei Kunststoffrohren intumeszierende Abschottungen erforderlich, z.B. R90 gemäß Zulassung). Nach Fertigstellung: Spülung, Druckprüfung und Protokollierung.

Sanitärtechnik (WC-Anlagen, Waschräume, Küchen, barrierefreie Ausstattung, Urinale, Duschanlagen etc.)

  • Pos. 3.1: WC-Anlage (wandhängend) einbauen – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Lieferung und Montage eines kompletten wandhängenden WC. Bestehend aus: Wand-WC-Keramik (weiß, Tiefspüler) mit passendem WC-Sitz und Deckel (abnehmbar, mit Edelstahlscharnieren), sowie ein Unterputz-Spülkastensystem mit Betätigungsplatte (2-Mengen-Spülung). Einbau eines Vorwand-Installationsmoduls (WV-Element) in Metallständer oder Massivwand, höhenverstellbar. Anschluss an Abwasser DN100 mit PE-HD-Bogen und an Trinkwassernetz (Kaltwasser) DN15 mit Eckventil und Spülkastenanschluss. Spülmenge einstellbar (i.d.R. 6/3 Liter). Abdichtung der Wanddurchführungen. WC-Keramik herstellerneutral (z.B. vergleichbar Duravit, Villeroy&Boch). Montagehöhe des Sitzes ca. 40 cm über Fertigfußboden (Standard-WC). Alle Befestigungen korrosionsgeschützt. Funktionstest und Dichtheitskontrolle der Anschlüsse. Entsorgung von Verpackungsmaterial.

  • Pos. 3.2: Waschtisch montieren (inkl. Armatur) – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Montage eines Waschtischs (Breite ca. 60 cm) aus Sanitärporzellan, weiß. Inklusive Wandhalterungen (Bolzen oder Konsolen) und aller Anschlüsse. Lieferung und Anschluss einer Waschtisch-Armatur (Einhebelmischer mit keramischer Kartusche, verchromt, mit Mischdüse). Montage der Ablaufgarnitur (Exzentergarnitur, verchromt) und Anschluss an das vorhandene Abwassersystem (Geruchsverschluss/Siphon DN32). Anschlüsse an Warm- und Kaltwasser: Eckventile 1/2" mit Rosetten montieren und mit Flex-Schläuchen an Armatur anschließen. Dichtungen und Hanf/Teflon-Band nach Bedarf. Wandabschlüsse mit Silikon abdichten (Sanitärsilikon, weiß). Der Waschtisch ist herstellerneutral (vergleichbar gängige Serie). Nach Montage: Dichtheitsprüfung aller Verbindungen und Funktionsprüfung (Warm-/Kaltwasser, Ablauf).

  • Pos. 3.3: Urinalanlage (wandhängend) installieren – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Lieferung und Montage eines wandhängenden Urinals aus Sanitärporzellan (weiß), inkl. Urinal-Siphon und Wandbefestigungssatz. Spülsystem: wahlweise Unterputz-Spülkasten (6 Liter) mit pneumatischer Betätigung oder druckloser Urinal-Spüler mit Magnetventil und IR-Sensor (berührungslose Auslösung) – Ausführung nach Vorgabe des AG, in jedem Fall herstellerneutral beschrieben. Wasseranschluss DN15 an Kaltwasser, inkl. Eckventil; Abwasseranschluss DN50 mit passenden Bögen/Muffen an Fallleitung. Urinal montieren auf Höhe gemäß Planung (Oberkante ca. 65 cm über FBOK für Standard). Urinal-Trennwand (falls gefordert) als Zubehör in separater Position berücksichtigen. Nach Einbau: Spülfunktion einstellen (Menge/Empfindlichkeit bei Sensor), Dichtheits- und Funktionsprüfung durchführen.

  • Pos. 3.4: Duschanlage (bodengleich) einbauen – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Erstellung einer bodengleichen Dusche. Lieferung einer Duschrinne bzw. Bodenablauf mit Rost (Breite z.B. 800 mm, Ablauf DN50) und fachgerechter Abdichtung im Estrich (Abdichtungsset für Verbundabdichtung im Duschbereich). Lieferung und Montage einer Dusch-Armatur: Thermostat-Mischbatterie (Aufputz oder Unterputz) mit Verbrühschutz, inkl. Brauseset (Handbrause mit Schlauch und Wandstange) – alles verchromt und in solider Ausführung. Wandanschlüsse DN15 für Warm- und Kaltwasser herstellen, inklusive Unterputz-Einbaukörper (bei Unterputzarmatur) und Abdichtung der Wandschlitze. Einregulierung der Warmwassertemperatur am Thermostat (Werkseinstellung ~38 °C). Einbau von Glas-Duschabtrennung oder Duschvorhangstange falls vorgesehen (separate Position, falls nicht inkludiert). Fliesen im Duschbereich mit Gefälle zur Ablaufrinne (Bodenarbeiten in anderem Gewerk). Nach Fertigstellung: Dichtheitsprüfung des Ablaufs (Duschprobe) und Kontrolle auf einwandfreien Wasserablauf.

  • Pos. 3.5: Küchen-Spüle anschließen (Küchenzeile) – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Installation der Küchenspüle (Edelstahl-Einbauspüle oder Keramikspüle, ca. 1 Becken mit Abtropffläche). Inklusive Einhebel-Küchenarmatur (hochschwenkbar, verchromt) mit Anschlussschläuchen. Montage der Spüle in vorbereiteter Arbeitsplatte (Ausschnitt bauseits), Einsetzen und Abdichtung (Dichtband/Klemmen). Anschluss an Kalt- und Warmwasser: Eckventile unter Spüle installieren, Geräteanschluss (z.B. Geschirrspüler) am Eckventil integrieren (Kombiventil falls erforderlich). Ablauf montieren: Geruchverschluss (Raumspar-Siphon) anschließen an Ablaufgarnitur der Spüle und mit DN50 Abwasserleitung verbinden. Dichtungen montieren, alle Verschraubungen festziehen. Prüfung auf Dichtheit und korrekten Sitz der Spüle. Silikonversiegelung am Spülenrand falls nötig. (Hinweis: Küchenschränke und Arbeitsplatte gehören zum Gewerk Möbel/Tischler; hier nur Sanitäranschlüsse.)

  • Pos. 3.6: Barrierefreie Sanitärausstattung ergänzen – 1 Psch (Zulage): Langtext: Zusätzliche Ausstattung für einen barrierefreien Sanitärraum gemäß DIN 18040. Montage von Stützgriffen beidseitig des WC (hochklappbare Haltegriffe, mind. 85 cm über Boden, ragen 15 cm über WC-Vorderkante hinaus), sowie einer Rückenstütze hinter dem WC-Becken (Mitte 55 cm hinter WC-Vorderkante). Verwendung eines erhöhten WC-Beckens: Sitzhöhe 46–48 cm über Fertigfußboden. Beim Waschtisch: Auswahl eines unterfahrbaren Modells (Höhe Oberkante max. 80 cm, Unterkante mind. 67 cm frei), mit ausreichend Beinfreiraum. Anbringung von Wandspiegel (mind. 100 cm hoch) unterfahrbar bzw. in Sitzposition einsehbar. Bodengleiche Dusche mit rutschfestem Belag, Duschsitz klappbar an der Wand montiert und zusätzlichem Haltegriff. Thermostat-Armaturen mit Verbrühschutz und leicht bedienbaren, großflächigen Griffen. Bei Bedarf Installation eines Notruf-Systems im WC (Zugseil vom WC aus erreichbar, optisch/akustisches Signal). Alle Maßnahmen nach DIN 18040 Teil 1 umzusetzen; dies ist eine Zulageposition zu den Standard-Sanitärinstallationen, auszuführen wo barrierefreie Ausstattung gefordert ist.

Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung (inkl. Hebeanlagen, Rohrnetz, Rohrdämmung)

  • Pos. 4.1: Trinkwasserleitung (Kupferrohr) verlegen – 100 m (Grundposition): Langtext: Verlegen einer Trinkwasserleitung (Kalt- oder Warmwasser) aus Kupferrohr nach DIN 1988/DIN EN 806. Rohrdimension je nach Bedarf (z.B. DN12/DN15 bis DN50). Verbindung durch Pressfittings (DVGW-geprüft, Kupfer/Rotguss) oder durch hartlöten mit Silberlot (bei offenen Flammen Brandschutz beachten). Spül- und Trinkwasser-hygienegerechte Verlegung: Leitungen mit Gefälle bzw. Entleerungseinrichtungen an tiefsten Stellen versehen, keine Stagnationsleitungen (Totleitungen vermeiden). Zirkulationsleitungen für Warmwasser bei Bedarf parallel verlegen; Warmwasser-Zirkulationspumpe in Pos. 4.5 vorgesehen, Leitungen entsprechend vorbereiten. Isolierung der Kalt- und Warmwasserleitungen gemäß GEG: Kaltwasser gegen Erwärmung/Tauwasser (z.B. 6–9 mm Dämmung) und Warmwasser gegen Wärmeverlust (Dämmdicke nach Rohr-Ø, z.B. 100 % der nach GEG vorgeschriebenen Dämmstärke). Dämmmaterial nicht brennbar (Brandschutzklasse A2 nach DIN 4102) in Installationsschächten gefordert. Alle Durchführungen durch Brandschutzwände analog Heizungsrohre abschotten. Nach Einbau: Druckprobe der Trinkwasserleitung mit Trinkwasser (Betriebsdruck, mind. 1 h) und Spülung gemäß DIN 1988-2 (bis Wasser klar und ohne Verunreinigungen austritt). Einhaltung der Hygieneanforderungen gemäß VDI 6023 (z.B. 3-Liter-Regel einhalten, Wassertemperatur Warm ≥ 60 °C / Rücklauf ≥ 55 °C).

  • Pos. 4.2: Trinkwasserleitung (Kunststoffverbundrohr) verlegen – 100 m (Grundposition): Langtext: Herstellung einer Trinkwasserinstallation aus Mehrschicht-Kunststoffverbundrohr (z.B. PE-X/Al/PE-X), Trinkwasser geeignet nach DVGW W 542. Rohrnennweiten etwa 16 × 2,0 mm bis 40 × 4,0 mm. Verbindung mit Pressfittings (Presssystem herstellerneutral, z.B. Alu-Verbund Press). Verlegung unter Putz, in Schächten oder abgehängten Decken; bei Unterputz auf ausreichende Biegeradien achten und Leerrohre verwenden, um Rohrbewegung zu ermöglichen. Befestigung mit Kunststoff-Rohrschellen oder Iso-Manschetten, spannungsfrei und schallentkoppelt. Dämmung analog Pos. 4.1: Warmwasser und Zirkulationsleitungen mit Rohrdämmung (z.B. PU-Schaum 100 % laut GEG), Kaltwasserleitungen mit Tauwasserschutz (geschlossenzelliger Schaum). Verwendung von Trinkwasser-hygienisch einwandfreien Materialien (KBV-Rohr und Rotguss/bronze Fittings, keine verzinkten Stahlteile in Trinkwasser). Spülung und Desinfektion der neuen Leitung vor Inbetriebnahme gemäß DVGW Arbeitsblatt W 557 (falls erforderlich, z.B. chloren oder thermisch spülen). Prüfen der Leitungen mit 1,1-fachem Betriebsdruck über 2 h, Dokumentation der Prüfung. Alle Arbeiten nach DIN 1988-200 und VDI 6023 ausführen (Hygieneanforderungen berücksichtigen).

  • Pos. 4.3: Abwasserleitung (Kunststoffrohr) verlegen – 50 m (Grundposition): Langtext: Lieferung und Verlegung von Abwasserrohren aus Kunststoff (HT-Rohr aus PP oder PVC-U, rauchgrau, nach DIN EN 1451 bzw. DIN EN 1329) in Nennweiten DN50, DN70, DN100 je nach Bedarf. Verbindung über Steckmuffen mit Lippendichtungen (werkseitig vormontiert). Verlegung mit konstantem Gefälle (mind. 1–3 %, je nach DN) zur nächsten Fallleitung oder Sammelanschluss. Halterung an Decken/Wänden mit passenden Rohrschellen (Abstand nach DIN 1986-100, ca. 10× Rohr-Ø) – bei schallschutzrelevanten Bereichen Verwendung von schalldämmenden Rohrschellen. Bei Bedarf Einsatz von SML-Gussrohr (nach DIN EN 877) in schallsensiblen Bereichen oder Brandschutzbereichen als Alternative (separate Position falls nötig). Brandschutz: Kunststoff-Abwasserrohre, die feuerbeständige Decken/Wände durchdringen, erhalten Brandschutzmanschetten mit intumeszierendem Material (geprüft nach DIN 4102-11, Feuerwiderstand z.B. R90). Leitungsführung so planen, dass Reinigungsöffnungen an zugänglichen Stellen sitzen (jede Richtungsänderung > 90° mit Putzstück). Dichtigkeitsprüfung der Abwasserleitung nach Abschluss (Füllprobe oder Sichtprüfung nach DIN 1986). Entsorgung von Verschnitt und Verpackungen entsprechend Vorschriften.

  • Pos. 4.4: Abwasser-Hebeanlage installieren – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Einbau einer Abwasser-Hebeanlage (nach DIN EN 12050) zur Entsorgung von Schmutz-/Fäkalwasser unterhalb der Rückstauebene (z.B. Keller-WC oder Bodenabläufe). Zweipumpige Ausführung (DUO-Anlage) mit automatischer Wechselsteuerung und Störmeldung, Förderleistung entsprechend Anschlusswerten (z.B. Q ≈ 2 l/s, H ≈ 5 m). Anschlüsse: Zuläufe DN100/DN50 gemäß Anfallstellen, Druckabgang z.B. DN80 mit Rückschlagklappe an vorhandenes Abwassernetz oberhalb Rückstauebene. Inklusive Schaltanlage (Steuerung mit Alarm, potentialfreiem Störkontakt zum Leitsystem) und Fühlern (Schwimmer oder pneumatische Steuerung). Aufstellung frei auf Aufstellfläche, schwingungsdämpfende Unterlage. Druckleitung aus PVC/PE inkl. Absperrschieber und Rückschlagventil montieren. Elektroanschluss (230/400 V) bauseits vorbereitet, Montage der Alarmgeber. Inbetriebnahme der Hebeanlage mit Funktionsprüfung (Füllstandssteuerung, Alarm). Beschilderung und Hinweise gemäß DIN. Wartungshinweise dem AG übergeben.

  • Pos. 4.5: Warmwasser-Zirkulationspumpe installieren – 1 Stk (Bedarfsposition): Langtext: Lieferung und Montage einer Zirkulationspumpe für die Trinkwarmwasser-Anlage, inklusive aller erforderlichen Anschlüsse. Hocheffizienz-Nassläuferpumpe (EEI ≤ 0,23) mit geringer Leistungsaufnahme (z.B. 25/1-4 Pumpe, 40 W) für kontinuierliche Zirkulation des Warmwassers. Einschließlich Absperrarmaturen und Rückschlagventil in Vor- und Rücklauf, sowie Kugelhähne mit Entleermöglichkeit. Pumpe mit Zeitschaltuhr oder Thermostatsteuerung ausgerüstet, um Laufzeiten zu optimieren (z.B. Abschaltung nachts) und Energieverbrauch zu reduzieren. Elektrischer Anschluss an vorhandene Stromversorgung, Einstellung der Fördermenge so, dass Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf max. 5 K beträgt (VDI 6023 Empfehlung zur Effizienz). Die Zirkulationsleitung ist in Pos. 4.1/4.2 enthalten – diese Position umfasst die Pumpeinheit und Inbetriebnahme. Bedarfsposition, falls Warmwasserzirkulation im jeweiligen Gebäude erforderlich ist (insbesondere bei Leitungsvolumen > 3 Liter zu entferntesten Entnahmestellen, gemäß VDI 6023). Funktionsprüfung: Sicherstellen, dass überall im Netz mind. 55 °C erreicht werden.

Rückbau und Demontage (Sanitärbereiche, Rohrleitungen, Altanlagen)

  • Pos. 5.1: Demontage Heizkessel / Wärmeerzeuger – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Außerbetriebnahme und Demontage eines vorhandenen Heizkessels oder Wärmeerzeugers (z.B. Gas-Heizkessel, Ölkessel oder Fernwärmeübergabestation). Absperren von Vor- und Rücklauf, kontrolliertes Entleeren der Anlage (Heizungswasser auffangen und ggf. umweltgerecht entsorgen). Demontage aller Anschlüsse: Heizungsrohre (trennen durch Sägen/Schneiden), Brennstoffleitungen (Gas absperren und gegen Wiederinbetriebnahme sichern, Ölleitung verschließen), Abgasanlage (Abgaskrümmer lösen). Ausbau des Kesselkörpers ggf. in transportable Segmente zerlegen (bei großen Kesseln). Abtransport des Kessels und aller zugehörigen Komponenten (Pumpen, Armaturen, Regelungen), fachgerechte Entsorgung der Altgeräte und Betriebsstoffe gemäß geltenden Vorschriften (Elektroschrott, Altmetall, Ölreste etc. über zertifizierte Entsorger). Verschließen/Verkappen der offenen Leitungsenden nach Ausbau. Besenreine Übergabe des Aufstellraums.

  • Pos. 5.2: Demontage Heizkörper – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Ausbau eines bestehenden Heizkörpers inkl. Zubehör. Absperren oder Entleeren des betreffenden Heizkreises. Lösen der Verschraubungen am Vor- und Rücklauf (Thermostatventil und Rücklaufverschraubung), auffangen von Restwasser. Abnehmen des Heizkörpers von den Wandkonsolen. Ausbau der Konsolen/Halterungen falls nicht wiederverwendbar. Verschluss der Leitungsanschlüsse (sofern Leitung nicht sofort weiterverwendet wird, temporärer Stopfen/Kappe einsetzen). Transport des ausgebauten Heizkörpers zum Zwischenlager oder Container. Entsorgung des Alt-Heizkörpers als Schrott (Stahl/Metallrecycling) gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Bei Umbau: Wandflächen ausbessern (Dübellöcher schließen) im Zuge der Bauleistung. Eventuelle Beschädigungen an angrenzenden Bauteilen vermeiden.

  • Pos. 5.3: Demontage Rohrleitungen (Heizung/Sanitär) – 100 m (Grundposition): Langtext: Rückbau vorhandener Rohrleitungen der Heizungs- und Trinkwasserinstallation (Material: Stahl, Kupfer, Kunststoff etc.) einschließlich Dämmungen und Befestigungen. Rohrleitungen abschnittsweise drucklos machen (Entleeren von Wasser, Ausblasen bei Bedarf). Heraustrennen der Leitungen mit geeigneten Verfahren: Rohrschneider, Säbelsäge oder Trennschleifer (Funkenflug beachten, ggf. Nassschneiden). Ausbau von Formstücken, Armaturen und Halterungen (Schellen, Konsolen). Ausbau der Rohrdämmung (bei KMF-Dämmung: Schutzmaßnahmen nach TRGS 521, Entsorgung als Mineralfaserabfall). Schrittweiser Abtransport der demontierten Teile. Trennung nach Stoffart für Entsorgung (Metalle, Kunststoffe, Isolierung). Fachgerechte Entsorgung aller ausgebauten Materialien über zugelassene Entsorgungsfachbetriebe gemäß den geltenden Vorschriften (z.B. Nachweisführung für gefährliche Abfälle). Entsorgungsnachweise sind dem AG auf Verlangen vorzulegen. Öffnungen in Wänden/Decken, die durch die Demontage entstanden sind, bleiben offen für Neuinstallation (Schließen siehe Pos. 5.5).

  • Pos. 5.4: Demontage Sanitärobjekte – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Ausbau eines Sanitärgegenstandes (z.B. WC, Waschtisch, Urinal, Spüle o. ä.) einschließlich Zubehör. Absperren der Zulaufleitung(en) am Eckventil oder Hauptabsperrung. Entleeren von Wasser in Siphonen (Geruchsverschlüsse) durch Lösen und Auskippen. Lösen der Anschlussverschraubungen: Eckventile abschrauben, Siphon vom Abgangsrohr trennen. Demontage des Objekts von Wand/Boden (Schrauben oder Halter entfernen). Ausbau von Befestigungsmaterial und Silikonfugen abschneiden. Verschluss der Abwasserleitung temporär (Stopfen einsetzen, um Kanalgase zu verhindern). Abbau der Armaturen, soweit nicht wiederverwendet. Transport des ausgebauten Objekts in Container oder Lagerplatz. Entsorgung der Alt-Sanitärobjekte (Keramikschrott, Altmetall von Armaturen) gemäß Abfallart. Fachgerechte Entsorgung nach gültigen Vorschriften (z.B. Keramik zu Bauschutt, Metall zu Recycling). Reinigung der Umgebung, damit Folgemontage im sauberen Umfeld erfolgen kann.

  • Pos. 5.5: Wand- und Deckendurchbrüche schließen – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Wiederherstellungsarbeit nach Demontage oder Neuverlegung: Schließen von Installations-Durchbrüchen in Wänden und Decken (Mauerwerk oder Beton) bis ca. 0,2 m² Öffnungsfläche. Reinigung des Durchbruchs von losen Resten, vornässen bei Mineraluntergrund. Bei Massivwänden/Decken: Vermörteln mit zementgebundenem Werktrockenmörtel oder Montagemörtel in Lagen, vollstößig mit dem Bauteil. Oberfläche beidseitig eben bündig zur umgebenden Fläche herstellen. In Brand- bzw. Schallschutzwänden: Verwendung von Brandschutzmörtel oder -stopfen mit notwendiger Feuerwiderstandsdauer (gleichwertig zur Wand, z.B. F90/A90), sowie weichfedernde Schallschutz-Dämmung gemäß DIN 4109 einbringen. Kleine Restspalte mit geeigneter Dichtmasse schließen. Bei Durchdringungen mit verbleibenden Leitungen (für Zulagenpositionen): brandschutztechnische Abschottung entsprechend Zulassung (z.B. Kombischott). Reinigung nach Abschluss. Diese Position umfasst die Wiederherstellung der Bausubstanz und ist pro Durchbruch abzurechnen.

Hygienemaßnahmen (Legionellenprävention, Probenahmestellen, thermische Desinfektion)

  • Pos. 6.1: Probenahmeventil Trinkwasser installieren – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Einbau eines Probenahmeventils in der Trinkwasser-Installation gemäß VDI 6023 und TrinkwV. Ausführung in korrosionsbeständigem Material (z.B. Messing vernickelt oder Edelstahl) mit Hygiene-Spülmöglichkeit. Einbauorte: am Ausgang des Warmwasserspeichers bzw. -bereiters (Warmwasser-Vorlauf) und am Ende des Zirkulationskreises (Rücklauf), sowie ggf. am Kaltwassereingang – je nach Anlagenkonzept. Ventil mit 1/2"-Anschluss und Auslauf zur Probenahme (nach unten abgewinkelt, mit Kappe). Montage in die jeweilige Leitung mittels T-Stück und passender Reduzierung, gut zugänglich und kennzeichnet („Probeentnahme Trinkwasser“). Dichtheitsprüfung nach Einbau. Damit wird die regelmäßige Beprobung auf Legionellen erleichtert (für Anlagen > 400 Liter Speichervolumen oder > 3 Liter Rohrvolumen in einer Strecke zum Entnahmebein, gemäß Trinkwasserverordnung und VDI 6023). Dokumentation der Lage der Probenahmestellen im Revisionsplan.

  • Pos. 6.2: Thermische Desinfektion der Trinkwasseranlage – 1 Psch (Bedarfsposition): Langtext: Thermische Desinfektion der Warmwasser-Trinkwasseranlage zur Legionellenprävention nach VDI 6023 Blatt 2. Durchführung als Sondermaßnahme bei Inbetriebnahme oder nach längerer Nutzungsunterbrechung. Erhöhung der Warmwasser-Temperatur am Wärmeerzeuger auf mindestens 70 °C für die Desinfektionsdauer. Spülen aller Entnahmestellen (Duschen, Wasserhähne) im Warmwassernetz in kleinen Gruppen nacheinander: Jeder Auslass wird mindestens 3 Minuten mit heißem Wasser durchströmt. Sicherstellen, dass auch entfernteste Stellen die Desinfektionstemperatur erreichen. Achtung: Verbrühungsgefahr – Hinweis an Personal, ggf. Vorsichtmaßnahmen treffen. Die thermische Behandlung tötet Legionella-Bakterien im Leitungssystem ab. Nach Abschluss Rückstellung der Temperatur auf Normalbetrieb (60 °C Vorlauf, ≥ 55 °C Rücklauf). Dokumentation der Desinfektionsmaßnahme (Datum, Dauer, Temperatur) für das Betriebshandbuch. Diese Position ist als Bedarfsposition vorgesehen, auszuführen auf Anordnung des AG, beispielsweise präventiv einmal jährlich oder bei Grenzwertüberschreitungen.

Messtechnik und Zähler (Wasserzähler, Wärmemengenzähler)

  • Pos. 7.1: Wasserzähler (Q3=4 m³/h) einbauen – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Lieferung und Montage eines Trinkwasserzählers (Kaltwasser) für die Verbrauchsmessung. Nenndurchfluss z.B. Q3=4 m³/h (entspricht Qn 2,5, klassisch für DN20 Hausanschluss), Mehrstrahl-Trockenläufer oder nasslaufender Ringkolbenzähler, MID-konform geeicht. Einbau in die Wasserzählergarnitur: einschließlich 2 Stk. Absperr-Kugelhähne vor und nach dem Zähler, Einbaustrecke gemäß Hersteller (z.B. mindestens 5×DN als Beruhigungsstrecke). Montage waagerecht in Fließrichtung, Zifferblatt gut ablesbar ausgerichtet. Dichtungen einsetzen, Verschraubungen anziehen. Plombierung an den Zählerüberwurfschrauben anbringen. Bei Bedarf mit Impulsgeber (Reed-Kontakt) zur Fernübertragung ausstatten – optional nach Vorgabe des AG. Nach Einbau: Prüfen auf Dichtheit und korrekte Funktion (Zählwerk läuft bei Durchfluss). Zählerstand bei Inbetriebnahme dokumentieren. Hinweis: Gerät ist nach Eichordnung alle 6 Jahre zu wechseln (dies fällt in Betreiberverantwortung).

  • Pos. 7.2: Wärmemengenzähler (DN25) montieren – 1 Stk (Grundposition): Langtext: Einbau eines Wärmemengenzählers (Wärmezähler) zur Erfassung des Wärmeverbrauchs in einer Heizungsanlage. Auslegung z.B. für Durchfluss DN25 (QV etwa 3,5 m³/h), direkt in Vorlauf oder Rücklauf einbaubar. Kompaktwärmezähler oder Split-Modell mit separatem Rechenwerk und Fühlern. Lieferung inklusive 2 Temperaturfühler Pt500 (Vor- und Rücklauf) mit Tauchhülsen, sowie Messing-Verschraubungen. Montage: Absperrung des Heizkreises, Einbau des Zählergehäuses zwischen zwei Absperrarmaturen (Innengewindeanschluss 1 ½"). Einbauort bevorzugt Rücklauf (niedrigere Temperatur für längere Elektroniklebensdauer), falls nicht anders gefordert. Fühler an geeigneten Stellen einsetzen (in Fühlertaschen, dichtend verschraubt). Elektronikeinheit an der Wand befestigen oder auf dem Rohr fixieren, gut ablesbar. Inbetriebnahme: Programmierung der Fühlertemperaturen (Vor/Rück vertauschen falls nötig), Rückstellung auf Null. Prüfen der Anzeige (Durchfluss, Vor-/Rück-Temp-Differenz) mit laufender Anlage. Gewährleistung, dass Zähler den Anforderungen der MID (Measuring Instruments Directive) entspricht und geeicht geliefert wird. Abschließend Verplombung des Zählers.