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Leistungsverzeichnis Blitzschutz- und Erdungsarbeiten

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Leistungsverzeichnis Blitzschutz- und Erdungsarbeiten

Leistungsverzeichnis Blitzschutz- und Erdungsarbeiten

Dies Los betrifft Blitzschutz- und Erdungsarbeiten an Ihren Gebäuden und Anlagen. Dies umfasst die regelmäßige Überprüfung, Wartung und Instandsetzung von Blitzschutzsystemen (Fangeinrichtungen, Ableitungen, Erdungsanlagen) sowie ggf. Erweiterungen oder Neuinstallationen von Blitzschutzkomponenten auf Bestandsgebäuden. Ebenso kann die Überprüfung und Optimierung der Gebäudeerdungsanlagen (Fundamenterder, Potentialausgleichsschienen, Verbindung der metallischen Anlagenteile) Teil dieses Loses sein, insbesondere wenn Änderungen an Gebäuden vorgenommen werden oder Mängel behoben werden müssen.

Das Leistungsverzeichnis wird vergleichsweise spezialisiertes Fachpersonal ansprechen. Durch genaue Beschreibung der Leistungen und Bezug auf Normen stellen wir sicher, dass Bieter die Anforderungen richtig verstehen. Außerdem halten wir die Beschreibungen herstellerneutral (z.B. keine festen Fabrikatsangaben für Klemmen oder Komponenten, sondern nur Typenbeschreibungen), um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Blitzschutz-Firmen können so auf Basis des LV verlässliche Einheitspreise anbieten, was Ihnen hilft, die langfristigen Wartungs- und Instandhaltungskosten in diesem sicherheitsrelevanten Bereich im Griff zu behalten.

Leistungsverzeichnis Blitzschutz-Erdungsarbeiten präzise definiert

Leistungsverzeichnis Blitzschutz- und Erdungsarbeiten

Alle Blitzschutz- und Erdungsarbeiten sind gemäß DIN EN 62305 Teil 1–4 (VDE 0185‑305-1 bis -4) auszuführen. Sämtliche verwendeten Materialien und Bauteile müssen den gültigen DIN-/VDE-Normen entsprechen, witterungsbeständig sowie korrosionsgeschützt sein (z. B. Einsatz von NIRO-Stahl oder PVC-ummanteltem Runddraht für Erder). Die folgenden Positionen sind GAEB-konform mit Positionsnummer, Einheit, Menge, Kurztext, Langtext und Positionsart (Grundposition, Bedarfsposition, Zulage) aufgeführt.

Äußerer Blitzschutz (Fangeinrichtung und Ableitungen nach DIN EN 62305-3)

  • Pos. 1.1: Fangstange ca. 1,5 m (Flachdach) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und montieren einer freistehenden Fangstange (Länge ca. 1,5 m) aus Aluminium oder NIRO-Stahl auf Flachdach. Inkl. standfester Montagebasis (z. B. Betonfuß, Ballastierung) und aller erforderlichen Verbindungsklemmen. Aufstellung der Fangstange auf der Dachfläche so, dass sämtliche zu schützenden Anlagenteile und Dachaufbauten im geschützten Bereich liegen. Material des Fangstabes korrosionsbeständig und nach Blitzschutznorm zugelassen. Ausführung gemäß DIN EN 62305-3 / VDE 0185-305. Konstruktive Anforderungen: Einhaltung des Trennungsabstands zu metallischen Dachteilen oder PV-Modulen (typisch 0,5–1 m). Bei Flachdächern mit Photovoltaik ggf. höhere Fangstangen vorsehen, um direkte Blitzeinschläge in PV-Module zu verhindern (siehe Pos. 4.1).

  • Pos. 1.2: Fangstange ca. 1,5 m (Steildach) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und montieren einer Fangstange (Länge ca. 1,5 m) aus Aluminium oder NIRO-Stahl für geneigtes Dach (Steildach). Befestigung der Fangstange an First, Gaube oder Tragkonstruktion mittels geeigneter Dachhalter (z. B. Firstklemme, Sparrenhalter) entsprechend Dachneigung und Eindeckungsart. Inkl. aller erforderlichen Klemmen und Verbinder. Aufstellung der Fangstange so, dass Firstbereiche, Antennenanlagen oder andere exponierte Aufbauten in den Schutzbereich fallen. Material witterungsbeständig und leitfähig nach VDE-Vorschrift. Ausführung nach DIN EN 62305-3. Besonderheit: Montage der Halterungen und Dachdurchführungen entsprechend Dachart sorgfältig abdichten und gegen Feuchtigkeit schützen.

  • Pos. 1.3: Fangleitung (horizontaler Dachleiter) Einheit: m, Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und verlegen einer horizontalen Fangleitung aus Runddraht (Ø ~8 mm, z. B. AlMgSi oder Cu) auf dem Dach zur Verbindung der Fangstangen und zum Schutz von Dachkanten. Verlegung entlang Dachrändern, Firsten oder Attika mit geeigneten Dachleitungshaltern in regelmäßigen Abständen (ca. 1 m). Einschließlich aller erforderlichen Klemmen (Verbindungs-, Kreuzklemmen etc.) zur fachgerechten elektrischen Verbindung. Die Fangleitungen sind nach Möglichkeit in durchgehenden Stücken ohne Unterbrechung zu verlegen. Verbindungen sind mit zertifizierten Klemmen auszuführen, Materialübergänge (Al/Stahl/Kupfer) fachgerecht ausführen (Materialverträglichkeit beachten). Halterung: Auswahl und Montage der Leitungshalter gemäß Dachform und Dachbelag (z. B. spezielle Kunststoffhalter auf Bitumendach, Firstklemmen bei Ziegeldach). Bei langen Leiterabschnitten (>10 m Al / >20 m Cu/St) Dehnungsstücke gegen thermisch bedingte Längenausdehnung vorsehen. Ausführung gemäß DIN EN 62305-3 und VDE 0185-305.

  • Pos. 1.4: Ableitung (Blitzableiterleitung senkrecht) Einheit: m, Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und montieren von Blitzableiter-Ableitungen (Down-Leiter) aus Runddraht (Ø 8 mm Alu, bei Erdübergang ggf. verzinkt/Kupfer, oder NIRO 8 mm) entlang der Fassade vom Dach bis zur Erdungsanlage. Verlegung an Außenwänden in möglichst gerader, kurzer Führung vom Dachableiter/Fangleitung zur Erde. Inkl. aller Wandhalter und Abstandshalter (Regelabstand ca. 1 m) zur Befestigung an der Fassade. Die Halter sind entsprechend der Wandbekleidung bzw. Wärmedämmung auszuwählen (andere Halter bei WDVS/Fassadendämmung). Übergang ins Erdreich: Im unteren Bereich Anschluss der Ableitung an die Erdungsanlage (Fundamenterder, Ringerder oder Tiefenerder) mittels vormontierter Trennstelle (siehe Pos. 1.6). Materialübergänge (Alu zu Erdungsstahl/Kupfer) mit bimetallischen Klemmen korrosionssicher ausführen. Ableitung gemäß DIN EN 62305 und VDE 0185; erforderliche Anzahl der Ableitungen nach Gebäudekategorie sicherstellen (mindestens 2 Ableitungen, möglichst an gegenüberliegenden Ecken eines Gebäudes, bei größeren Gebäuden zusätzliche Ableitungen alle 20 m Gebäudekante, gemäß Blitzschutzklasse).

  • Pos. 1.5: Zulage: Spezialhalterung Ableitung an gedämmter Fassade Einheit: m, Menge: --- , Positionsart: Zulage: Langtext: Zulage für Befestigung der Ableitung an Wärmeverbundsystem (WDVS) oder gedämmten Fassaden. Verwendung spezieller Langschaft-Wandhalter oder Dämmstoffdübel zur schonenden, wärmebrückenfreien Montage der Blitzableiterleitung auf Dämmung (typ. Abstandhalter mit ≥ 200 mm Länge). Ausführung: pro Meter Ableitung auf gedämmter Fassade, einschließlich aller Zusatzmaterialien (z. B. Dichtungsmaterial um Dübel). Diese Zulage wird nur berechnet, wenn eine Ableitung an gedämmter Außenwand verlegt wird (zusätzlich zum Grundpreis Pos. 1.4).

  • Pos. 1.6: Trennstelle für Ableitung (Prüfklemme) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und montieren einer Trennstelle (Prüfverschluss, Prüfklemme) aus korrosionsgeschütztem Metall (NIRO oder tauglich verzinkt) für jeden Ableiter. Anbringen etwa 1 m über Geländeoberkante, zugänglich in Nähe der Erdungsanschlussfahne. Die Trennstelle muss das einfache Trennen der Verbindung zwischen Ableitung und Erdungsanlage zu Prüfzwecken ermöglichen. Inkl. wetterfester Kapselung (falls erforderlich) und Beschriftungsmöglichkeit für jeden Ableiter (Nummerierung). Hinweis: Trennstellen fortlaufend nummerieren und zugänglich halten (Dokumentation der Positionen im Plan). Ausführung gemäß DIN EN 62561-1 (Anforderungen an Verbindungskomponenten) und nach VDE 0185-305.

Innerer Blitzschutz (Potentialausgleich und Überspannungsschutz nach DIN EN 62305-4)

  • Pos. 2.1: Hauptpotentialausgleichsschiene (HPA) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und montieren einer Hauptpotentialausgleichsschiene (Haupterdungsschiene) aus blankem Kupfer oder NIRO (mit mind. 10 Anschlussklemmen) im Hauptanschlussraum des Gebäudes (z. B. Hausanschlussraum, Technikraum). Montage an der Wand auf Isolatoren, in bodennaher Position. Verbindung der Schiene mit der Erdungsanlage (Fundamenterder/Ringerder) mittels Runddraht oder Bandstahl (z. B. 1 × Ø10 mm NIRO oder 30 × 3,5 mm feuerverzinkt), kurz und geradlinig zur nächstgelegenen Erdungsausführung. Funktion: Die HPA-Schiene dient dem zentralen Anschluss aller anzuschließenden leitfähigen Teile (elektrische Anlagen, Rohrleitungen, äußeres Blitzschutzsystem). Die Schiene muss den Anforderungen der DIN 18015 und VDE 0100-540 entsprechen (korrosionsbeständig, mechanisch geschützt, mit Abdeckhaube versehen). Bei Montage im Außenbereich (z. B. Trafostation) ist ein wettergeschützter Einbau sicherzustellen.

  • Pos. 2.2: Potentialausgleich leitfähiger Teile Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Herstellen eines zusätzlichen Potentialausgleichs für alle vorhandenen metallenen Installationen im Gebäude. Dazu Anschluss aller leitfähigen Gebäudeteile (z. B. Wasser- und Heizungsrohre, Gasleitungen, Lüftungskanäle, Aufzugs-Schienen, größere metallische Konstruktionsteile) an die Hauptpotentialausgleichsschiene (Pos. 2.1) mittels geeigneter Potentialausgleichsleiter. Pro Anschluss ist ein Kupferleiter mind. 16 mm² (grün/gelb) inkl. Klemme/Brandschelle zu verlegen. Umfang: Diese Position gilt je anzuschließendes System/Teil (z. B. je Rohrsystem oder Konstruktionsteil). Verbindung möglichst nahe der Hauseinführung der Leitung bzw. am ersten zugänglichen Punkt im Gebäudeinneren herstellen. Falls isolierende Rohrstücke (z. B. Wasserzähler) vorhanden sind, beidseitig überbrücken. Materialien: Leiter und Klemmen VDE-konform (korrosionsgeschützt, z. B. NIRO-Bandschellen, Kupferkabel mit Isolation). Ausführung nach DIN VDE 0100-540 und DIN EN 62305-4 Kapitel 6 (Blitzschutz-Potentialausgleich). Dokumentation aller angeschlossenen Teile im Prüfprotokoll.

  • Pos. 2.3: Überspannungsschutz Typ 1+2 (Kombi-Ableiter, 3 Phasen) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und installieren eines Überspannungsschutz-Gerätes Typ 1+2 (Kombi-Blitzstrom- und Überspannungsableiter) für die Hauptstromversorgung des Gebäudes. Ausführung 4-polig (3 Phasen + Neutralleiter + evtl. separater Schutzleiteranschluss) für TN-S/TN-C-S-Netz 230/400 V, Ableitvermögen (Impulsstrom Iimp) mindestens 12,5 kA pro Pol. Einbau im Hauptverteilungsschrank bzw. Hauptstromversorgungsschaltschrank unmittelbar nach dem Zähler bzw. Hauptschalter. Anschließen an Phasenschienen und Hauptpotentialausgleich gemäß Herstellerangaben, mit möglichst kurzen Leitungen (≤ 0,5 m). Zulassung: Gerät nach DIN EN 61643-11, Überspannungskategorie Typ 1+2, VDE 0675-11, für Blitzschutzklasse III/IV. Schützt die Elektroinstallation des Gebäudes vor Überspannungen durch direkte/indirekte Blitzeinschläge. Sichtbarer Statusanzeiger und fernmeldefähigen Signalkontakt (optional) sind erwünscht. Lieferung inkl. Sicherungselementen (Vorsicherungen) nach Herstellerempfehlung.

  • Pos. 2.4: Überspannungsschutz Typ 2 (Endgeräteschutz, optional) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Bedarfsposition: Langtext: Liefern und installieren eines Überspannungsschutz-Gerätes Typ 2 (Überspannungsableiter Fein- bzw. Mittelschutz) für sensible Endgeräte oder Unterverteilungen. Einsatz z. B. in Unterverteilern, Schaltschränken von EDV-Anlagen oder an PV-Wechselrichtern zur zusätzlichen Spannungsbegrenzung. Gerät nach DIN EN 61643-11 (Typ 2, Ableitstoßstrom Imax ≥ 40 kA), mit thermischer Trennvorrichtung und Funktionsanzeige. Montage und Anschluss gemäß Herstellerangaben. Hinweis: Diese Position wird nur bei Bedarf ausgeführt, wenn für bestimmte Anlagenteile ein zusätzlicher Überspannungsschutz gefordert ist (z. B. lange Leitungswege zu Endgeräten, empfindliche Steuerungen, PV-Anlage ohne integrierten Schutz). In Kombination mit Pos. 2.3 ergibt sich ein gestaffeltes Schutzkonzept nach VDE 0100-534.

Erdungsanlage (Fundamenterder, Ringerder, Tiefenerder nach DIN 18014 und DIN EN 62305-3)

  • Pos. 3.1: Fundamenterder (im Betonfundament) Einheit: m, Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und verlegen eines Fundamenterders als Erdungsanlage im Betonfundament des Gebäudes gemäß DIN 18014. Ausführung als geschlossener Ring aus Bandstahl (z. B. feuerverzinkt 30 × 3,5 mm) oder Rundstahl (≥ Ø10 mm, verzinkt oder NIRO) im Fundament bzw. in der Bodenplatte. Verlegung in den unteren Bewehrungslagen des Betonfundaments mit leitfähiger Verbindung zu den Stahlbewehrungen (Durchführung von Anschlussklemmen an Armierung). Anschlussfahnen: Mindestens 2 Anschlussfahnen aus Runddraht Ø10 mm (bevorzugt NIRO V4A oder mit PVC-Mantel) aus dem Fundament heraus führen – eine für den Anschluss des äußeren Blitzschutzes, eine für den inneren Hauptpotentialausgleich – an definierten Punkten (mit Bauleitung abstimmen). Diese Anschlussleitungen sind gegen Korrosion zu schützen (z. B. Verwendung von NIRO-Draht oder PVC-ummanteltem Material im Austrittsbereich). Besondere Hinweise: Bei Gebäuden mit WU-Beton (“Weiße Wanne”) oder isolierten Fundamentwannen ggf. Erdungsfestpunkte mit dichtungsfähiger Durchführung verwenden. Kontrolle der Verlegung vor dem Betonieren; Messanschluss für Erdungswiderstand prüfen (siehe Pos. 5.1).

  • Pos. 3.2: Ringerder (äußerer Erdungsring) Einheit: m, Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und verlegen eines Ringerders außerhalb des Gebäudes im Erdreich als umlaufender Erdungsleiter. Ausführung aus Rundmaterial (z. B. NIRO-Stahl V4A Ø10 mm oder verzinkter Rundstahl Ø10 mm mit korrosionsfester Ummantelung) umlaufend um das Gebäude in frostfreier Tiefe (≥ 0,5 m tief, ca. 1 m Abstand von Außenwand). Verbindung des Rings mit dem Fundamenterder (falls vorhanden) oder alternativ als Haupterdung bei Gebäuden ohne Fundamenterder (z. B. bei Gebäuden ohne Keller, Containerbauten) nutzen. Alle Verbindungsstellen verschweißt oder mit geprüften Klemmen verschraubt (Verbindungsklemmen nach DIN EN 62561-1, Klasse H oder N). Anschlüsse: Mindestens alle 20 m einen Anschluss an einen Tiefenerder (Pos. 3.3) oder an eine Anschlussfahne ins Gebäude vorsehen, um den Erdungswiderstand zu optimieren. Im Bereich von Einfahrten/Wegeführungen mechanischen Schutz vor Beschädigung (Stahlrohr-Ummantelung o. Ä.). Ausführung gemäß DIN 18014 und VDE 0185-305 (Teil 3).

  • Pos. 3.3: Tiefenerder (vertikaler Staberder) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Liefern und setzen eines Tiefenerders als zusätzliches Erderelement zur Erdungsanlage. Ausführung als Staberder aus NIRO-Stahl (V4A) oder kupferbeschichtetem Stahl, Ø 20 mm (oder Flachstahl 30 × 3,5 mm mit Spitze), Gesamtlänge ca. 9 m (in durchgehenden Sektionsstäben à 1,5 m oder 3 m). Eintreiben/Rammen des Erders in das Erdreich senkrecht bis zur geforderten Einbindtiefe (oberes Ende ca. 0,5 m unter Gelände). Einbauort möglichst an den Ecken des Gebäudes oder neben Ableitungen, mit Verbindung an Ringerder oder Fundamenterder mittels Erdungsklemme. Übergang und Messpunkt: Oberes Ende des Tiefenerders mit einer geprüften Anschlussklemme an die Erdungsanlage und ggf. an eine messbare Trennstelle (Prüfeinrichtung) verbinden. Hinweis: Anzahl der Tiefenerder nach Erfordernis (Bodenverhältnisse, geforderter Erdungswiderstand) – bei Trafostationen/Umspannwerken in der Regel mehrere Tiefenerder. Ausführung nach DIN EN 62305-3 (Anhang über Erder) und DIN VDE 0151 (Material und Maße von Erdern bezüglich Korrosion).

  • Pos. 3.4: Verbindung weiterer Metallteile an Erdungsanlage Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Bedarfsposition: Langtext: Zusätzliche Verbindung von metallischen Gebäudeteilen zur Erdung. Herstellung einer direkten Erdverbindung für große leitfähige Konstruktionen des Gebäudes, die nicht bereits im Rahmen des Blitzschutz-Potentialausgleichs (Pos. 2.2) erfasst wurden. Zum Beispiel Anschluss von Stahlstützen oder Stahlträgern eines Hallenbaus, metallischen Fassadenelementen, großen Klimageräten/Gehäusen auf dem Dach etc. an die Erdungsanlage. Pro Anschluss ist ein geeigneter Erdungsleiter (z. B. 16–25 mm² Cu-Leiter grün/gelb oder Flachstahl 30 × 3,5 mm, je nach Erfordernis) mit zugelassenen Klemmen zu verlegen. Anschluss möglichst an den nächstgelegenen Erdungspunkt (Fundamenterder, Ringerder oder HPA-Schiene). Hinweis: Diese Position kommt nur zum Tragen, falls derartige Metallteile vorhanden sind und einen zusätzlichen Erdanschluss benötigen (z. B. Stahlkonstruktion bei Lagerhallen, metallene Container, Zaunanlagen mit Blitzschutzeinbindung etc.). Alle Verbindungen sind dauerhaft korrosionsgeschützt herzustellen.

Besondere Zusatzleistungen und Anforderungen

  • Pos. 4.1: Zulage: Blitzschutzmaßnahmen für PV-Anlagen Einheit: pauschal, Menge: --- , Positionsart: Zulage: Langtext: Zusätzliche Maßnahmen zum Blitzschutz bei vorhandener Photovoltaik(PV)-Anlage auf dem Dach. Diese Zulage umfasst den Mehraufwand, um eine PV-Anlage in den äußeren und inneren Blitzschutz zu integrieren, ohne die Wirksamkeit des Blitzschutzsystems zu beeinträchtigen. Leistungsinhalt: Überprüfung des Trennungsabstandes s zwischen PV-Modulen/-Gestell und den Blitzableitern und ggf. Montage zusätzlicher Fangstangen oder Fangleiter oberhalb der PV-Module, sodass diese im Schutzbereich liegen und direkte Blitzeinschläge in die Module vermieden werden. Falls der erforderliche Trennungsabstand (typisch 0,5–1 m) nicht überall eingehalten werden kann, ist das metallene Montagegestell der PV-Anlage an die Haupterdungsschiene anzuschließen (Blitzschutz-Potentialausgleich). Dabei keine direkte elektrische Verbindung des PV-Gestells mit den Ableitungen des Blitzschutzsystems herstellen, um Teilblitzströme in die PV-Anlage zu vermeiden (ggf. isolierte Ableiter verwenden). Zusätzlich ist ein Überspannungsschutz für die DC-Seite und AC-Seite der PV-Anlage vorzusehen (SPD Typ 2 an den PV-Strängen bzw. vor/nach Wechselrichter, falls nicht bereits integriert). Dokumentation: Die geplanten Schutzmaßnahmen sind objektbezogen mit dem Blitzschutz-Fachplaner abzustimmen. Diese Zulage wird pro Gebäude mit PV-Anlage einmalig angesetzt (pauschal für die Integration der PV in das Blitzschutzsystem).

  • Pos. 4.2: Blitzschutz für Antennen- und Mastanlagen Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Bedarfsposition: Langtext: Schutzmaßnahme für auf dem Gebäude installierte Antennen, Maste oder Satellitenschüsseln. Lieferung und Montage einer separaten Fangstange bzw. eines Blitzfangstabes nahe der Antenne (oder am Antennentragrohr befestigt), der die Antenne um mindestens 0,5 m überragt, inkl. Anschluss an die nächstgelegene Ableitung des Blitzschutzsystems. Alternativ (bei geeigneter Mastkonstruktion) Anschluss des metallischen Antennenmastes selbst als Fangteil, sofern Querschnitte und Führungen den Blitzstrom nach VDE 0185 ableiten können. Zusätzlich ist der Antennenträger in den Potentialausgleich einzubeziehen (Verbindung mit 16 mm² Cu zur HPA-Schiene), um Spannungsdifferenzen bei Blitzeinschlag zu vermeiden. Diese Position beinhaltet alle erforderlichen Klemmen, Schellen und Leiter. Sie wird nur ausgeführt, falls Antennenanlagen auf dem Bauwerk vorhanden sind und geschützt werden müssen. Ausführung gemäß VDE 0855 und EN 62305-3 (Schutz von Antennen).

  • Pos. 4.3: Blitzschutz von Dachaufbauten (Lichtkuppeln, Oberlichter) Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Bedarfsposition: Langtext: Zusätzliche Fangeinrichtungen zum Schutz von nichtmetallischen Dachaufbauten wie Lichtkuppeln, Lichtbändern oder Oberlichtern aus Kunststoff/Glas. Installation einer geeigneten Fangvorrichtung, z. B. in Form eines umlaufenden Fangnetzes bzw. Käfigs aus Runddraht oder mehrerer kleiner Fangstifte um die Lichtkuppel, so dass ein zuverlässiger Blitzschutz gegeben ist. Verbindung dieser Fangvorrichtung mit dem äußeren Blitzschutzsystem (Anschluss an nahegelegene Fangleitung oder Ableitung) mittels geprüfter Klemmen. Alternative Ausführung: Einzelne Fangstangen unmittelbar neben der Lichtkuppel anbringen, die das Bauteil überragen und in den Schutzbereich einbeziehen. Alle Fang- und Verbindungselemente aus NIRO oder korrosionsgeschütztem Material, formschlüssig montiert ohne die Dachabdichtung zu beschädigen. Diese Position wird bei Bedarf je Stück Lichtkuppel/Oberlicht ausgeführt, sofern solche Elemente vorhanden und blitzschutztechnisch zu sichern sind (insbesondere bei größeren kuppelartigen Oberlichtern, die nicht durch vorhandene Fangstangen geschützt sind).

  • Pos. 4.4: Zusätzliche Einbindung metallischer Dachinstallationen Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Bedarfsposition: Langtext: Anschluss von metallischen Dachinstallationen an das Blitzschutz- und Erdungssystem. Hierunter fällt z. B. die Einbindung größerer Metallkörper auf dem Dach, wie Lüftungszentralen, Klimageräte, metallische Schornsteinverkleidungen, Werbeanlagen oder Geländer, die sich außerhalb des Schutzbereichs der Fangeinrichtungen befinden. Ausführung: Entweder direkte Verbindung der Metallkonstruktion an die Erdungsanlage / HPA (Potentialausgleich) mittels 16 mm²-Leiter und Klemmen, oder Aufstellen zusätzlicher Fangstangen/Fangleiter, die das Objekt überspannen und schützen – je nach Erfordernis und Abstimmung mit Blitzschutz-Fachplaner. Sämtliche erforderlichen Anschlüsse (Klemmen, Leiter) sind enthalten. Diese Position ist optional und kommt nur zur Anwendung, falls derartige exponierte metallische Aufbauten auf dem Gebäude vorhanden sind und separat in den Blitzschutz einbezogen werden müssen.

Prüfungen und Dokumentation

  • Pos. 5.1: Messung Erdungswiderstand & Protokoll Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Durchführen einer messtechnischen Prüfung der Erdungsanlage nach Fertigstellung der Blitzschutz- und Erdungsarbeiten. Messen des Erdungswiderstandes (Ohm) der kompletten Anlage mittels geeignetem Erdungsmessgerät (z. B. Vierleitermethode oder Schleifenmessung) an den vorgesehenen Prüfanschlüssen (Trennstellen). Sollwert: Sicherstellen, dass der Erdungswiderstand die zulässigen Grenzwerte gemäß Blitzschutzklasse erfüllt (typisch < 10 Ω, falls nicht anders vorgegeben). Dokumentation: Erstellung eines schriftlichen Prüfprotokolls mit Angabe der Messmethode, Umgebungsbedingungen, Messwerte und Beurteilung. Das Protokoll ist der Bauleitung und dem Auftraggeber zu übergeben. Etwaige Abweichungen oder notwendige Nachbesserungen sind zu vermerken. Diese Messung ist für jedes Gebäude nach der Installation der Erdungsanlage durchzuführen und Voraussetzung für die Endabnahme.

  • Pos. 5.2: Abnahme durch Blitzschutz-Fachkraft Einheit: St., Menge: --- , Positionsart: Grundposition: Langtext: Fachtechnische Abnahme der gesamten Blitzschutz- und Erdungsanlage nach Abschluss aller Montagearbeiten. Die Abnahme und Prüfung der Anlage darf nur durch eine Blitzschutz-Fachkraft (blitzschutzberechtigte sachkundige Person gemäß DIN EN 62305) erfolgen. Leistungsinhalt: Visuelle Kontrolle der verbauten Komponenten auf normgerechte Ausführung, Überprüfung aller Verbindungen (Fangstangen, Ableitungen, Erdungsanschlüsse, Potentialausgleich) auf festen Sitz und Korrektheit, Einsichtnahme in das Messprotokoll der Erdungswiderstände (Pos. 5.1) und Wiederholungsmessungen stichprobenartig. Dokumentation: Erstellen eines Abnahmeprüfberichts mit Festhalten eventueller Mängel und deren Beseitigung. Kennzeichnung der Anlage (Prüfplakette, wenn vorgesehen) nach erfolgreich bestandener Prüfung. Der Auftragnehmer hat den Abnahmetermin rechtzeitig mit dem Auftraggeber/Bauleiter abzustimmen, sodass die Abnahme gemeinsam erfolgen kann. Alle Abnahmekosten sind in dieser Position enthalten. Ein vollständiger Satz Revisionsunterlagen (Pläne, Schemata, Berechnungen) ist der Abnahmeprüfung beizufügen.