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Leistungsverzeichnis Gebäudesystemtechnik

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Leistungsverzeichnis Gebäudesystemtechnik

Leistungsverzeichnis Gebäudesystemtechnik

Dies Los umfasst Gebäudesystemtechnik, worunter die übergeordneten Steuerungs- und Automatisierungssysteme im Gebäude verstanden werden. Dies beinhaltet z.B. Gebäudeleittechnik (GLT) bzw. Building Management Systems (BMS), die Programmierung und Wartung von Steuerungen (SPS) für Lüftungs- und Heizungsanlagen, BUS-Systeme in der Gebäudetechnik (wie KNX/EIB für die Steuerung von Beleuchtung, Jalousien etc.), Sicherheitstechnik und Zutrittskontrollsysteme sowie sonstige MSR-Technik (Messen-Steuern-Regeln) für die Gebäudeautomation. In Ihren Liegenschaften könnte dies bedeuten: Betreuung der zentralen Leittechnik, Anpassungen an Steuerungssoftware wenn Anlagen geändert werden, Wartung von Alarmierungsanlagen oder Zutrittssystemen, und allgemeine Optimierung der Automatisierung zur effizienten Bewirtschaftung.

Bei der Gebäudesystemtechnik ist es besonders wichtig, Schnittstellen zu HLS und Lüftung abzugrenzen. Wir werden in Abstimmung mit Ihnen festlegen, welche Aufgaben vom HLS-Fachhandwerker erledigt werden und welche vom Gebäudeautomations-Spezialisten. Abgrenzungen können wir in Vorbemerkungen klar beschreiben, damit es später keine Unklarheiten gibt.

In Summe liefert das Los Leistungsverzeichnis Ihnen einen erfahrenen Partner für alle „intelligenten“ Systeme im Gebäude. Die detaillierte Leistungsbeschreibung ermöglicht es spezialisierten Firmen, ein Angebot abzugeben, das sowohl Routinewartungen als auch spontan benötigte Programmier- oder Reparatureinsätze abdeckt. So bleiben Ihre technischen Managementsysteme jederzeit betriebsbereit und aktuell, was unmittelbar zur Betriebssicherheit und Effizienz Ihrer Immobilien beiträgt.

Leistungsverzeichnis für Gebäudesystemtechnik

Allgemeine Anforderungen und Leistungsumfang

Das Gewerk Gebäudesystemtechnik / Gebäudeautomation umfasst sämtliche Einrichtungen zur automatischen Überwachung, Steuerung, Regelung und Optimierung der gebäudetechnischen Anlagen. Im Rahmen dieses Leistungsverzeichnisses werden herstellerneutrale Leistungen beschrieben. Die ausgeschriebenen Positionen sind GAEB-konform strukturiert mit Positionsnummer, Einheit, Muster-Menge, Kurztext, Langtext und Positionsart. Mengen sind als Richtwerte (Muster) angegeben, da es sich um einen Rahmenvertrag handelt. Alle aufgeführten Leistungen sind gemäß den unten genannten Normen und Richtlinien auszuführen, um eine DIN- und VOB-gerechte Ausschreibung zu gewährleisten.

Einzuhaltende Normen, Richtlinien und Standards (Herstellerneutralität):

  • DIN EN ISO 16484 (Systeme der Gebäudeautomation – Projektierung, Ausführung, Datenkommunikation BACnet etc.)

  • DIN VDE 0831 (Gebäudetechnische Kommunikationssysteme, soweit einschlägig)

  • VDI 3814 (Gebäudeautomation – Planung, Funktionen und Komponenten)

  • VDI 3813 (Raumautomation – Funktionen und Anwendungsfälle)

  • DIN EN 50090 (KNX) und DIN EN 60669 (Elektronische Systeme in der Gebäudeinstallation, Schaltgeräte)

  • IEC 61131 (Programmierbare Steuerungen – Programmiernorm, z. B. für SPS-basierte GA-Komponenten)

110. Automationssystem für Raumbeleuchtung (KNX/DALI)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Lieferung und betriebsfertige Installation eines digitalen Lichtsteuerungssystems für Innenbeleuchtung. Das System basiert auf DALI (Digital Addressable Lighting Interface) in Verbindung mit KNX-Bus und ermöglicht eine flexible, energieeffiziente Beleuchtungssteuerung. Es ersetzt konventionelle 0–10V-Dimmer durch adressierbare digitale Vorschaltgeräte. Vorteil von DALI ist die exakte Definition von Lichtszenen und eine einfache Bus-Verkabelung. In jedem Raum werden Leuchten in Gruppen/Einzeln ansteuerbar geschaltet und gedimmt, präsenz- und tageslichtabhängig geregelt. Integriert sind Busschnittstellen zur Einbindung in KNX/BACnet. Inklusive: Adressierung und Parametrierung aller DALI-Leuchten, Bereitstellung von Szenen (siehe Pos. 810), automatische Abschaltung bei Abwesenheit.

  • Positionsart: Grundposition

111. Automationssystem für Jalousie- und Sonnenschutzsteuerung

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Lieferung und Installation einer Jalousie- und Sonnenschutzsteuerung für Räume/Fassaden. Über den Gebäudebus (KNX) werden elektrisch betriebene Jalousien, Rollläden oder Markisen zentral und dezentral angesteuert. Die Steuerung erfolgt wetter- und präsenzabhängig: Bei Sonneneinstrahlung fahren Behänge zur Blend- und Wärmeschutzregelung selbsttätig in definierte Positionen; bei Abwesenheit oder definierter Zeitsteuerung (siehe Pos. 830) können Lamellen geschlossen werden. Einbindung eines Helligkeitssensors (siehe Pos. 340) zur automatischen Sonnennachführung ist vorgesehen. Sicherheit: Bei Windalarm oder Regen (Wetterstation, siehe Bedarfspos. 350) werden Sonnenschutzanlagen automatisch eingefahren (Sturm- und Regenschutz). Manuelle Bedienung: Lokale Bedientaster und zentrale Touchpanel-Befehle (Pos. 510) ermöglichen Überschreibung der Automatik.

  • Positionsart: Grundposition

112. Einzelraumregelung Heizung/Kühlung/Lüftung

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Implementierung einer Einzelraumregelung für das Raumklima (Heizung, Kühlung, Lüftung) pro Raum/Zone. Jeder Raum wird mit einem Raumtemperaturregler (z. B. in Präsenzmelder oder Bedienpanel integriert) ausgestattet, der die angeschlossenen Heizungsventile (siehe Pos. 440) und ggf. Kühlstellglieder ansteuert. Bei zentraler Lüftungsanlage werden motorische Volumenstromregler oder Lüftungsklappen im Raumverbund angesteuert, um bedarfsgerechte Frischluftversorgung pro Raum sicherzustellen. Die Regelung erfolgt nach Vorgabe-Sollwerten mit Anpassung bei Präsenz/Abwesenheit (Absenkbetrieb) und Berücksichtigung von Fensterkontakten (Energiesparen, siehe Pos. 840). Inklusive: Alle notwendigen Busankoppler, Reglermodule oder KNX-Thermostate, Programmierung der Regelalgorithmen (PI/PID-Regler) für Temperatur und ggf. CO₂-Konzentration. Stör- und Alarmmeldungen (z. B. bei Frostgefahr) werden an die GLT gemeldet.

  • Positionsart: Grundposition

210. Automationsstation (DDC) mit BACnet/IP für HLK/MSR

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Lieferung einer frei programmierbaren Automationsstation (DDC/SPS) für die zentrale Gebäudeautomation. Die Station dient der Anlagenautomation (z. B. Heizungsanlagen, Lüftungszentralen) und verfügt über offene Schnittstellen BACnet/IP, Modbus TCP/RTU und OPC-UA. Die Automationsstation ist BACnet Building Controller (B-BC) zertifiziert, ermöglicht die Kommunikation zwischen verschiedenen Gewerken der Gebäudeautomation und gewährleistet Interoperabilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller. Über BACnet/IP werden HLK-Anlagenpunkte (Messwerte, Stellgrößen, Status) standardisiert bereitgestellt. Modbus-Schnittstellen dienen zur Einbindung externer Geräte, z. B. Wärmemengen- oder Stromzähler (TGA-Komponenten), um deren Mess- und Stellwerte in der GA verfügbar zu machen. OPC UA-Unterstützung ermöglicht die sichere, plattformunabhängige Anbindung von Industrie- und IoT-Systemen an die Gebäudeautomation. Hardware: CPU-Modul mit Ethernet (TCP/IP), Feldbusanschlüsse (z. B. RS485 für Modbus RTU), Digitale und Analoge I/O-Module nach Bedarf, USV-gepufferte Uhr. Software: Objektorientierte GA-Programmierumgebung gemäß IEC 61131-3 (ST, FBD etc.), Unterstützungsfunktionen für Zeitprogramme, Alarmmanagement und Trendaufzeichnung.

  • Positionsart: Grundposition

220. Gateway zur KNX/EIB-Anbindung

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Bereitstellung eines KNX/IP-Gateways oder einer Schnittstelle zur Anbindung des dezentralen EIB/KNX-Busses an die zentrale Gebäudeleittechnik. Das Gateway ermöglicht bidirektionalen Datenaustausch zwischen KNX-Geräten (Raumautomation) und der Automationsstation/GLT über IP-Netzwerk. Funktion: KNX-Gruppenadressen (z. B. Beleuchtungs- und Jalousiebefehle, Temperatursollwerte) werden auf Objekte der GA übertragen (z. B. BACnet-Objekte) und umgekehrt. Dies ermöglicht die zentrale Visualisierung und Steuerung aller KNX-Funktionen sowie das auswerten von KNX-Sensorik in der GA. Technik: Gerät nach KNXnet/IP-Standard, unterstützt Tunnel- und/oder Routing-Modus, maximal mögliche Buslast beachten. Netzwerkanschluss im GA-Schaltschrank, parametriert mit ETS-Projektdaten.

  • Positionsart: Grundposition

230. MQTT-Server-Schnittstelle (IoT-Kommunikation)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Bedarfsposition: Einrichtung einer MQTT-Schnittstelle zur optionalen Koppelung der Gebäudeautomation mit IoT-Plattformen oder cloudbasierten Diensten (z. B. für Energiemonitoring oder gebäudeübergreifende Auswertung). MQTT ist ein offenes Netzwerkprotokoll für Machine-to-Machine-Kommunikation, das den Austausch von Telemetriedaten in Form von Nachrichten zwischen Geräten ermöglicht – selbst bei hohen Latenzen oder eingeschränkter Bandbreite des Netzwerks. Leistung: Installation und Konfiguration eines MQTT-Brokers bzw. Clients auf der Automationsstation oder GLT-Server, Einrichten definierter Topics für ausgewählte GA-Daten (z. B. Raumtemperaturen, Zählerstände, Störmeldungen). Sicherstellung verschlüsselter Übertragung (TLS) und Authentifizierung nach aktuellem Stand der Technik. Diese Position wird nur beauftragt, falls eine MQTT-Anbindung an cloudbasierte Systeme der Stadtwerke Rostock erforderlich wird.

  • Positionsart: Bedarfsposition

310. Präsenzmelder (Bewegungs- und Helligkeitssensor)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 10

  • Langtext: Passiv-Infrarot-Präsenzmelder zur Decken- oder Wandmontage für die präsenzabhängige Licht- und Klimasteuerung. Erfassungsbereich min. 360° (bei Deckenmontage) bzw. 8–10 m Radius, Empfindlichkeit einstellbar. Integrierter Helligkeitssensor zur Messung der aktuellen Beleuchtungsstärke im Raum für tageslichtabhängiges Dimmen. Der Melder sendet Präsenzstatus und Lichtwert zyklisch oder bei Änderung auf den KNX-Bus. Funktion: Bei erkannter Bewegung in Abhängigkeit vom gemessenen Lux-Wert automatisch Licht ein-/ausschalten (bzw. dimmen über DALI, Pos. 110) sowie Lüftung/Nachtabsenkung steuern. Einstellung von Nachlaufzeit und Empfindlichkeitsparametern per ETS. Montagehöhe üblicherweise 2,5–3 m innen. Schutzart IP20 (Innenbereich). Anschaltung an KNX-Bus (integrierte Busankopplung) oder alternative Busprotokolle nach Plan.

  • Positionsart: Grundposition

320. Raum-Temperatursensor (Busfähig)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 10

  • Langtext: Digitaler Temperaturfühler für Innenräume, zur Erfassung der Raumlufttemperatur für die Einzelraumregelung. Messbereich ca. 0–40 °C, Genauigkeit ±0,5 K. Als Unterputz-Gerät (Designkompatibel mit Schaltersystem) oder Aufputz-Fühler im Raum. Busfähige Ausführung (KNX-Temperaturfühler oder analoge 0-10V/Modbus Sensor mit Busmodul an GA). Funktion: Kontinuierliche Messwertübertragung an die GA-Regelung (Soll-Ist Vergleich in Pos. 112). Bei Abweichung vom Sollwert steuert die GA die Heiz-/Kühlventile (Pos. 112/440) entsprechend an. Falls im Präsenzmelder (Pos. 310) bereits Temperatursensor integriert ist, kann auf separaten Fühler verzichtet werden (Bedarfsplanung). Montage in ca. 1,5 m Höhe, nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder Zugluft.

  • Positionsart: Grundposition

330. CO₂-/Luftqualitäts-Sensor (Raum)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 5

  • Langtext: Kombinierter CO₂-Sensor mit optionalem Luftfeuchte- und Temperaturfühler zur Überwachung der Raumluftqualität (z. B. in Konferenzräumen, Büros mit hoher Belegungsdichte). Messbereich CO₂: 0–2000 ppm, Ausgabe als Messwert auf den GA-Bus. Rel. Feuchte-Messung 0–100 % r.H. (±3 %) und Temp.-Messung integriert zur zusätzlichen Auswertung. Funktion: Die GA nutzt den CO₂-Wert zur bedarfsgerechten Lüftungssteuerung (z. B. Erhöhung der Lüftungsstufe bei Überschreitung eines Schwellwerts ~1000 ppm). Ein zu hoher CO₂-Gehalt wird zudem als Meldung an die GLT weitergeleitet. Wandmontage im Aufenthaltsbereich (~1,5 m Höhe). Busanbindung: entweder direkter KNX CO₂-Sensor oder analoger Sensor 0-10V an Automationsstation (Pos. 210) mit entsprechender Auswerteklemme.

  • Positionsart: Grundposition

340. Helligkeitssensor außen (Tageslicht)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 2

  • Langtext: Externer Helligkeitssensor zur Fassaden- oder Dachmontage zur Erfassung der aktuellen Außenhelligkeit (Lux-Wert). Messbereich ca. 0–100.000 Lux, wetterfeste Ausführung (mind. IP54). Dient der automatischen Steuerung von Sonnenschutz (Pos. 111) und zur tageslichtabhängigen Konstantlichtregelung in Innenräumen. Funktion: Der Sensor überträgt den gemessenen Beleuchtungsstärkewert zyklisch an die GA. Bei Überschreiten von Einstellwerten aktiviert die GA die Jalousie-/Markisensteuerung (Sonnenschutz bei hohen Werten) bzw. bei Unterschreiten steuert sie die Raumbeleuchtungsstärke nach (Konstantlichtregelung in Verbindung mit Präsenzmeldern). Integration wahlweise über KNX-Wettersensor oder Analogsensor an Automationsstation. Montage möglichst auf freiem Dach oder an wetterexponierter Stelle ohne Verschattung.

  • Positionsart: Grundposition

350. Wetterstation (Wind- und Regenwächter)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Bedarfsposition: Kompakte Wetterstation zur Messung von Windgeschwindigkeit und Niederschlag zur Sicherheitsabschaltung von Sonnenschutzanlagen. Enthält einen Windsensor (z. B. Anemometer oder Ultraschallsensor) und einen Regensensor (Heizbarer Oberflächensensor). Funktion: Bei Überschreiten der eingestellten Windstärke (Sturmgrenze, z. B. >10 m/s) oder bei detektiertem Regen sendet die Station sofort Wind-/Regenalarm auf den Bus. Die GA fährt daraufhin alle angebundenen Jalousien/Markisen automatisiert hoch (Wind) bzw. in Sicherheitsposition (Regen). Dadurch werden Schäden am Sonnenschutz verhindert. Bus-Anbindung über KNX-Wetterstation-Modul oder direkte Einbindung der Sensorkontakte in die Automationsstation (Binäreingänge). Montage frei exponiert (Dach). Hinweis: Diese Position wird nur ausgeführt, wenn automatisierte außenliegende Sonnenschutzanlagen vorhanden sind (Ergänzung zu Pos. 111).

  • Positionsart: Bedarfsposition

360. Fensterkontakt (Magnetkontakt)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 10

  • Langtext: Bedarfsposition: Reed-Magnetkontakt zur Erfassung des Öffnungszustands von Fenstern oder Außentüren, zur Integration in die GA. Ausführung als verdeckt eingebauter Fensterrahmenkontakt oder zum Aufkleben, potenzialfrei. Der Kontakt wird an einen Binäreingang des GA-Systems angeschlossen (z. B. KNX-Binäreingang oder DDC-Digitaleingang). Funktion: Meldet „Fenster offen/geschlossen“ an die Gebäudeautomation. Bei geöffnetem Fenster können automatisch Heizung und Lüftung im betroffenen Raum abgeschaltet oder abgesenkt werden, um Energieverluste zu vermeiden (siehe auch Pos. 840 Energieeffizienzfunktionen). Zudem kann die Information für Einbruchmeldungen oder das Blockieren von automatischen Rollladenfahrten genutzt werden. Jeder Kontakt inkl. Befestigungsmaterial, Leitungsanschluss an Buskabel oder Sensorleitung zum nächstgelegenen Anschlusspunkt.

  • Positionsart: Bedarfsposition

410. Schaltaktor Licht (Mehrkanal)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 5

  • Langtext: Modularer Installations-Schaltaktor zur Ansteuerung von Beleuchtungskreisen (ein/aus). Mindestens 4 Kanäle, jeweils 16 A Schaltleistung (AC1) für 230 V Lichtstromkreise. Hutschienenmontage im Elektroverteiler. Busankopplung an KNX (bzw. alternative Busplattform nach Systemkonzept). Funktion: Schaltet die zugeordneten Leuchten oder Steckdosenkreise gemäß Befehlen der Gebäudeautomation (z. B. Präsenzmelder oder Zeitprogramme). Jeder Kanal manuell bedienbar über Handbedienebene (Taster am Aktor) für Wartungszwecke. Rückmeldungen des Schaltzustands erfolgen auf den Bus. Lebensdauer: >100.000 Schaltzyklen. Inklusive Beschriftung der Kanäle nach Stromkreis. Anschlüsse für Draht bis 4 mm², Schraub- oder Federklemmen.

  • Positionsart: Grundposition

420. Dimmaktor Licht (1–10V / Phasenanschnitt)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 3

  • Langtext: Universal-Dimmaktor zur stufenlosen Steuerung von dimmbaren Leuchten, sofern nicht über DALI angesteuert. 2 Kanäle, je 300 W bei 230 V, geeignet für LED-, Halogen- und EVG-Lasten. Unterstützt 1–10 V Analogausgang und Phasenan-/-abschnittsteuerung, automatisch Lastart-Erkennung. Bus-Koppler: KNX-basiert zur Einbindung in das GA-System. Funktion: Ermöglicht Helligkeitsregelung der angeschlossenen Lampen gemäß Vorgaben der GA (z. B. Konstantlicht über Präsenzmelder, manuelle Szenenanwahl). Sanftes Ein- und Ausblenden (Rampe einstellbar). Rückmeldung des Dimmwerts an die Zentrale. Elektronischer Überlast- und Kurzschlussschutz. Hinweis: Für DALI-Beleuchtung siehe Pos. 110 (separates Gateway statt Dimmaktor).

  • Positionsart: Grundposition

430. Jalousieaktor (Doppelkanal)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 5

  • Langtext: Jalousie-/Rollladenaktor zur Ansteuerung von 230 V AC Antrieben (Auf/Ab) mit elektronischer oder mechanischer Endlagenschaltung. Mindestens 2 Kanäle pro Aktor, Hutschiene montierbar. Jeder Kanal mit Wechselkontakt l<<each channel with up/down outputs>> geeignet für Motorlast bis 500 VA, inklusive Verriegelungslogik (gegenseitige elektrische Sperre der Richtungskontakte). Funktion: Steuert Jalousien oder Rollläden entsprechend Befehlen der GA (Windalarm, Sonnenschutzautomatik, Szenen und manuelle Bedienung). Teilstellungsfahrten möglich (Lamellenverstellung) durch einstellbare Fahrzeiten. Integration ins GA-System über KNX-Bus. Rückmeldung der Position/Lamellenstellung über Prozentwerte (Positionserkennung durch Laufzeit oder Encoder, je nach Antrieb). Lokale Handbedienung am Aktor vorhanden.

  • Positionsart: Grundposition

440. Heizungs-/Kühlventilantrieb (Thermoantrieb)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 10

  • Langtext: Elektrothermischer Stellantrieb für Heizkörper- und Klappenventile, 24 V oder 230 V Ausführung gemäß Planung. Ventilantrieb passend für gängige Ventilsitzmaße (M30 x 1,5 Adapter inkl.). Betrieb stromlos geschlossen (NC) oder stromlos offen (NO) nach Vorgabe. Stellkraft ca. 100 N. Mit Hubanzeige zur Positionskontrolle. Funktion: Der Antrieb wird durch die GA-Einzelraumregelung (Raumcontroller in Pos. 112 oder Heizungsaktor-Modul) angesteuert, um den Wärmezufluss im Raum entsprechend dem Reglerbedarf zu öffnen oder zu schließen. Im Heizfall bei Unterschreiten des Sollwertes Öffnung, bei Erreichen oder Lüftung (Fenster auf, Pos. 360) Schließen. Bei stromlos (Ausfall) schließen die Ventile (Frostschutz durch Zentralsteuerung sicherstellen). Montage auf Ventil, Anschluss an Unterputzdose oder Verteilerdose, inkl. Verkabelung zum Aktor bzw. Busaktor.

  • Positionsart: Grundposition

510. Multifunktionales Raum-Touchpanel (Bediengerät)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Lieferung und Montage eines festinstallierten Touch-Bedienpanels zur lokalen Visualisierung und Steuerung der Raumfunktionen. Displaygröße ca. 7–10 Zoll Farb-Touchscreen, wandbündig montiert (UP-Dose) in repräsentativen Bereichen (z. B. Konferenzraum, Foyer). Anschluss an das GA-Netzwerk via LAN (PoE-fähig) oder direktem Busankoppler (KNX-Panel). Funktionen am Panel: Intuitive Bedienoberfläche zur Steuerung von Licht (ein/aus, dimmen, Lichtszenen anwählen), Jalousien (auf/ab, Lamellenverstellung), Raumtemperatur (Sollwert einstellen) und Lüftung. Anzeige von Raumbelegung (Präsenzstatus) und gebuchten Terminen (sofern Raumbuchung integriert, Pos. 930). Anzeige von Störmeldungen oder Servicehinweisen im Raum. Mehrbenutzerfähig mit Passwortschutz für erweiterte Einstellungen (Admin/Benutzer, siehe Pos. 850). Hardware-Merkmale: Auflösung mind. 1024×600, gehärtetes Glas, reagiert verzögerungsfrei. Spannungsversorgung 24 V DC oder PoE über Ethernet. Inkl. aller Nebenarbeiten für Anschlüsse und Einbau.

  • Positionsart: Grundposition

520. Programmierung Bedienoberflächen (Raum-Szenen)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Einrichtung der Visualisierungssoftware auf dem gelieferten Touchpanel (Pos. 510) und Konfiguration aller benötigten Benutzerseiten. Pro Raum bzw. Panel werden übersichtliche Bedienoberflächen in deutscher Sprache erstellt, die mindestens folgende Seiten enthalten: Lichtsteuerung (mit Dimmbalken und Szenentasten), Jalousie/Sonnenschutz (mit Auf/Ab, Lamellensteuerung, Automatik ein/aus), Klimaregelung (Temperatursollwert, Lüftungsstufe), sowie eine Übersichtsseite mit Raumname, aktuelle Temperatur, Luftqualität (CO₂-Ampel) und Präsenzanzeige. Zusätzlich werden für multifunktionale Räume vordefinierte Szenen programmiert (z. B. Szene „Präsentation“: gedimmtes Licht vorne aus, Verdunkelung zu). Die Panel-Oberfläche unterstützt die Anzeige von Raumbelegungsdaten (z. B. nächste Buchung/Uhrzeit) sofern ein Raumbuchungssystem (Pos. 930) angebunden ist. Dokumentation: Übergabe der Panel-Konfigurationsdateien und Screenshots je Seite. Schulung kurzerläuterung für Nutzer vor Ort.

  • Positionsart: Grundposition

610. Einbindung GA-System in zentrale GLT (BACnet/IP)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Konfiguration und Inbetriebnahme der Schnittstelle zur zentralen Gebäudeleittechnik (GLT) der Stadtwerke Rostock AG. Die Gebäudeautomation des jeweiligen Objekts wird vollständig über BACnet/IP in die bestehende GLT integriert. Alle Datenpunkte (Sensoren, Aktoren, Statusmeldungen) der GA werden als standardisierte BACnet-Objekte im GLT-System abgebildet. Hierfür sind im GA-System (Automationsstation, Pos. 210) die erforderlichen BACnet-Server-Funktionen zu parametrieren (z. B. Einstellung von Device-ID, Objektlisten, COV-Parameter). Leistung: Abstimmung der Datenpunktliste mit dem AG, Zuordnung zu GLT-Gewerken, Implementierung der Kommunikationstests. Zusätzlich werden andere erforderliche Schnittstellen zur GLT eingerichtet: OPC UA (falls GLT dies nutzt, z. B. als OPC UA Client) und Modbus TCP (falls bestimmte GLT-Komponenten über Modbus integriert werden). Die Integration umfasst einen Probelauf, bei dem die Daten in der GLT visualisiert und geprüft werden. Ergebnis: Sämtliche GA-Funktionen des Gebäudes sind zentral auf der GLT bedien- und auswertbar, inkl. Alarmweiterleitung und Trenddatenübernahme.

  • Positionsart: Grundposition

620. MQTT-Integration in zentrale GLT (optional)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Bedarfsposition: Umsetzung einer MQTT-Anbindung zwischen der Gebäudeautomation und einem zentralen Datenhub oder der GLT, falls diese Technologie im Rahmen der Digitalisierung gewünscht ist. Dabei publiziert das GA-System ausgewählte Betriebsdaten (z. B. Zählerstände, Wetterdaten) auf definierte MQTT-Themen (topics) an einen zentralen MQTT-Broker der Stadtwerke. Ebenso kann die GLT über MQTT-Steuerbefehle (Subscriptions) an die GA senden. Diese moderne IoT-Integration ermöglicht eine herstellerübergreifende Kopplung und cloudbasierte Datenverarbeitung. Leistungsumfang: Installation eines MQTT-Clients auf GA-Server oder GLT-Server, Einrichten der Topics/Filter, Test der End-to-End-Datenübertragung. Sicherheit via TLS und Login. Diese Position kommt nur zum Tragen, wenn eine solche IoT-Schnittstelle projektspezifisch gefordert wird (z. B. Pilotprojekte Smart City).

  • Positionsart: Bedarfsposition

710. Projektierung KNX-Bus (Adresseinstellung und ETS-Programm)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Ausführliche Projektierung des KNX-Gebäudebussystems für alle Raumautomations-Funktionen. Dazu gehört die Erstellung des KNX-Projekts mit der Software ETS (neueste Version): Anlegen der Gebäudestruktur, physikalische Adressierung aller KNX-Geräte (Sensoren Aktoren, Panel) und Zuweisung der Gruppenadressen für Funktionen (Licht, Jalousie, HVAC, Szenen, Meldungen). Parametrierung der Geräteapplikationen gemäß Funktionsbeschreibungen (z. B. Zeitverzögerungen für Präsenzmelder, Logikverknüpfungen). Sicherstellen einer geordneten Kommunikationsbeziehung zwischen KNX und zentraler GA (via Gateway Pos. 220). Ergebnis: Vollständige ETS-Projektdatei (.knxproj) mit dokumentierter Adress-/Gruppenliste, die an den AG übergeben wird. Hinweis: Inkl. Busphysik-Planung (Linien, Bereichskoppler) und Dimensionierung der Busspannungsversorgungen, Reserve 20 % vorgesehen.

  • Positionsart: Grundposition

720. Projektierung DALI-Beleuchtungssteuerung

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Einrichtung und Parametrierung des DALI-Lichtsteuerungssystems für alle DALI-Leuchten (Pos. 110). Verwendung eines DALI-Konfigurationswerkzeugs (Herstellerunabhängig, z. B. über DALI-USB-Interface oder Integrationssoftware). Leistungen: Adressierung aller elektronischen Vorschaltgeräte (EVGs) je Leuchte, Bildung von DALI-Gruppen entsprechend Raum-/Bereichsaufteilung, Definition von Lichtszenen in den DALI-Steuergeräten (z. B. Szenen 1–4 pro Raum vordefiniert). Einstellung von Dimmkurven, Grundhelligkeiten und Verzögerungszeiten (Softstart). Prüfung der DALI-Kommunikation auf jedem Busstrang (max. 64 Teilnehmer). Anbindung des DALI-Gateways an KNX/GA mit korrekter Zuordnung der Gruppenadressen zu DALI-Gruppen bzw. -Szenen. Dokumentation der DALI-Adressen/Gruppen in die Bestandsunterlagen. Hinweis: Austausch defekter EVGs (während Inbetriebnahme) ist in Abstimmung durchzuführen.

  • Positionsart: Grundposition

730. Anlagendokumentation und Funktionsbeschreibungen

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Erstellung einer vollständigen Anlagendokumentation für die Gebäudeautomation. Umfang: Ausführliche Funktionsbeschreibung aller GA-Funktionen (Raumautomation, Anlagenautomation, GLT-Kopplung). Hier werden die vorgesehenen Automatikabläufe, Abhängigkeiten und Betriebsweisen verständlich beschrieben (z. B. Licht- und Jalousieautomatik, HVAC-Regelstrategien, Notbetriebsfunktionen). Zusätzlich ist eine Topologiedokumentation zu erstellen: Übersichtspläne der GA-Netzwerkstruktur (IP-Adressen, BACnet-Device-IDs, KNX-Linien), Busverkabelungspläne, Verteilerübersichten mit Geräten und Adressen. Alle Feldgeräte (Sensoren/Aktoren) sind in Listen mit Kennzeichnung (Nummer, Ort, Funktion) aufzuführen. Die Dokumentation erfolgt in deutscher Sprache, sowohl in gedruckter Form (2-fach) als auch digital (PDF/DWG/DOC). Vorschriften: Dokumentation gemäß DIN EN ISO 16484-1 (Projektierungsrichtlinie GA) und VDI 3814. Abnahme der Unterlagen durch den Auftraggeber.

  • Positionsart: Grundposition

740. Inbetriebnahme der GA-Anlage (Prüfung & Protokoll)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Inbetriebnahme der gesamten Gebäudeautomation nach Fertigstellung der Installation. Enthalten sind: Prüfung der Feldgeräte auf korrekte Funktion (Sensoren aktiv, Aktoren schalten richtig, Soll/Ist-Werte plausibel), Prüfung der Buskommunikation (Telegrammverkehr KNX, BACnet-Objekte erreichbar, MQTT/OPC sofern vorhanden) sowie Funktionsprüfungen aller programmierten Automatikabläufe (Licht automatisch aus bei Abwesenheit, Fenster-Auf-Heizung-Ab logic, Alarmweiterleitung etc.). Abgleich der programmierten Parameter mit den Sollwerten aus Funktionsbeschreibung. Alle Prüfungen werden im Inbetriebnahmeprotokoll dokumentiert: Checklisten je Anlage, Messprotokolle (z. B. Bus-Spannung, Responsezeiten), Liste offener Punkte. Eventuelle Mängel werden umgehend behoben. Anschließend erfolgt die Abnahmebegehung mit dem Auftraggeber, dabei wird die einwandfreie Funktion aller Positionen nachgewiesen.

  • Positionsart: Grundposition

750. Übergabe Programmdateien und Einstellungen

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Übertragung sämtlicher zum System gehörenden Programmier- und Parametrierungsdaten an den Auftraggeber nach erfolgreicher Inbetriebnahme. Dazu zählen: die komplette ETS-Projektdatei (KNX-Programm) inklusive aller Gruppenadressen und Parameter, die DALI-Konfigurationsdateien, Programme der DDC/Automationstation (Quelle und Binärformat), Visualisierungsprojekt der GLT und Touchpanels, sowie etwaige weitere Konfigurationsdateien (z. B. MQTT-Broker-Konfiguration). Zusätzlich sind alle Passwörter, Zugangsdaten und Lizenzen der Systeme zu übergeben (in Abstimmung mit IT-Sicherheit). Die Daten werden auf einem geeigneten Datenträger (USB-Stick oder DVD) sowie per digitaler Projektplattform bereitgestellt. Dokumentation: Ein Übergabeprotokoll wird erstellt, in dem die übergebenen Dateien und Versionen bestätigt werden. Damit wird sichergestellt, dass der Auftraggeber die Anlage eigenständig betreiben und warten kann.

  • Positionsart: Grundposition

810. Szenensteuerung für variable Raumnutzung

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Implementierung einer Szenensteuerung für ausgewählte Bereiche (z. B. Konferenzräume, Mehrzweckflächen). Es werden vordefinierte Beleuchtungs- und Beschattungs-Szenen angelegt, die per Tastendruck oder automatisch abrufbar sind. Beispiel: Szene „Präsentation“ dimmt das Licht auf 30 %, fährt Verdunkelungsbehänge komplett herunter und stellt die Lüftung auf leise. Szene „Besprechung“ stellt Grundbeleuchtung 80 % und hebt Jalousien halb. Die Szenen sind frei konfigurierbar und in der GLT sowie den lokalen Touchpanels (Pos. 520) anwählbar. Technik: Realisierung über Szene-Objekte im GA-System (z. B. KNX-Szenen 1–8 oder BACnet Value Objects), Speicherung der Parameter und Ausgabe an alle betroffenen Aktoren synchron. Dokumentation: Beschreibung der angelegten Szenen mit Parametern in der Funktionsbeschreibung (Pos. 730). Anpassungen der Szenen während der Einweisungsphase sind inkludiert.

  • Positionsart: Grundposition

811. Zulage: Zusätzliche Lichtszenen

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Erweiterung der Szenensteuerung um zusätzliche individuelle Lichtszenen über den Grundumfang hinaus. Diese Zulageposition beinhaltet die Programmierung und Einbindung einer weiteren Szene in das bestehende System (über die in Pos. 810 enthaltenen Szenen hinaus). Die Szene wird gemäß Abstimmung mit dem Nutzer konfiguriert (Beleuchtungsstärken, Jalousiepositionen, etc.) und in alle relevanten Bedienoberflächen integriert. (Abrechnung je zusätzlicher Szene.)

  • Positionsart: Zulageposition

820. Anwesenheitssimulation

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Umsetzung einer Anwesenheitssimulation zur Erhöhung der Sicherheit und Energieeinsparung in definierten Bereichen (z. B. Büroetagen nach Dienstschluss). Bei aktivierter Simulation steuert die Gebäudeautomation ausgewählte Verbraucher automatisch in zufälligen, realistisch wirkenden Intervallen, um Anwesenheit vorzutäuschen. Konkret werden abends/nachts Lichter zeitweise ein- und ausgeschaltet, Jalousien oder Rollläden bewegt und ggf. audiovisuelles Equipment (Radios, sofern eingebunden) geschaltet. Die Abläufe basieren auf hinterlegten Zeitprofilen und Zufallskomponenten, um ein natürliches Nutzungsverhalten zu imitieren. Parametrierung: Aktivierung der Simulation manuell über GLT oder Zeitplan; Deaktivierung automatisch am nächsten Morgen. Diese Funktion dient neben Einbruchprävention auch der Überprüfung von Lasten (Testbetriebe). Alle beteiligten Aktoren/Sensoren werden schonend angesteuert (Begrenzung der Schaltzyklen pro Stunde).

  • Positionsart: Grundposition

830. Zeit- und Kalendersteuerung

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Einrichtung umfangreicher Zeitprogramme und Kalenderfunktionen für die GA. Über die GLT werden Wochenprogramme für Beleuchtung, Klima und andere Gewerke erstellt (z. B. Arbeitszeitraum Mo–Fr 7–18 Uhr: Beleuchtung und Lüftung Ein, außerhalb Aus/Nachtabsenkung). Zusätzlich werden Kalenderausnahmen konfiguriert: Feiertage, Wochenenden, Betriebsruhezeiten mit abweichenden Schaltzeiten. Leistung: Parametrierung der Zeitschaltuhren in der GLT bzw. Automationsstation – z. B. via BACnet Schedule Objects oder KNX Zeitschaltmodule. Jede wichtige Funktion (Licht, Heizung etc.) erhält ein eigenes Zeitprogramm, feinjustierbar durch den Betreiber. Kalenderfunktionen ermöglichen automatische Umstellung auf Sommer-/Winterzeit und Berücksichtigung von Ferienzeiten. Dokumentation: Übersicht aller programmierten Schaltzeiten und Parameter in Tabellenform, Integration in Funktionsbeschreibung (Pos. 730). Diese Zeitsteuerung gewährleistet einen geregelten Grundbetrieb und reduziert manuellen Schaltaufwand.

  • Positionsart: Grundposition

840. Energieeffizienzfunktionen (Fenster, Nachtabschaltung)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Implementierung spezieller Energieeffizienz-Funktionen in der GA-Programmierung zur Verbrauchsoptimierung. Fensterkontakt-Steuerung: Bei geöffneten Fenstern (siehe Sensor Pos. 360) wird in den betreffenden Räumen die Heizungssteuerung automatisch geschlossen bzw. auf Frostschutz gestellt und mechanische Lüftung vorübergehend ausgeschaltet, um Energieverluste zu vermeiden. Nachtabschaltung: Außerhalb der Nutzungszeiten werden definierte Verbraucher abgeschaltet oder abgesenkt – z. B. Raumtemperatur absenken um 3 K nachts, Beleuchtung zentral aus, Lüftungsanlagen in reduzierten Nachtbetrieb. Präsenzabhängige Lüftung: In Räumen mit sporadischer Nutzung (Besprechung, Sanitär) läuft die Lüftung nur bei Präsenz (CO₂-Sensor/Ampel in Pos. 330 wirkt auf Lüftungsstufe). Tageslichtnutzung: Automatische Anpassung der Beleuchtungsstärke an verfügbareres Tageslicht (Konstantlichtregelung in Pos. 310/340), zur Reduktion des Kunstlichtanteils. Alle diese Funktionen sind in der GA-Software fest integriert und tragen zur Energieeinsparung bei (erfüllen u. a. Vorgaben DIN V 18599-11 / EN 15232 Energieeffizienzklassen).

  • Positionsart: Grundposition

850. Benutzer- und Rechteverwaltung

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Einrichtung einer Benutzerverwaltung in der Gebäudeautomation/Gebäudeleittechnik mit differenzierten Zugriffsrechten. Es werden mindestens drei Ebenen vorgesehen: Administrator, Standard-Nutzer und Service/Technik. Der Administrator hat volle Zugriffsrechte auf alle Funktionen und Einstellungen (Parametrierung, Historie löschen, Nutzer anlegen). Standard-Nutzer (z. B. Hausmeister, Mitarbeiter) dürfen nur definierte Bedieneingriffe vornehmen, z. B. Sollwerte ändern oder manuell schalten, aber keine Systemkonfiguration. Service-Benutzer erhalten technische Sichten (z. B. zum Wartungsmodus, Quittieren von Störmeldungen). Leistungen: Anlegen der Benutzerkonten in der GLT-Software, Zuweisung von Rollen/Rechten gemäß mit dem AG abgestimmtem Berechtigungskonzept. Passwortvergabe nach Sicherheitsrichtlinie (Initialpasswörter, regelmäßiger Wechsel). Dokumentation: Übergabe eines Berechtigungsmatrix-Dokuments, in dem alle Benutzer und deren Rechte aufgeführt sind. Diese Maßnahme stellt sicher, dass Bedienfehler minimiert und sicherheitsrelevante Funktionen nur autorisiert zugänglich sind.

  • Positionsart: Grundposition

910. Zentrales GLT-Server-System (Software & PC)

  • Einheit: St.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Lieferung oder Nutzung eines zentralen Gebäudeleittechnik-(GLT)-Systems zur Überwachung und Steuerung aller GA-Anlagen. Falls bereits ein GLT-Leitrechner bei den Stadtwerken Rostock vorhanden ist, erfolgt die Aufschaltung weiterer Objekte auf dieses System; andernfalls wird ein neuer GLT-Server-PC mit aktueller GA-Management-Software bereitgestellt. Hardware (bei Neusystem): Industrie-PC/Server (24/7-Betrieb) mit Windows Server oder Linux, redundante HDD/SSD, USV-gesichert, Netzwerkanschluss. Software: Gebäudeleitsoftware mit BACnet-Client/Server-Funktion, OPC-UA-Client, Alarmmanagement, Trendaufzeichnung und Web-Interface. Beliebig viele Datenpunkte lizenzierbar (Lizenz inkl. bis z. B. 1000 Datenpunkte, erweiterbar). Leistungen: Installation der GLT-Software, Grundkonfiguration des Projekts und Netzwerkverbindung zu den GA-Automationsstationen. Sicherstellung der Kompatibilität mit BACnet (zertifizierte BACnet-BMS-Station) sowie MQTT/OPC (für zukünftige Anforderungen). Das GLT-System dient als zentrale Plattform für Bedienung (über Leitwarte oder Webbrowser) und bildet die Basis für folgende Visualisierungsleistungen.

  • Positionsart: Grundposition

920. Grafische Benutzeroberflächen (mehrsprachig)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Ausarbeitung der grafischen Visualisierung auf der GLT für alle gebäudetechnischen Anlagen. Pro Gebäude bzw. pro Gewerk werden Übersichts- und Detailbilder erstellt: z. B. Gebäudegundriss mit Raumsensorstatus, Anlagenschemata für Heizung, Lüftung, Elektro, Sicherheitsanlagen. Bedienbilder: Intuitive Darstellung mit Schaltflächen, Ampelsymbolen (für Zustände) und Trendkurven. Die Oberfläche wird in Deutsch erstellt; optionale Mehrsprachigkeit (Englisch) ist vorbereitet – Texte in variablen Tabellen hinterlegt zum Umschalten. Inhalt: Alle Messwerte (Temperaturen, Verbräuche), Schaltzustände (Pumpen AN/AUS, Ventile offen/zu), Alarmmeldungen (z. B. Störmeldung Lüftung) werden dynamisch angezeigt. Zoom-Funktion von Übersicht in Unterbilder (z. B. Klick auf Raum führt zu Raumdetail mit Ist/Soll-Werten). Erstellung: Nach Vorgaben des AG (CI-Richtlinien falls vorhanden) – Einheitliches Erscheinungsbild über alle Standorte. Prüfung: Abnahme der Visualisierung durch Probebetrieb, Feinjustierung der Bilder nach Nutzer-Feedback.

  • Positionsart: Grundposition

930. Integriertes Raumbuchungssystem (optional)

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Bedarfsposition: Integration eines Raumbuchungssystems in die Gebäudeautomation zur Verwaltung und Anzeige von Raumbelegungen, insbesondere Konferenz- und Besprechungsräumen. Es wird eine Schnittstelle zu einer bestehenden Buchungssoftware (z. B. Exchange/Outlook, Office 365 oder spezialisiertes Raumbuchungssystem) eingerichtet. Die GA empfängt Buchungsdaten (Raum belegt frei, Name des Meetings, Start-/Endzeit) und zeigt diese an den entsprechenden Touchpanels (Pos. 510) oder Tür-Displays an. Leistungen: Implementierung eines Software-Adapters oder Nutzung einer API des Buchungssystems (z. B. via OPC UA oder Webservice REST API) in der GLT, Zuordnung der Kalenderdaten zu Räumen. Testlauf mit Beispieldaten. Bei aktiver Buchung können optional automatisiert Klimatisierung und Beleuchtung vor Beginn hochgefahren werden. Diese Option wird nur umgesetzt, falls der Auftraggeber ein solches System vorgesehen hat – ansonsten bleiben Platzhalter in der Visualisierung bestehen.

  • Positionsart: Bedarfsposition

940. Protokollierung von Betriebsdaten, Alarmen, Energieverbrauch

  • Einheit: Psch.

  • Menge (Muster): 1

  • Langtext: Einrichtung der Datenaufzeichnung und Berichtsfunktionen in der GLT. Alle relevanten Betriebsparameter (Temperaturen, Feuchte, Druck, Stellungen) sowie Verbrauchsdaten (Wärme, Kälte, Strom – sofern Zähler angebunden) werden kontinuierlich aufgezeichnet. Die GLT speichert diese Werte in einer Datenbank (Historian) mit einstellbaren Log-Intervallen. Alarme und Ereignisse: Konfiguration des Alarmmanagements – bei Störungen oder Grenzwertverletzungen erzeugt die GLT Einträge im Alarmprotokoll, optional mit E-Mail/SMS-Benachrichtigung an den Bereitschaftsdienst. Quittierbare Meldelinien nach Dringlichkeit (Stufe 1 z. B. technische Störung, Stufe 2 Komfortabweichung). Energieberichte: Einrichtung von wöchentlichen/monatlichen Reports, welche die aufgezeichneten Verbrauchsdaten auswerten (z. B. kWh pro Gebäude, Vergleich zu Vormonat). Export der Daten als CSV/Excel möglich. Schnittstellen: Optionaler Export an übergeordnetes Energiemanagement-System via MQTT (Pos. 620) oder OPC UA. Diese Protokollierungsfunktion gewährleistet eine lückenlose Dokumentation des Anlagenbetriebs und unterstützt das Energiemanagement der Stadtwerke Rostock.

  • Positionsart: Grundposition